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Politik - Klagenfurt
Kriegerdenkmal in Gurnitz saniert. © Büro Benger

Mahnende Erinnerungen

Kriegerdenkmal in Gurnitz saniert

Gurnitz – „Unsere Marterln zu erhalten, sie zu pflegen und in Szene zu setzen, ist lebendige Kultur, ist gelebter Heimatstolz. Auch Kriegerdenkmäler müssen wir erhalten, denn sie sind eine mahnende Erinnerung“, sagte LR Christian Benger diese Woche bei seinem Besuch in Gurnitz.

Dort wurde das Kriegerdenkmal saniert, das 1945 errichtet wurde. Die Namen von 46 gefallenen Soldaten waren nicht mehr zu lesen und für die Erneuerung der Schrift hat Friedrich Matitz, von dem selbst zwei Verwandte am Gefallenendenkmal verewigt sind, um eine Förderung angesucht.

Mahnendes Zeichen

Im Jahr der Volkskultur gehe es laut Benger um konzentrierte Förderungen, die Brauchtum, Traditionen und kulturelles Erbe in allen Facetten erhalten würden. „Marterln sind ein sichtbares Zeichen unserer regionalen Identität und gehören zur unverwechselbaren Kultur Kärntens. Ich sehe diese Förderung als Heimatpflege“, erklärte Benger. Aber auch die Kriegerdenkmäler müssten erhalten werden, weil viele Menschen dort die einzige Möglichkeit finden würden, Angehöriger, die im Krieg ihr Leben ließen, zu gedenken und weil die Kriegerdenkmäler auch mahnende Zeichen seien.

50.000 Euro für die Marterlförderung

Deshalb wurde heuer auf Initiative von LR Benger erstmals die sogenannte „Marterlförderung“ ins Leben gerufen. 50.000 Euro liegen vorerst im Topf. „Mit dieser Förderung wollen wir volkskulturelles Gut und sichtbare Zeichen unseres Glaubens erhalten. Gemeint sind Wegkreuze, Marterln aber auch Mühlen“, so Benger. Diese dürfen aber nicht unter Denkmalschutz stehen. Die Förderung für eine Sanierung beträgt 25 Prozent, maximal 3.500 Euro.

Mahnwache der SJG Kärnten

Die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 ist ein abschreckendes Beispiel für die jahrelange, von den Nationalsozialisten durch Sprache und Handeln hervorgerufene Radikalisierung der Bevölkerung, die den Boden für das Verbrechen der Konzentrationslager aufbereitet hat. Um der Verdrängung und dem Vergessen an dieses schreckliche Ereignis entgegenzuwirken, hält die SJG Kärnten jedes Jahr am Abend des 9. November am Alten Platz in Klagenfurt eine Mahnwache in Erinnerung an die Opfer des Novemberpogroms ab.

Mahnwache der SJG Kärnten wider das Vergessen

Donnerstag, 9. November
Zeit: 18 Uhr
Ort: Dr.-Arthur-Lemisch-Platz, Klagenfurt

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