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Wirtschaft - Villach
Plötzlich war hier die Straße abgesperrt - aber warum? © 5min.at

5 Minuten Villach fragte nach:

„Was sollen die neuen Poller hier eigentlich?“

Gerbergasse/ Draulände – Wurden hier einfach Poller hingestellt, um weitere Parkplätze wegzunehmen? Neue Absperrungen verärgern Anrainer im Bereich der Villacher Draulände – Gerbergasse. Eine Zone, in der vorher fünf Kurzparkplätze zu finden waren, wurde letzte Woche Donnerstag offiziell mit Pollern abgeriegelt. Einige Anrainer beschweren sich über „immer weniger Parkplätze“ und „keinerlei Alternativen“ ihr Auto abzustellen. Wir fragten beim zuständigen Referenten Stadtrat Harald Sobe nach, was es mit den Pollern auf sich hat: „Dies sei erst der Anfang, denn man habe im Bereich der Draulände noch einiges vor!“

Beim Villacher Gernot Groinig kommt Unmut auf, wenn er mit seinem Fahrzeug vor den neu errichteten Absperrungen im Bereich der Draulände – Gerbergasse steht: „Die Absperrungen wurden letzte Woche, ohne Ankündigung, errichtet. Dies in einer Zone in der Innenstadt wo es an manchen Tagen schwer ist, einen Parkplatz zu finden“, ärgert sich der 38-jährige Diplomkrankenpfleger. „Es sind schon viele Parkplätze in der Kurzparkzone verloren gegangen. Ich bin Besitzer eines Parkpickerls und die Suche nach freien Abstellplätzen wird immer schwieriger. Wenn schon Flächen abgesperrt werden, dann sollte es auch entsprechende Alternativen geben. Warum und wieso hier überhaupt abgesperrt wurde, ist für mich unverständlich“. Er wandte sich an 5 Minuten Villach, wir fragten bei der Stadt Villach nach und schauten uns die Situation vor Ort an.

„Wir wollen eine Entwicklung dieser Zone!“

Warum die Poller im Boden verankert wurden, erklärt Villachs Stadtrat Harald Sobe, der für den Bereich Verkehrsplanung verantwortlich ist. „Mit den Anrainern und den Mietern in dieser Zone gab es eine Besprechung, bevor die Maßnahme gesetzt wurde“, entgegnet Sobe. „Das Längsparken dort war sehr gefährlich. Man musste schon ein besonders guter Autofahrer sein, um hier unfallfrei wieder herauszukommen.“ Der Grund für die neuen Poller ist aber ein anderer: „Es gibt Geschäfte, die sich nach hinten Richtung Drau öffnen möchten. Wir wollen nun in einem ersten Schritt versuchen, eine stückweise Entwicklung in dieser Zone zu forcieren. Die Idee kam von den Geschäftsleuten und ich habe mich mit den Hausbesitzern daraufhin persönlich unterhalten. Diese waren dann einstimmig dafür. Es ist ein Versuch, auf dieser Seite eine Gestaltung zustande zu bringen und eine Entwicklung zuzulassen.“ Wenn die Entwicklung nicht funktioniert, sollen laut Sobe die Poller nach einer gewissen Zeit wieder entfernt werden.

Bei der Draulände wird sich viel verändern!

Für Sobe ist dies aber erst der Anfang von einem anscheinend größeren Konzept für die Draulände: „Dieser Bereich sollte weiter entwickelt werden. Die Telefonzelle, die immer wieder von Vandalenakten heimgesucht wurde, soll entfernt werden. Die Abschrägung von der Brücke hinunter zur Draulände soll ebenso verändert werden. Weiters ist geplant,  den Trafo, der sich aktuell in der Nähe des Würstelstandes bei der Brücke befindet, abzureißen und zu versetzen. Optisch wird sich hier also einiges ändern. Vom Thalia bis hin zum bisherigen Trafo wird ebenso neu gepflastert werden und wir gehen in diesem Bereich in Richtung einer Begegnungszone. Dies wird Teil einer Drauentwicklung sein und ein kleiner Anfang“, meint Sobe. Der Stadtrat will die Draulände entwicken und dann „von der Draubrücke bis zur Widmanngasse die Begegungszone ausweiten. Damit wird dann aber auch das Thema Parken in diesem Bereich ein anderes sein.“ Sobe möchte mit diesem Maßnahmenpaket die gesamte Zone aufwerten. „Wer vom Bahnhof kommt, soll mit Blick in die Innenstadt nicht links und rechts nur Blech und Autos wahrnehmen“.

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