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Leute - Villach
© © Oskar Höher

Heinz Fischer zu Gast in Villach

Villacher Jugendempfang

Villach – Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer ermutigte im Rahmen des Jugendempfanges der Stadt Villach die zahlreich erschienene Jugend, für die Grundwerte der Demokratie einzustehen und sich aktiv an der Gestaltung der Gegenwart und Zukunft zu beteiligen.

Viele junge Gäste konnten gestern im Rahmen des bereits zur Tradition gewordenen Jugendempfanges im Bambergsaal des ehemaligen Parkhotels begrüßt werden. Als Vortragender war in diesem Jahr der ehemalige Bundespräsident Dr. Heinz Fischer geladen. Dieser mahnte in ruhigem Ton aber doch eindringlich, die Errungenschaften unserer Zeit – wie Rede- und Meinungsfreiheit oder große Errungenschaften der Arbeitspolitik wie Urlaubszeiten oder Wochenstunden –  nicht für selbstverständlich zu halten.

„Die Geschichte lehrt, aber sie findet keine Schüler“

In einem geschichtlichen Rückblick wandelte er das Zitat von Ingeborg Bachmann – „Die Geschichte lehrt, aber sie findet keine Schüler“ – in die optimistische Botschaft um, dass die Österreicherinnen und Österreicher sehr wohl aus ihrer Vergangenheit Schlüsse gezogen und gelernt hätten. Die anwesenden Jugendlichen seien angehalten, sich nicht einreden zu lassen, dass zum Beispiel Kompromiss und Konsens an und für sich gegensätzlicher Standpunkte etwas Schlechtes seien. „Die Demokratie hat in Österreich starke Wurzeln, aber sie ist nicht unzerstörbar“, gab er den Interessierten mit auf den Weg.

Villach sieht optimistisch in die Zukunft

Bürgermeister Günther Albel betonte, dass auch die Villacher Jugend vor herausfordernden Zeiten stehe, dass aber die Zukunft nicht in Stein gemeißelt sei und jeder sie selbst gestalten könne. Die Stadt Villach sieht optimistisch in die Zukunft, in den nächsten Jahren werden „40 Millionen Euro in Bildung und Ausbildung investiert“, wie der Bürgermeister erklärte. Weiters zeigte er sich überzeugt, dass durch die voranschreitende Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren gewaltige Veränderungen auf die Gesellschaft zukommen. „Hier gilt es, Regeln zu finden, die für alle gültig und tragbar sind. Eine weiterhin funktionierende Gemeinschaft ist aber nur möglich, wenn sich alle positiv einbringen und mitgestalten wollen. Ich lade euch ein, diesen Weg gemeinsam und miteinander in eine positive Zukunft zu gehen.“

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