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© ÖRK/Kellner Thomas

Fassungslosigkeit über junges Drogenopfer

Drogen: 16-Jährige stirbt

Kärnten – Am Samstag dem 30. September 2017, wurde gegen 13.30 Uhr eine 16-jährige Schülerin aus dem Bezirk Spittal/Drau von ihrer Großmutter in einem Zimmer des Anwesens der Großmutter im Bezirk Wolfsberg tot aufgefunden.

 1 Minuten Lesezeit (238 Wörter) | Änderung am 03.10.2017 - 23:03

Der hinzugezogene Notarzt konnte nur mehr den Tod feststellen. Erhebungen zu Folge hatte die 16-Jährige in der Nacht gemeinsam mit ihrem Bekannten, einem 23-jährigen Mann aus dem Bezirk Wolfsberg das Haus ihrer Großmutter, wo sie über das Wochenende auf Besuch war, aufgesucht. Bevor sie dort jedoch ankamen, konsumierten beide Heroin.

Obduktion folgte

Der 23-Jährige verblieb bis in die frühen Morgenstunden des 30. September im Zimmer des Mädchens. Als er das Zimmer verließ, soll sie noch gelebt haben. Im Zimmer konnte noch ein Briefchen mit einer geringfügigen Substanz (Vortest Heroin positiv) vorgefunden und sichergestellt werden. Am Montag, dem 3. Oktober 2017 wurde durch die Gerichtsmedizin Graz die Obduktion durchgeführt. Äußere Verletzungsmerkmale wurden am Körper nicht festgestellt.

Todesursache

„Als Todesursache wurde eine ausgeprägte Hirnschwellung mit einhergehendem Lungenödem auf Grund einer Intoxikation von Suchtgiften festgestellt.“ Bei dem im Substitutionsprogramm befindlichen Wolfsberger wurden im Zuge einer freiwillig gestatteten Wohnungsdurchsuchung, geringfügige Mengen verschiedenster illegaler Drogen (Heroin, Amphetamin, Kokain und noch nicht verifizierte Substanzen) vorgefunden und sichergestellt.

Situation in Villach & Klagenfurt

Auch in Villach ist die Problematik groß: In der Drogenambulanz „Roots“ in Villach stößt man an die Grenzen. 500 Patienten sind mittlerweile in Behandlung.

Auch die Drogenambulanz in Klagenfurt muss umziehen. Bis zu 700 Patienten können ab Herbst im ehemaligen Krone-Gebäude in St. Peter betreut werden. Ein eineinhalbjähriger Aufnahmestopp für Suchtkranke sorgte in der Vergangenheit für viel Kritik.

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