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Zehn Monate bedingte Haft

Bedingte Haft nach NS-Parolen

Klagenfurt – Es waren keine schönen Szenen in einem Klagenfurter Café an einem Herbstabend im vergangenen Jahr. Ein 58-Jähriger betrat das Lokal, beschimpfte die Wirtin wüst, hob die Hand zum Hitlergruß, gab NS-Parolen von sich und bedrohte sie schließlich mit dem Umbringen. Dafür musste er sich gestern vor dem Klagenfurter Landesgericht wegen Wiederbetätigung und gefährlicher Drohung verantworten.

 1 Minuten Lesezeit (217 Wörter) | Änderung am 27.09.2017 - 08:09

„Scheiß-Ausländer“, „Scheiß-Tschusch“, „du bist eine von unten, du gehörst weg, ich bring dich um“, „Ich komme zurück und mach alles platt“ soll er laut eines ORF-Berichts zur Wirtin mit kroatischen Wurzeln gesagt haben. Zwischendurch rief er „Heil Hitler“ und „Sieg Heil“, hob die Hand zum Hitlergruß und deutete mit der Hand einen Schnitt durch die Kehle an. Zudem wurde dem 58-Jährigen vorgeworfen, die Eingangstüre des Cafés eingeschlagen zu haben.

Hitlergruß nur eine „Parodie“?

Zu den Beschimpfungen bekannte sich der Angeklagte schuldig. Die Türe wollte er aber nicht beschädigt haben, auch den Vorwurf der Wiederbetätigung wies er von sich. Den Hitlergruß und den Ruf „Heil Hitler“ wollte er gestern vor Gericht als Parodie verstanden haben. Die Richterin zeigte Unverständnis für diese Aussage. Auch die Wirtin sah darin keine Parodie, sondern „reinen Hass“. Sie hatte an diesem Abend solche Angst, dass sie sich von einem Gast nach Hause begleiten ließ, berichtet der ORF. Der Mann hatte bereits vor den Vorfällen im Herbst des vergangenen Jahres Lokalverbot wegen seines aggressiven Verhaltens. Er selbst würde sich politisch „mitte-rechts“ einordnen.

Das Urteil lautete schließlich zehn Monate bedingte Haft und eine Geldstrafe von 1.200 Euro wegen gefährlicher Drohung und Wiederbetätigung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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