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Politik - Klagenfurt
LH Kaiser und Bildungswerk-Präsident Johannes Hahn mit Vertreterinnen des Bildungswerkes © LPD/Bauer

Gratulation und Dank

Kärntner Bildungswerk feierte 70. Geburtstag

Klagenfurt – Das Kärntner Bildungswerk (KBW) feierte am Freitagabend sein siebzigjähriges Jubiläum.

Diese als Verein und Landesverband konstituierte gemeinnützige Einrichtung der allgemeinen Erwachsenenbildung, auch im Ring Österreichischer Bildungswerke verankert, sieht es als seine Aufgabe an, Menschen Impulse zu geben, sich auf anregende und kreative Weise mit relevanten Fragen und Problemen ihres Daseins zu beschäftigen, mit der Perspektive, bessere Handlungsfähigkeiten zu erreichen. Das Bildungswerk war und will weiter „Partner für Bildung und Kultur“ sein.

Das KBW hat ca. 620 Mitgliedsvereine – in erster Linie Dorf-, Kultur- und Singgemeinschaften, Musikkapellen, Brauchtums-, Trachten-, Tanz- und Laienspielgruppen, Literaturkreise sowie Museen – damit sind mehr als 30.000 Personen eingebunden.

Zahlreiche Ehrengäste

An der Feier zum 70-Jahr-Jubiläum am Freitagabend nahmen auch EU-Kommissar und Präsident des Rings Österreichischer Bildungswerke, Johannes Hahn, Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Kulturreferent LR Christian Benger teil. Weitere Ehrengäste waren LAbg. Barbara Lesjak (für LR Rolf Holub), Bgm. Maximilian Linder (für LR Gernot Darmann), LAbg. Andreas Schwerwitzl, LAbg. Herbert Gaggl sowie zahlreiche Bürgermeister aus ganz Kärnten. Neben Mitgliedern und Funktionären aus ganz Kärnten (unter ihnen auch Ehrenobmann Ludwig Schöffmann) waren Bildungswerk-Vertreter aus Oberösterreich und der Steiermark gekommen.

Sie alle gratulierten dem KBW, allen Vereinen und Mitgliedern sowie Landesobmann Peter Fercher und Geschäftsführer Michael Aichholzer. Im Mittelpunkt der Feier standen die Bedeutung des Ehrenamtes und die Würdigung und der Dank an die zahlreichen und überaus vielfältig ehrenamtlich engagierten Menschen im Bildungswerk.

70-Jahr-Feier Kärntner Bildungswerk - © LPD/Bauer

Besonders wichtig ist die Jugend

Der Landeshauptmann sagte, dass er das KBW besonders schätze und dass es heute gelte, einen umfassenden Bildungsbegriff zu leben. Das KBW decke sehr vieles ab, es werde auch auf die Herzensbildung nicht vergessen. Viele ermutigende Zeichen würden gesetzt, etwa durch soziale Initiativen. Besonders wichtig sei es heute, sich um die Jugend zu kümmern, denn vielfach sei bedauerlicherweise auch eine gewisse Vereinsamung festzustellen. Sein Wunsch an das KBW laute, „miteinander gemeinsam gegenwärtig die Zukunft schaffen“, so Kaiser.

Landesrat Christian Benger sagte, dass jeder fünfte Kärntner ehrenamtlich tätig sei. Das KBW sorge auch dafür, dass sich Menschen in ganz Kärnten ehrenamtlich engagieren, für Heimat und Identität einstehen und damit den Zusammenhalt unserer Gesellschaft garantieren würden. Er appellierte an alle, sich weiterhin um Brauchtum und Tradition zu kümmern. Es sei wichtig, Werte weiterzugeben, viele Menschen würden Orientierung suchen.

Botschafter der Volkskultur

Drei Persönlichkeiten hob Benger hervor, er erklärte sie zu „Botschaftern der Volkskultur“: es sind dies Irmgard Dreier, Alois Spitzer und die besonders geehrte 94 jährigen Gerlinde Unterherzog. Sie hatte in ihrer aktiven Zeit sehr viele Trachtengruppen aufgebaut und sei mit ihrer Leistungsbereitschaft ein Vorbild für alle.

EU-Kommissar und Ring-Präsident Johannes Hahn sprach von einem inspirierenden Geburtstagsfest, weil es sich mit Zukunft beschäftige. Kärntens Vielfalt des Geistes-, Kultur- und Gesellschaftslebens sei beeindruckend, nun gehe es darum, das Errungene zu sichern und an die Jugend weiterzugeben. Dies funktioniere nur mit einer vitalen Zivilgesellschaft, mit ehrenamtlich tätigen Menschen, die sich einbringen, die auch die Verpflichtung wahrnehmen, anderen zu helfen. Auch die Demokratie sei nicht selbstverständlich, daher sei es wichtig, sich einzubringen und mitzugestalten.

Pflege der Volkskultur

KBW-Landesobmann Peter Fercher skizzierte die Entwicklung des KBW mit den unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen, von den Angeboten der Kultur- und Dorfgemeinschaften über die Wissensvermittlung durch Bildungswochen, Dorferneuerung, Ortsentwicklung, bis hin zu Umweltschutz, Kooperationen und verstärkt sozialen und kulturellen Initiativen, etwa Spendenaktionen durch einzelne Vereine, Reparatur-Cafes, Unterstützung von Flüchtlingen usw. Einen weiteren Schwerpunkt gab es mit dem Aufbau der Chorakademie. Neben der Pflege der Volkskultur gehe es nun verstärkt um die Mitgestaltung des Gemeinwesens vor Ort und um örtliche Bildungswerke (Beispiel Magdalensberg).

Weiters sollte das Experten-Wissen etwa auch von Menschen im Ruhestand verstärkt genutzt werden, sagte Fercher. Er dankte den Gemeinden und dem Land als wichtige Partner. Die Feier wurde von der Gruppe Vocs´it gesanglich und musikalisch umrahmt. Durch das mit einigen Filmeinspielungen bereicherte Programm führte mit viel Einfühlungsvermögen Monika Novak-Sabotnik.

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