Zum Thema:

08.12.2017 - 12:12Drei Einsatztaucher retten Schwan20.11.2017 - 17:14Christbaumtauchen am Ossiacher See19.10.2017 - 07:3060 Jahre Wasserrettung in Kärnten13.10.2017 - 14:24Es gibt neue „Fließwasserretter“ für Kärnten
Aktuell - Villach
Hintergrund
© Privat

Mädchen von Fluten überrascht:

Gefahr bei Kraftwerken und Wehranlagen

Weißen Steine – Gestern berichteten wir über eine auf einem Felsen gefangen Person im Bereich der "Weißen Steine" an der Gail. Dank der schnellen Reaktion von Wasserrettung und der Notrufzentrale konnte schlimmeres verhindert werden. Doch die Gefahr bei Kraftwerken und Wehranlagen ist nicht jedem bewusst.

Artikel zum Thema:

Person auf Felsen gefangen

Der Bereich der „Weißen Steine“ (Gail Höhe Neuhaus) wird von vielen gerne als eine Art Naherholungsgebiet genutzt. Der Fluss wird aufgestaut und über einen Mühlbach umgeleitet. Das Flussbett ist daher meist trocken. Dass man jedoch binnen kurzer Zeit in große Gefahr geraten kann, vermuten wohl die wenigsten.

 

Mädchen von Fluten überrascht

Genau das ist jedoch vorgestern Abend einem Mädchen (17) passiert. Sie wurde bei einem Spaziergang plötzlich von einer Flutwelle überrascht. Kurz davor öffneten sich die Schleusen, die sich wenige hundert Meter oberhalb befinden. Das Wasser schoss mit hoher Geschwindigkeit und zahlreichem Treibgut flussabwärts. Der Wasserstand stieg rasant bis auf Brusthöhe an. Die Schülerin konnte sich gerade noch auf einen Felsen retten und verständigte ihre Eltern. Der Vater eilte sofort zur Unglücksstelle und verständigte sogleich über Notruf 144 Rettung und Wasserrettung.

30 Einsatzkräfte der Wasserrettung am Weg zum Einsatzort

In welcher hilflosen Situation man sich hier als Elternteil befindet, kann sich wohl jeder vorstellen. Ohne entsprechende (Schutz-) Ausrüstung in dieses reißende Gewässer zu springen bedeutet Lebensgefahr für den Retter. Zu dieser Zeit waren bereits rund 30 Einsatzkräfte der Wasserrettung (Faaker See, Villach und Sattendorf) am Weg zum Einsatzort. Unter ihnen viele Fließ- und Wildwasserretter, die speziell für solche Personenrettungen im fließenden Gewässer ausgebildet sind. Die Rettungskräfte haben neben der persönlichen Schutzausrüstung auch das entsprechende Equipment für eine solche Rettungsaktion.

Glücklicherweise schlossen sich die Schleusen, sodass der Wasserspiegel schnell sank und die Polizei die Schülerin gemeinsam mit ihrem Vater retten konnte. Ein Eingreifen der Wasserrettung war nicht mehr erforderlich.

Gefahr in der Nähe von Kraftwerken und Wehranlagen

Vor allem in der Nähe von Kraftwerken und Wehranlagen ist größte Vorsicht geboten! Direkt am Kraftwerk ist der Sog mitunter die größte Gefahr – baden ist hier lebensgefährlich. Vor allem nach kräftigen Regenfällen muss jederzeit mit dem Öffnen der Schleusen gerechnet werden. Wie schnell das Wasser steigt, zeigte sich am Beispiel des auf den Felsen gefangenen Mädchen. In der Nähe von Anlagen dieser Art ist der Wasserstand jederzeit im Auge zu behalten. Sollte plötzlich Wasser aus einem Staubereich abgelassen werden, ist das Flussbett sofort zu verlassen. Wenn man nur mehr einen erhobenen Bereich im Flussbett erreicht hat, sollte man dort verharren und auf sich aufmerksam machen. Auf keinen Fall riskante Selbstversuche wagen.

Gerät man doch ins Wasser:

  • Ruhe bewahren
  • in Rückenlage begeben (passives Schwimmen)
  • in ruhigeren Bereichen versuchen das Ufer zu erreichen

Beobachtet man jemanden in Gefahr, umgehend die Einsatzkräfte unter NOTRUF 130 oder 144 verständigen.
Wichtig ist hierbei auch die genaue Ortsangabe, damit die Rettungskräfte rasch zufahren können.

 

Sicherheitshinweise - © ÖWR

Schlagwörter:
Kommentare laden

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen