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Politik - Klagenfurt
Nachem das ehemalige Stadtmarketing schon wegen 200.00 Euro, die in einen Online Shop "versenkt" wurden, unter Kritik stand, sorgt jetzt ÖVP WK Funktionär Habenicht für den nächsten Tumult. © Stadtpresse Klagenfurt / Horst

FPÖ verlangt Wiederinstallation:

Nächster Tumult um Stadtmarketing

Klagenfurt – 2015 beschloss die Stadt Klagenfurt, sich aus dem Stadtmarketing zurückzuziehen. Danach folgte eine offizielle Ausschreibung und ein Skandal um "vergeudetes" Steuergeld. Nun fordert ÖVP Habenicht ein professionelles Stadtmarketing. Habenicht selbst war jedoch an der Blockierung des Stadtmarketings 2015 beteiligt.

„Bis 2015 funktionierte das Stadtmarketing eigentlich gut“, erklärte uns Stadtparteiobmann Stadtrat Wolfgang Germ heute in einem Interview. Nach mehreren Wechseln in der Führungsebene organisierte man letztendlich nur Veranstaltungen. Mit richtigem Stadtmarketing habe dies, laut Germ, wenig zu tun. Nachdem die Koalition das Stadtmarketing 2015 ersatzlos abgelöst hatte, wurde eine Agentur für den weiteren Betrieb gesucht. Handfeste Konzepte konnten jedoch nicht erarbeitet werden. Etwa zwei Jahre später gibt es in Klagenfurt noch immer kein Stadtmarketing. Die FPÖ sieht darin einen großen Fehler. Außerdem sorgten 200.000 Euro, die in den wenig gewinnbringenden Onlineshop des Stadtmarketings investiert wurden, in einigen Parteien für Aufregung.

2015/16: 200.000 Euro „versenkt“

In einer Presseaussendung der NEOS wurden Anfang 2016 die immensen Ausgaben für den Online-Shoppingportal des Klagenfurter Stadtmarketings behandelt. So sei es einfach unverantwortlich gewesen, dass die Landeshauptstadt einem Verein ohne öffentliche Ausschreibung 200.000 EURO Steuergeld für ein Onlineportal zur Verfügung stelle. Für Wirtschaftskammervertreter und Geschäftsleute wäre bereits vorher ein Scheitern des Projektes erkennbar gewesen. „Es kann einfach nicht sein, dass für wichtige Projekte im Bereich Soziales und Infrastruktur kein Geld vorhanden ist, aber zigtausende EURO für Dummheiten der Politiker verschwendet werden…“, heißt es in der Presseaussendung der NEOS.

Neues Stadtmarketing gefordert – ÖVP Habenicht ändert Position

In einer heutigen Presseaussendung der FPÖ reagiert man auf einen vor Kurzem veröffentlichten Artikel der Kleinen Zeitung, in dem WK Funktionär Habenicht die Koalition für das Fehlen eines funktionierenden Stadtmarketings verantwortlich macht. „Die Koalition aus SPÖ und ÖVP hat das Stadtmarketing abgeschafft und nun schert ein Gemeinderat der ÖVP aus und wettert gegen den eigenen Stadtrat“, so Stadtparteiobmann Stadtrat Wolfgang Germ in der Presseaussendung. So habe, laut FPÖ, Habenicht seinerzeit im Aufsichtsrat alles dazu beigetragen, um Entwicklungen im Stadtmarketing zu blockieren. Nun wettere er jedoch selbst gegen ÖVP und SPÖ und fordere ein professionelles Stadtmarketing.“

FPÖ verlangt Wiederinstallation des Stadtmarketings

„Die Abschaffung des Stadtmarketings war ein kurzfristig überlegter Fehltritt“, heißt es in der Presseaussendung der FPÖ. So sei die derzeitige Situation mit dem Höchststand an leerstehenden Geschäftslokalen in Klagenfurt nicht mehr hinzunehmen. „Das tatenlose Zusehen, wie sich diese Situation von Tag zu Tag verschlechtere ist inakzeptabel“, sagt Vizebürgermeister Christian Scheider, der seine Forderung nach einem Innenstadtbelebungsfonds mit einer Dotierung von 500.000 Euro für die besten Ideen und Konzepte erneuert.

Eine Neuauflage des Stadtmarketings sei laut FPÖ für eine Landeshauptstadt notwendig. Jedoch muss die Leitung des Stadtmarketings in einer öffentlichen Ausschreibung erfolgen. „Die Besetzung dieser Stelle muss absolut unpolitisch und extern erfolgen“, so Germ. Ein Beispiel an dem man sich orientieren möchte stellt Lienz dar. So habe die Stadt ein „super Marketing, die Geschäfter sind voll und es boomt alles“, so Germ im Interview. Um dies jedoch zu schaffen, sei es laut dem Stadtparteiobmann notwendig, einen externen, neutralen und unparteiischen Experten mit der Aufgabe des Stadtmarketings zu betrauen.

Säulen des Stadtmarketings

„Wir Freiheitliche sehen es auf folgenden Säulen aufgebaut: Im öffentlichen-privaten Bereich die Säulen Standortmarketing, Citymarketing und im öffentlichen Bereich die Säule Verwaltungsmarketing. Jede einzelne Säule definiert eigene Zielgruppen und Ziele. Bei einer neuerlichen Auflage des Stadtmarketings müssen die Verantwortlichen ausnahmslos alle Aufgabenbereiche des Marketings vollziehen, welche von der Analyse, Zielsetzung, Koordination, Maßnahmensetzung bis hin zur Kontrolle und Erfolgsmessung reichen. Zudem müssen die finanziellen Mittel beschlossen werden. Marketing ohne ein auf wichtige Ziele ausgerichtetes Budget zu betreiben ist nicht zweckmäßig“, so Germ abschließend.

Strategie und schlüssiges Konzept

Laut FPÖ ist es wichtig, eine Strategie und ein schlüssiges Konzept zu haben, wie man das Stadtmarketing in Zukunft umsetzt. Dafür fordert Germ die Einstellung eines parteilosen, externen Experten, der die drei Säulen der FPÖ umzusetzen weiß. Um dies zu erreichen, wünscht sich Germ ein Diskutieren auf Augenhöhe zwischen Wirtschaft, Politik und Stadtmarketing.

 

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