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Der Trend des Schuhtattoos kommt aus England und hat einige Vorteile. Einer davon: totes Leder leidet nicht. Die Tattoos sind daher schneller gemacht und günstiger als die auf der menschlichen Haut. © fotolia.de Evgeniy Kalinovskiy (#172807194)

Anregungen für Herbst und Winter

Textilien selbst gestalten

Kärnten – Herbst und Winter rücken immer näher, es wird kälter und auch die Mode verändert sich teilweise wieder. Pullover und Jacken werden wieder aus dem Schrank geholt, die Hosen werden wieder länger und die Schuhe dicker; Farben werden wieder gedeckter und dunkler. Wer seiner Garderobe aber auch in der kalten Jahreszeit einen extra Kick verleihen möchte, kann das tun, indem er selbst Hand anlegt und seine Textilien in Eigenregie gestaltet, verändert und „aufmotzt“. Folgender Artikel gibt dazu einige kreative Anregungen.

Textilien kreativ bedrucken

Spätestens seit Anfang 2016 sind Batikmotive und gebatikte Textilien wieder vollends auch in der „Highfashion-Szene“ angekommen. Doch überall sieht man nicht nur Hipster mit den Shirts und Pullovern rumlaufen, auch in der Alltagsmode scheinen die gebatikten Kleidungsstücke wieder ganz normal zu sein. Jeder will Batik, egal welchen Alters und Geschlechts. Viele junge Marken bieten gebatikte Stücke daher auch zu horrenden Preisen an. Die Nachfrage und Kaufwilligkeit stimmen – das wird natürlich ausgenutzt. Meist beschränkt es sich dabei zurzeit aber auf Pastelltöne und knallige Farben. Herbsttöne, wie Braun, Dunkelrot, Orange und Dunkelrot werden seltener verwendet.

Batiken lässt sich nicht nur in Pastelltönen, sondern eben auch in herbstlicheren Farben. Brauntöne in Kombination mit anderen dunklen Farben können die Grundlage für stylische Pullover aus Baumwolle oder Leinen sein. - © fotolia.de p-photography (#121492932)

Umso mehr Grund, sich etwa einen dickeren, einfarbigen Pullover, der einem farblich vielleicht nicht mehr so gut gefällt, mittels der Batiktechnik selbst in schönen Herbsttönen zu verändern. Keine andere Färbetechnik lässt sich so leicht selbst anwenden, wie das Batiken. Mehr als den geeigneten Stoff (Baumwolle oder Leinen), Schnüre zum Abbinden des Stoffs, eine Schüssel mit Wasser und Textilfarbe braucht es auch gar nicht. Die Grundlagen des Batikens lassen sich schnell verstehen und umsetzen und die Ergebnisse sind, gerade weil sie sich nicht genau voraussehen lassen, besonders spannend.

Fotomotive und Sprüche für Shirt, Hemd und Pullover

Seit Längerem sind auch Spruch-T-Shirts wieder sehr beliebt; meist handelt es sich um witzige oder kluge Aphorismen, hin und wieder auch geschmacklose Trinksprüche und Ähnliches. Den einen gefallen sie, die anderen finden sie schrecklich. So ist das in der Kunst und eben auch in der Mode. Wer zu denjenigen gehört, dem es gefällt, kann beispielsweise bei diversen Online-Druckereien ein Wunschtextil auswählen und sich einen eigenen Kapuzenpullover oder ein normales Sweatshirt beispielsweise für den Winter selbst gestalten. Das Praktische dabei ist, dass die Wunschgröße und Wunschfarbe, sowie Schriftart und Schriftfarbe und -größe unkompliziert ausgewählt werden können und der Gestaltung somit kaum Grenzen gesetzt sind. Die meisten Online-Druckereien bieten den Service zu humanen Preisen an und liefern die Kleidung innerhalb weniger Tage. Wie wäre es zum Beispiel mit einem lustigen Spruch à la „Läuft bei Dir. Deine eisige Nase, meine ich.“, oder „Leg dich nie mit Skifahrern an. Sie kennen Orte, an denen Dich niemand findet.“?

Ein noch etwas jüngerer Trend sind auf Textilien gedruckte Fotomotive oder beispielsweise selbstentworfene, grafische Motive. Das können abstrakte Landschaften mit Schneemännern oder Motive im klassischen „Weihnachtspullover-, bzw. Norwegerstil“ sein (die sich im Übrigen auch selbst stricken lassen), müssen es aber natürlich nicht. Auf geeignete Winterfarben sollte dennoch geachtet werden. Auch bei solchen Motiven bieten sich Online-Druckereien an. Eine weitere Möglichkeit: manche Kunsthochschulen, Kreativzentren oder freie Künstlerkollektive stellen ihre Druckmaschinen und Utensilien gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung. Pullover und Shirts können dort also auch selbst bedruckt werden. Wichtig ist dabei, gerade im Umgang mit großen Maschinen, nicht nur auf die eigene Sicherheit, sondern auch auf Details beim Druck zu achten, um sich die Kleidung im wörtlichen Sinne nicht zu „versauen“. So ist etwa auf den maximalen Farbauftrag zu achten, der bei normalen Papieren zwischen 260% und 330% liegt, von Textil zu Textil aber schon wieder ganz anders aussieht. Mitarbeiter vor Ort können oftmals helfen, ansonsten sollten Foren zu Rate gezogen werden.

Hosen stilvoll verändern

Nicht nur Oberteile lassen sich personalisieren, es gibt auch einige Möglichkeiten beispielsweise lange Jeans, die spätestens im Herbst wieder aus dem Schrank geholt werden, mit einfachen Tricks zu verändern:

  1. 1. Ein noch immer anhaltender Trend sind Schlisse und Löcher in Jeans. Diverse Anleitungen im Internet und z.B. auf Videoplattformen wie YouTube geben Anregungen wie die Löcher ästhetisch ansprechend umgesetzt werden können und wie Schlisse im Kniebereich die Jeans nicht wie „kaputte Hosen“, sondern wie ein bewusstes Stilmittel aussehen lassen. Für den Sommer bieten sich diese natürlich optimal an, da an heißen Tagen gar nicht genug Luft an die Beine kommen kann. Im Winter sieht das aber natürlich anders aus. Hier gilt es also zu tricksen.
  • Möglichkeit Nummer 1: einfach eine dicke Wollstrumpfhose oder mitunter auch Nylon unter die Jeans tragen und dabei eine neutrale Farbe im passenden Stil zur Jeans kombinieren.
  • Möglichkeit Nummer 2: bewusst Akzente setzen und mittels Bügelflicken, die innen an der Hose hinter die Löcher angebracht werden, Stil und Einfallsreichtum beweisen. Rauten- und Wintermuster, Schneeweiß oder eben auch neutrale Farben – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
  1. 2. Auch umgeschlagene Hosen liegen voll im Trend. Sie ermöglichen den Blick auf schönes Schuhwerk und sehen einfach nicht ganz so spießig aus, wie zu lange Hosen. Damit der Umschlag nicht aussieht, wie bei allen anderen, lassen sich auch hier an die Innenseite der Hose Stoffe nähen, die dann mitunter nur in einem kleinen Umschlag hervorblitzen und zum Beispiel auf den Winterstiefeln aufliegen. Wer sich nicht zutraut, das selbst zu machen, kann einfach bei einer Schneiderei nachfragen. Da es sich dabei um keine allzu aufwändige Arbeit handelt, kann mit geringen Kosten und einer schnellen Bearbeitungszeit gerechnet werden.

Bügelflicken hinter Löchern in den Hosen ermöglichen das Tragen der stylischen Hosen auch an kälteren Tagen. Alternativ bieten sich dicke Strumpfhosen in passenden Farben an. - © fotolia.de eurostar1977 (#143022453)

Schuhe und Lederwaren tätowieren

Und auch an den Füßen muss man in Herbst und Winter nicht plötzlich zu langweiligen Stiefeln greifen, die gegen die Sneakertrends des Sommers abstinken. Ganz im Gegenteil: nicht nur sehen klassische und gute Lederschuhe und Stiefel gerade zu dunklen Jeans und dicken Jacken und besonders Mänteln gut aus, auch sie lassen sich individualisieren. Tattoo- und Piercingfans aufgepasst, der neue Trend heißt und reimt sich „Schuhtattoo“.

Tattoos auf dem Körper können schon seit Längerem kaum noch jemanden schocken, geschweige denn wirklich beeindrucken. Denn nicht nur sind sie inzwischen sogar in den meisten Berufen anerkannt und gehören für viele zum Körper, wie eine gute Frisur oder gepflegte Nägel, sie sind auch massentauglich und inflationär geworden. Nicht nur Seemänner und böse Buben, sondern auch die Putzfrau von nebenan, der Bankdirektor oder der Polizeichef haben mitunter irgendwo ein Tattoo auf dem Arm oder an den Rippen. Tattoos auf Lederwaren und insbesondere auf Schuhen und allen voran Winterstiefeln dagegen, sind noch ein echter Hingucker. Denn obwohl die Idee naheliegend ist – schließlich ist Leder auch ehemalige Haut und dazu noch robuster, als die des Menschen – gibt es den Trend erst seit Kurzem.

In England angefangen und vom Londoner Herrenausstatter Oliver Sweeney ins Leben gerufen, schwappte der Trend Ende 2015 nach Deutschland über und etabliert sich hier immer mehr. Das Schuhgeschäft Dearsirs beispielsweise hat sich, direkt neben einem herkömmlichen Tattooladen, als gesondertes Geschäft für Schuhtattoos etabliert.

Allerdings lassen sich eigene Schuhe und Lederwaren auch bei den meisten anderen Tattoostudios verschönern. Wer Interesse daran hat, sollte einfach nachfragen und kann sich zu passenden Motiven auch beraten lassen. Ganz günstig sind die Schuhtattoos natürlich nicht, denn schließlich sind die Arbeitszeit die der Tätowierer aufbringen muss, wenn auch kürzer als beim schmerzempfindlichen menschlichen Körper, und die Tattoofarbe nicht zu vergessen.

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