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Stationsschwester Lisbeth Janschitz (li.) und Oberärztin Dr. Claudia Kanduth (re.) beantworten alle Fragen von Hermine Walder-Pitterl (Mama von Frühgeborenen) auf der Neonatologie im ELKI. © KABEG

Weltfrühgeborenen-Tag

„Starker Start für kleine Helden“

Klagenfurt – Am 17. November ist Weltfrühgeborenen-Tag. Unter dem Motto „Starker Start für kleine Helden“ planen Spitäler in Österreich und Deutschland Aktionen, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. So wird etwa die Frühgeborenenstation am ELKI violett beleuchtet.

Rund acht Prozent aller Neugeborenen kommen in Österreich als Frühgeburten (unter der 37. Schwangerschaftswoche) zur Welt. Die Ursachen dafür sind vielfältig. „Wenn sich eine Frühgeburt ankündigt, sind die Eltern sehr besorgt und verängstigt. Dies ist verständlich bei der Vorstellung, dass das eigene Kind mehrere Tage oder Wochen im Inkubator liegen muss und an Schläuche angeschlossen ist“, sagt DGKP Lisbeth Janschitz, Stationsleitung der Neonatologie im ELKI. Sie und ihr Team wissen aber auch: Je mehr Eltern im Vorfeld über den Aufenthalt auf der Neonatologie erfahren, desto weniger Sorgen kommen auf.

Intensive Betreuung der werdenden Eltern im ELKI

Aus diesem Grund wurde vor einigen Monaten an der Neonatologie im Klinikum Klagenfurt ein Projekt initiiert, das darauf abzielt, die Sorgen und Ängste von Eltern zu minimieren. Diese sogenannte Präpartale Pflegevisite ist ein psychosoziales Gesprächsangebot zur emotionalen Entlastung, Orientierung und Information für schwangere Frauen mit einer zu erwartenden Frühgeburt“, erklärt Janschitz. Seit Juni 2017 führt sie mit ihrem Team die Präpartale Pflegevisite durch. „Wir besuchen gemeinsam mit dem Neonatologen die werdenden Eltern auf der Geburtshilfe und informieren sie über alles, was sie nach der Geburt über die Frühchenstation und unsere Arbeit wissen müssen.“ Um sich alles besser vorstellen zu können, hat Janschitz immer ein Fotobuch und Anschauungsmaterialien von der Station dabei. Für die Eltern besteht auch immer die Möglichkeit die Neonatologie zu besichtigen.

Janschitz: „Die Rückmeldungen sind bisher durchwegs positiv. Wir konnten mit dieser Maßnahme Ängste und Sorgen abbauen“, zieht die Stationsleitung eine erste Bilanz.

Der Weltfrühgeborenen-Tag im ELKI

Um auch die Öffentlichkeit auf die Frühgeborenen aufmerksam zu machen, findet am 17. November der Weltfrühgeborenen-Tag statt. „Dafür wird unsere Station in der Zeit von 17.00 bis 7.00 Uhr früh am nächsten Tag mit violetten Licht bestrahlt“, berichtet Janschitz. Als Symbol steht für diesen Tag auch die Söckchenleine. Ein kleines lila Sockenpaar eingerahmt von neun normalgroßen Babysöckchen symbolisiert, dass weltweit etwa jedes zehnte Baby zu früh das Licht der Welt erblickt.

Daneben plant das Team der Neonatologie aber noch weitere Aktionen. So werden Inkubatoren ab 8.00 Uhr in der Aula des ELKI ausgestellt. „Zwei unserer Neointensivschwestern sind bis 16.00 Uhr vor Ort um Fragen von Besuchern zu beantworten“, sagt Janschitz.

Um 13 Uhr findet im Beisein von Abteilungsvorstand Prim. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Kaulfersch eine kleine Geschenkübergabe an die Eltern der Frühchen des ELKI statt.

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