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Aktuell - Klagenfurt
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Im April zu 14 Monaten Haft verurteilt

Tödliche Disco-Attacke: 26-Jähriger trat Haft nicht an

Kühnsdorf – Am 23. September entwickelte sich in einer Kühnsdorfer Discothek ein folgenschwerer Streit. Die Folge: Ein 41-jähriger Familienvater starb, nachdem er von einem 26-Jährigen attackiert worden war - wir berichteten. Laut Kleine Zeitung hätte der Gewalttäter dieses Jahr eine Haftstrafe antreten müssten, tauchte aber in Mittelamerika unter.

Die folgenschwere Attacke des 26-Jährigen auf den 41-jährigen Familienvater ereignete sich am 23. September, gegen 01.45 Uhr, vor einer Kühnsdorfer Discothek. Der Täter flüchtete. Im Laufe des Tages wurde er vom EKO Cobra in der Gemeine Moosburg gestellt und festgenommen. Nur zwei Tage später erlag sein Opfer seinen schweren Verletzungen.

26-Jähriger hätte in Haft sein müssen

Der gebürtige Wiener ist der Justiz kein Unbekannter. Drei seiner vier Vorstrafen waren wegen Gewaltdelikten, berichtet die Kleine Zeitung. Im April 2017 sei er wegen schwerer Körperverletzung zu 14 Monaten Haft verurteilt worden, drei davon unbedingt. Hätte er seine Haft zum spätest möglichen Zeitpunkt Ende Juni angetreten, wäre er zum Zeitpunkt der tödlichen Attacke noch in Haft gewesen.

Doch soweit kam es nicht. Nach Kleine Zeitung-Bericht trat er die Haft nicht an, weil er sich vorher nach Mittelamerika absetzte. Von „Untertauchen“ könne keine Rede sein, äußert sich sein Anwalt gegenüber der Zeitung. Der 26-Jährige hätte schlicht nicht gewusst, wann er zur Haft antreten müsse.

Der Verdacht steht im Raum, der Mann könne einer staatsfeindlichen Gruppe angehören.

Gutachten soll Klarheit bringen

Geklärt werden muss nun die genaue Todesursache des 41-Jährigen. Sind die Schläge ursächlich für seinen Tod? Dann stünden bis zu 15 Jahre Haft wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang im Raum. Der 26-Jährige befindet sich derzeit in Haft.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

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