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Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe

Neuer Primarius am LKH Villach

Villach – Prof. Dr. med. univ. Peter Schwärzler (54) ist seit 1. August 2017 neuer Primarius der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Villach. Er folgt Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Keckstein, der die Pension antrat.

„Ich übernehme eine sehr gute und weit über die Grenzen Kärntens und Österreichs bekannte Abteilung. Ich freue mich auf die Herausforderungen der Zukunft, in der ich weitere medizinische Schwerpunkte der Gynäkologie und Geburtshilfe in Villach etablieren will“, sagt Prim. Prof. Dr. Peter Schwärzler, der zuletzt als Chefarzt der Frauenklinik an der Asklepios-Klinik Barmbek in Hamburg und als Honorarprofessor der Semmelweis Universität Budapest, II. Medizinische Fakultät Campus Hamburg, tätig war. In Deutschland wurde Schwärzler zuletzt von „FOCUS“ als „Top-Mediziner 2017“ gelistet.

Rasante Entwicklung in der Gynäkologie

„In der Gynäkologie ist die Entwicklung durch eine rasante Weiterentwicklung vor allem in der minimal invasiven Chirurgie gekennzeichnet. In diesem Bereich hat mein Vorgänger, Univ.-Prof. Dr. Jörg Keckstein, schon in den letzten Jahrzehnten die Entwicklung, auch international, maßgeblich mitgestaltet“, berichtet Schwärzler. Und ergänzt: „Die Zeichen stehen hier auf Super-Spezialisierung und der Trend geht hin zu individualisierten und maßgeschneiderten Therapiekonzepten. Diese Entwicklung will ich durch die Einführung von neuen ultraschallgesteuerten superselektiven therapeutischer Interventionen an vorderster Front weiter fortführen.“

Hausgeburt im Krankenhaus

Dem gebürtigen Vorarlberger, der seine Ausbildung in Bregenz, Innsbruck und London absolvierte und an der Universitätsklinik Innsbruck in Fetalmedizin habilitiert ist, liegt aber besonders die Förderung der natürlichen Geburt am Herzen: Die meisten Paare wünschen sich, dass die Geburt ihres Kindes weitestgehend normal verläuft. Dieser Gedanke ist auch Kern der traditionellen Hausgeburt, mit der Vorstellung, dass Schwangerschaft und Niederkunft keine Krankheiten sind und daher von der Medizin ungestört ablaufen sollen. Andererseits möchten die werdenden Eltern umfassende medizinische Sicherheit, denn der medizinische Fortschritt und ein zunehmendes Überwachungs- und Sicherheitsbedürfnis zeigen zweifellos Erfolge. Sie verzerren aber den „natürlichen“ Ablauf einer Geburt. „Hier will ich mit meinem Team gerne ansetzen“, so Schwärzler.

„Unser Konzept ist es, die Vorteile beider „Ideologien“ zu kombinieren, indem man im Klinikbereich einen geburtsautonomen Bereich schafft, welcher auf der einen Seite eine hebammenzentrierte, (medizinisch) ungestörte Geburtsbegleitung erlaubt und auf der anderen Seite durch die räumliche und logistische Nähe zu modernen medizinischen Methoden und „Know-how“ im Bedarfsfall den höchsten Sicherheitsstandard bietet. Ideal kombinierbar mit diesem autonomen Bereich ist die Integration der niedergelassenen Hebammen in dieses System, sowie die Forcierung und der Ausbau der ambulanten Geburt im Sinne einer zunehmend tageschirurgischen Orientierung der modernen Medizin.“

Sport als Ausgleich

Als Ausgleich zu seiner beruflichen Tätigkeit sucht Schwärzler Zeit in der Natur. Ausflüge mit dem Mountainbike, Tennis und Skifahren zählen zu seinen Hobbys.

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