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Aktuell - Villach
© C.Diendorfer

1,57 Blitze pro Quadratkilometer

So viele Blitze treffen Villach

Villach – Gewitter über Gewitter suchten Villach dieses Jahr heim. Dabei schlugen auch außergewöhnlich viele Blitze ein. Allein vom 01. bis 22. Juni waren es 7.682 Blitze in den Bezirken Villach Stadt & Land. Doch wie viel ist das im Vergleich zu Österreich? Wir haben uns das näher angesehen.

Teile Österreichs zählen zu den Regionen mit den meisten Blitzen in Europa. Pro Jahr werden in Österreich durchschnittlich zehn Menschen vom Blitz getroffen, davon überleben rund zwei Drittel den Blitzschlag. Im Juli 2016 schlug rund 50.000 Mal in Österreich ein Blitz ein, doppelt so oft wie im Juni (rund 25.000) und dreimal so oft wie im August (rund 16.000).

1,57 Blitze pro Quadratkilometer in Villach-Stadt

Schaut man sich die Blitz-Häufigkeit in anderen Bezirken an, wird schnell deutlich, dass sich Villach im Mittelfeld befindet. Die meisten Blitze gibt es im Bezirk Weiz (Steiermark). Dort schlugen im Zeitraum von 2010 bis 2016 durschnittlich 3,03 Blitze/km² ein. In Villach-Stadt sind es dagegen im selben Zeitraum nur 1,57/km², in Villach-Land immerhin 1,75/km². Nur 0,72/km² gibt es im Bezirk Feldkirch (Vorarlberg) – letzter Platz!

Deutlich weniger Verletzte und Tote durch Blitzschlag als früher

Die Zahl der Toten durch Blitzschlag ist in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, sagt Gerhard Diendorfer, Leiter des Österreichischen Blitzortungssystems ALDIS: „In den 1960er-Jahren starben pro Jahr noch 20 bis 40 Menschen in Österreich durch Blitzschlag. Mittlerweile ist diese Zahl auf zwei bis drei Blitztote pro Jahr gesunken. Die meisten Verletzten und Toten gab es früher am freien Feld bei den in der Landwirtschaft beschäftigten Personen. In diesem Bereich sind heute nicht mehr so viele Menschen im Freien tätig beziehungsweise durch Traktoren und andere Fahrzeuge mit Metalldach besser geschützt. Ein wichtiger Faktor ist aber auch, dass die Wettervorhersagen und -warnungen mittlerweile sehr gut geworden sind und die Bevölkerung auch viel besser über das richtige Verhalten bei Gewittern informiert ist.“

So sieht das Unwetter von oben aus - © foto-webcam.eu

Die 30/30-Regel: Schutz gegen Blitze aus „heiterem Himmel“

Schon bei den allerersten Gewitteranzeichen sollte man einen sicheren Ort aufsuchen. Denn Blitzeinschläge sind auch in einiger Entfernung vom Gewitterzentrum möglich, da sich auch hier schon Atmosphäre und Umgebung elektrisch aufladen.

„Die meisten Unfälle ereignen sich am Anfang und am Ende der Gewitter, wenn man glaubt ´das geht schon noch´ oder ´ist eh schon vorbei´, weil es zum Beispiel noch nicht oder nicht mehr regnet“, sagt ALDIS-Experte Gerhard Diendorfer. „Eine grobe Faustregel ist die 30/30-Regel: Wenn zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden liegen, ist das Gewitter nur noch zehn Kilometer entfernt, und man sollte schnell Schutz suchen und diesen sicheren Ort erst 30 Minuten nach dem letzten Blitz wieder verlassen.“

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