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Wirtschaft - Klagenfurt
Peter Wedenig (AMS), Martina Schrötter (WiRo Motorradtechnik), LHStv.in Gaby Schaunig, Robert Wilhelmer (WiRo Motorradtechnik). © Büro LHStv.in Schaunig

Gesamtbudget 500.000 Euro

Vom Einzelkämpfer zum Arbeitgeber

Klagenfurt – Viele Ein-Personen-Unternehmen wachsen gerade in der Startphase schnell, personelle Unterstützung wäre erwünscht, aber vor den Kosten, die damit verbunden sind, schrecken JungunternehmerInnen oft zurück. Genau an diesem Punkt greift eine neue Förderschiene von Land und Arbeitsmarktservice Kärnten. Profitiert hat davon auch ein Klagenfurter.

Förderung führt zu neuen Arbeitsplätzen

Einer der Unternehmer, der heuer diese Förderung in Anspruch genommen hat, ist Robert Wilhelmer mit seinem Betrieb WiRo Motorradtechnik in Klagenfurt. „Ich habe den Betrieb alleine aufgebaut und bin dabei wirklich an meine Grenzen gegangen – sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Ich wollte aber erst jemanden aufnehmen, wenn ich wirklich sicher bin, dass es läuft und dass ich es mir leisten kann. Die Förderung war dabei eine wichtige Hilfe und hat mit diesen Schritt erleichtert“, sagte Wilhelmer.

Seit kurzem beschäftigt er die Bürokauffrau Martina Schrötter, die den Front- und Back-Office-Bereich abdeckt. „Dadurch kann ich mich voll aufs Schrauben konzentrieren und mich darauf verlassen, dass der administrative Teil perfekt erledigt wird“, so Wilhelmer.

Bis zu 25 Prozent Zuschuss sind möglich

„UnternehmensgründerInnen beweisen viel Mut und hohen Einsatz. Vom Einzelkämpfer zum Arbeitgeber ist es dann aber noch einmal ein großer Schritt, bei dem wir Hilfe leisten möchten“, sagte Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Daher wurde innerhalb des Territorialen Beschäftigungspakts die Förderschiene „EPU+1“ ins Leben gerufen. „Unternehmer können für ihren ersten Angestellten vom AMS einen Zuschuss von bis zu 25 Prozent der Jahres-Bruttolohnkosten beantragen, dazu kommt heuer erstmals eine zusätzliche Anschlussförderung von bis zu 5000 Euro vom Land“, erläuterte Peter Wedenig, stv. Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten.

Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Ausgelegt ist EPU+1 auf 45 bis 50 Fälle im Jahr, das Gesamtbudget wird sich heuer auf rund eine halbe Million Euro belaufen, die Abwicklung erfolgt über das AMS. „Dieses Programm wirkt in zwei Richtungen: auf der einen Seite unterstützen wir damit Ein-Personen-Unternehmen, auf der anderen Seite arbeitssuchende Menschen“, betonte Schaunig. Rund 18.500 Ein-Personen-Unternehmen gibt es in Kärnten, das sind 55 Prozent aller Unternehmen.

Unterstützung für Gründer

Auch bei der Gründung von Unternehmen gibt es Unterstützung durch das AMS Kärnten – dies kann von einer Gründungsberatung über die notwendige Weiterqualifizierung bis hin zu einer finanziellen Absicherung im Vorfeld der Gründung gehen. 2016 wurden in Kärnten 509 arbeitslos gemeldete Personen in das Unternehmensgründungsprogramm (UGP) aufgenommen.

„Davon haben 447 Personen tatsächlich ein Unternehmen gegründet, dies entspricht einer Gründungsquote von 88 Prozent“, berichtete Wedenig. Die meisten UGP-Gründungen erfolgten im Bereich private Dienstleistungen (ca. 31 Prozent), gefolgt von Gewerbe & Handwerk (ca. 18 Prozent) und Handel (ca. 13 Prozent). Der Frauenanteil unter den Neugründungen lag bei rund 40 Prozent. In Summe wurden im Rahmen der 447 Unternehmensgründungen 523 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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