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Leute - Villach & Klagenfurt
Jochen Kohlweiss sieht sich nun als Berater in der Rotlichtbranche und lässt mit Kärntens erstem Bitcoin-Bezahlvorgang in einem Bordell sowie Oben-ohne-Bedienung aufhorchen. © KK

Neue Bezahlform:

Kärnten hat erstes Bitcoin-Bordell

Klagenfurt - Villach – Jochen Kohlweiss ist kein unbeschriebenes Blatt. Zahlreiche Geschichten ranken sich um die ehemalige Rotlichtgröße, die in den besten Zeiten, wie er selbst beschreibt „über 100 Mädchen in 9 Betrieben österreichweit“ geführt hat. Es wurde ruhiger um Kohlweiss, der nun als Konsulent und Berater in einem Klagenfurter Bordell „neue Wege gehen will“. Er ermöglicht seinen Kunden einen Bordellbesuch mittels Bitcoin-Zahlung sowie "Oben-ohne-Bedienung".

„14 Mädchen aus Österreich, Ungarn und Rumänien arbeiten in dem Nachtclub, der seit 2003 im Sperberweg besteht“, erklärt Kohlweiss, der sich offiziell als Berater und Konsulent sieht. „Der Markt hat sich massiv verändert und es wird immer schwieriger. Heutzutage muss man dreimal so viel Laufen, um zumindest die Hälfte des Umsatzes zu erreichen, den wir noch vor Jahren erzielt haben“, zieht der Villacher ein Resümee. „Durch die rigorose Schließungswelle in Villach zum Beispiel hat sich das Geschäft verlagert. Vieles rennt nun über Laufhäuser, die als Diskounter auftreten. Es gibt aber auch Mädchen, die ihre Dienste in Wohnungen anbieten und damit werben. In Villach wird das aber noch stärker kommen. Die Nutzung von verbotenen Plätzen auf der Straße und illegale Wohnungsprostitution wird zunehmen, weil die Stadt alle Bordelle in Villach zudreht“, sieht die ehemalige Rotlicht-Größe ein Veränderung.

Zahlung mittels Kryptowährungen

„Deshalb gehen wir neue Wege. Wie zum Beispiel mit der Zahlung via Bitcoins oder Ethereum. Wir waren immer Vorreiter und haben Trends aufgenommen. Auch diesmal sind wir mit der Bezahlung mittels Kryptowährungen österreichweit die einzigen, die diese anonyme Bezahlweise anbieten“, schildert Kohlweiss. „Ein Schäferstündchen in Bitcoin liegt aktuell bei 0,045 Bitcoin“, rechnet der Rotlicht-Berater um. Was Kohlweiss besonders wichtig ist: „Die anonyme Zahlweise. Was noch in dem Betrieb folgt, ist ein Apparat, bei dem man Bitcoin kaufen und verkaufen kann. Das Ganze funktioniert wie bei einem Bankomat und wird von der CBNK Klagenfurt zur Verfügung gestellt“.

„Branche wie jede andere“

Sieben „Vergnügungszimmer“, Show-Programm mit Gogo und Striptease sowie Duschshows bietet das La Cocotte in Klagenfurt täglich von 17 bis 6 Uhr früh. Seine Branche sehen nicht alle so „unproblematisch“ wie er. Kritikern entgegnet er: „Wir sehen das als seriösen Job wie in jedem anderen Geschäft auch. Bei uns in Kärnten ist die Rotlicht-Szene ruhig, geregelt vor allem kontrolliert“. Laut ihm lebt der Betrieb vor allem durch Stammkunden, die „alle zwei Wochen im Betrieb sind. Wir haben viele treue Kunden, die sich hier aufgehoben fühlen“.

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