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Kulturpreisverleihung 2017: Von links Laudatorin Mag.a Christine Wetzlinger-Grundnig, Bürgermeister Günther Albel, Kulturpreisträgerin Lisa Huber und Vizebürgermeisterin Mag.a Gerda Sandriesser. © Stadt Villach / Karin Wernig

Kulturpreis 2017:

Lisa Huber wird ausgezeichnet!

Villach – Als Hommage und Wertschätzung für ihr Wirken wurde die vielseitige Künstlerin, Lisa Huber, gestern Abend von ihrer Heimatstadt mit dem Kulturpreis 2017 ausgezeichnet.

Kulturpreis wird seit über 30 Jahren verliehen

Seit über 30 Jahren wird in der Stadt Villach jährlich der Kulturpreis an Persönlichkeiten, die sich durch besondere schöpferische Leistungen auf kulturellem Gebiet verdient gemacht haben und die mit der Stadt Villach verbunden sind, verliehen. Den mit 5000 Euro dotierten Kulturpreis 2017 erhielt gestern Abend die bildende Künstlerin Lisa Huber.

Berührende Worte von Bürgermeister Albel

„Lisa Huber trägt Villach im Herzen. Sie hat eine starke Bindung zu unserer Stadt“, sagte Bürgermeister Günther Albel anlässlich der Preisverleihung. Er betonte weiter, dass die Künstlerin sehr feinfühlig sei und ihre Inhalte auf eine besonders ästhetische Art und Weise zum Ausdruck bringe. „Ich möchte mich bei Lisa Huber für ihren unermüdlichen Einsatz für die bildende Kunst bedanken. Danke auch, dass sie das Haus der Künstlerischen Begegnung in St. Martin belebt und ich freue mich, dass sie als Kulturbotschafterin für Villach tätig ist und dazu beiträgt, dass Villach über die Grenzen hinaus als weltoffene Stadt wahrgenommen wird.“ Letztendlich sei der Kulturpreis der Stadt Villach eine Hommage und Wertschätzung für ihr Wirken, so Bürgermeister Albel abschließend.

Museumsdirektorin Wetzlinger-Grundnig dankt der Künstlerin

„Kunst ist ein Geschenk an die Menschen. Was wäre die Gesellschaft ohne sie. Ich danke Lisa Huber für das Geschenk, das sie uns allen macht“, mit diesen Worten begann die Laudatio von Mag.a Christine Wetzlinger-Grundnig, Direktorin Museum Modernder Kunst Kärnten. „Lisa Huber hat in den vergangenen drei Jahrzehnten ein umfangreiches, heterogenes Œuvre entwickelt, das grundlegend auf dem Material Papier beruht und in dem sie sich schwerpunktmäßig mit unterschiedlichen Schneide- und grafischen Techniken, zentral mit jener des Holzschnittes, auseinandersetzt. Dazu kommen Arbeiten für den öffentlichen Raum in Glas und Textil – Kirchenfenster, Stelen und Fastentücher – sowie Metallskulpturen.“ Inhaltlich widme sich Lisa Huber den Schriften des Alten und Neuen Testamentes und mittelalterlicher Dichtung.

Die Künstlerin fühlt sich geehrt

 

Lisa Huber lebt und arbeitet in Berlin, Wien und Villach. „Meine erste Ausstellung hatte ich in Villach“, erinnerte sich die Kulturpreisträgerin 2017 in ihren Dankesworten. „Dieser Preis ist eine große Ehre. Ich freue mich, dass meine Arbeit in meiner Heimat so gewürdigt wird. Heute Abend sind viele Menschen dabei, die mich fördern und unterstützen, dieser Preis ist auch für sie, ich danke euch. Wenn ich nochmal geboren werde, dann würde ich wieder Künstlerin werden wollen.“

Werdegang der Künstlerin

Die 1959 geborene Künstlerin wuchs auf einem Bauernhof in Afritz auf, besuchte eine landwirtschaftliche Fachschule in Eberndorf, erlernte das Handwerk der Möbelrestauration und hat von 1978 bis 1980 Malerei an der Kunstgewerbeschule und im Anschluss Bildhauerei bei Josef Pillhofer in Graz studiert. 1981 übersiedelte sie nach Wien, um an der Hochschule für Angewandte Kunst Malerei
zu studieren. 1990 führte sie das DAAD-Stipendium (Deutscher Akademischer Austauschdienst) nach Berlin, wo die Kärntnerin u.a. bei Georg Baselitz an der Hochschule für Künste von 1992 bis 1993 ein Gaststudium belegte. Der wichtige Bauholding-Kunstpreis (Sonderpreis) wurde Lisa Huber 1996 verliehen, sowie der Erwin-Ringel- Preis, Kunstpreis des Landes Kärnten und der Grafikpreis des
Landes Tirols im Jahr 1999. 1997 war die Künstlerin für sechs Monate an der Cité des Arts in Paris. 2002 folgte eine Reise nach Libyen, 2007 nach Indien. Seit 2009 arbeitet die Künstlerin u.a. in ihrem Atelier im Haus der künstlerischen Begegnung in Villach, St. Martin.

Ausstellungen (Auswahl der vergangenen Jahre):
2017 Romanische Klosterkirche Bursfelde (D), „Fastentuch“
2016 Kunstmuseum Admont (A), „Zum Fressen Gern“
2015 STRABAG Artlounge Spezial Wien (A): Lisa Huber/ „Eins vom
Anderen“
2014 Living Studio der Stadtgalerie Klagenfurt (A), „The Tiger Rag“
2013 Stadtpfarrkirche Gmünd (A), „Fastentuch“
2012 Lentos Kunstmuseum Linz (A), „Der nackte Mann“
2011 Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt (A), „Cut Scherenschnitte.
20 Positionen“
2010 Städtisches Museum Heilbronn (D), „Papierschnitte“
2010 Fondazione Christiane Kriester, Vendone (I)
2009 Museum Bellerive Zürich (CH) „Kontur pur“
2008 Künstlerhaus Wien (A)
2007 Schloß Greding, Nürnberg (D)
2005 Art-Center Berlin Friedrichstraße (D)

 

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