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Leute - Villach & Klagenfurt
"Kümmert euch nicht um eine bereits geschlagene Wahl, sondern löst Probleme der Zukunft.", entgegnet der Mister Kärnten Parsa Djawadiraad der Kritik der FJK. © Thomas Hude

"Schwierig ist es schon...":

Exklusiv: Jetzt spricht Mister Kärnten

Villach-Klagenfurt – Wie 5min.at gestern berichtete, geriet der frischgebackene Mister Kärnten Parsa Djawadiraad ins Visier der Jungen FPÖ Kärnten. "Ich frage mich, inwiefern er mit seinem Aussehen und seiner iranischen Herkunft unser Heimatland Kärnten bzw. Österreich repräsentiert“, meinte Natascha Kumertz, Vorstandsmitglied der Freiheitlichen Jugend Kärnten in einer Presseaussendung.

Die Kleine Zeitung führte im Vorfeld ein Online-Voting durch. Hier kristallisierte sich ein Villacher Favorit heraus. Der hätte, wenn es nach der FJK geht, eigentlich gewinnen sollen. Bei der Jury-Wahl in der Fabrik in Saag wurde es dann doch Parsa Djawadiraad. Auf Facebook schaukelte sich die Diskussion nach verschiedenen Medienberichten schnell hoch. Einerseits wünschen sich viele einen „waschechten Kärntner“, andererseits meinen auch einige, dass es Parsa verdient hat, zu gewinnen. Viele User attackierten den schönsten Mann Kärntens und den Veranstalter auch unter der Gürtellinie. Wie fühlt man sich, wenn man einen Tag nach der Wahl in die Schusslinie der Politik und zum Diskussionsthema vieler Social Media User wird? Wir fragten bei Parsa Djawadiraad nach.

Grundsätzlich, wie fühlt man sich als gewählter schönster Mann Kärntens?

Parsa: Ich bin glücklich, dass ich den Titel tragen darf. Ich liebe Kärnten, es ist für mich das schönste Bundesland Österreichs und es ist eine große Ehre den Titel „Mister Kärnten 2017“ ein Jahr lang tragen zu dürfen. Es war sehr kapp, aber ich weiß, ich habe es mir wirklich verdient. Das zeigten auch die Camp-Challenges im Vorfeld.

Die Reaktionen vor allem Online sind sehr unterschiedlich – teilweise auch sehr persönlich. Was sagst du zu der ganzen Diskussion?

Parsa: Ich finde die Reaktionen nicht fair. Bis auf uns 5 Kärntner interessierte sich niemand für eine Teilnahme. Jetzt plötzlich die Diskussion. Ich bin nun das Problem, dabei hätte die Junge FPÖ jederzeit ebenfalls Kandidaten aufstellen können.

Kannst du nachvollziehen, warum sich so mancher einen anderen Gewinner gewünscht hätte?

Parsa: Ja natürlich – in gewisser Weise kann ich das verstehen, dass es einigen ein Dorn im Auge ist. Das Online-Voting der Kleinen Zeitung, wo ja ein anderer Gewinner hervorging, hat jedoch mit der Mister Austria Corporation selbst nichts zu tun. Das war ein eigenständiges Voting, dass nicht in die eigentliche Wahl miteinfließt.

Wie fühlt man sich, wenn man plötzlich wegen seiner Herkunft so ins Schussfeld gerät?

Parsa: Ich weiß, dass das Thema überall im Radio, Online oder in Zeitungen war. Aber ganz ehrlich? Ich lese mir die Kommentare auf Facebook usw. nicht durch. Ich habe besseres zu tun, als mir irgendwelche Kritiker anzuhören. Immerhin bin ich nun für ein Jahr in diesem Amt. Ich möchte nur eines sagen, schwierig ist es schon. Denn stellt euch, bevor ihr online etwas schnell schreibt, vor, es würde auf einen euch geliebten Menschen plötzlich so losgegangen werden, ohne dass er sich wehren kann.

Gibt es irgendwas, das du noch gerne los werden möchtest?

Parsa: Es gibt auch andere Mister aus den anderen Bundesländern,  die aus anderen Ländern stammen, einer ist zum Beispiel aus Bosnien. Nur bei mir ist es plötzlich so eine Diskussion. Ich bin froh, dass die anderen Teilnehmer hinter mir stehen – sie zeigten sich über das alles sehr fassungslos. Der FJK möchte ich folgendes sagen: Kümmert euch nicht um eine bereits geschlagene Wahl, sondern löst Probleme der Zukunft. Stellt einen guten Kandidaten für 2018 auf.

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