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Tabuisierung von Gewalt an Frauen

„Zuckerbrot und Peitsche“

Villach – Gewalt gegen Frauen ist die häufigste und schwerste systematische Menschenrechtsverletzung des 21. Jahrhunderts. Eine Ausstellung in Villach befasst sich anlässlich des „Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen“ mit diesem oft tabuisierten und verharmlosten Thema.

Dass sich Gewalt gegen Frauen nicht nur durch ein „blaues Auge“ äußert, darauf will die Ausstellung „Zuckerbrot und Peitsche“ hinweisen. „Unsere Ausstellung zeigt auf zwölf Tafeln, dass Gewalt gegen Frauen weitgreifend ist und vielfältig auftritt“, sagt Villachs Frauenreferentin Gerda Sandriesser und sie betont weiter: „Auch psychische, soziale, sexualisierte und ökonomische Gewalt wird in dieser Schau plakativ, denn unser Ziel ist es, zu verdeutlichen, dass Gewalt gegen Frauen die häufigtste und schwerste systematische Menschenrechtsverletzung des 21. Jahrhunderts ist.“

Information über Anlaufstellen

Neben den Formen der Gewalt gegen Frauen, informiert die Ausstellung auch über die Möglichkeiten des Gewaltschutzgesetzes, das vor 20 Jahren in Kraft getreten ist, bzw. über Anlaufstellen und lädt in Kooperation mit dem Gewaltschutzzentrum, dem Frauenhaus Villach und der Polizei zu interessanten Vorträgen ein. Die Schau ist mehrsprachig (Englisch, rumänisch, ungarisch, türkisch, arabisch, farsi und russisch) und durch eine starke Bildsprache leicht verständlich. Es gibt außerdem ein Begleitbuch, mit einem Umschlag aus Schleifpapier, damit körperliche und seelische Verletzungen, die durch Gewalt gegen Frauen entstehen, haptisch wahrgenommen werden.

Gewalt zwischen Mann und Frau ist Ausdruck ungleicher Machtverhältnisse

„Gewalt gegen Frauen ist schon lange kein unübersehbares Faktum unserer Gesellschaft mehr. Sie ist nicht abnorm und weder Täter noch Opfer sind krank. Gewalt zwischen Mann und Frau ist Ausdruck ungleicher Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern“, sagt Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Mag.a Gerda Sandriesser. „Der 25. November ist ein Protesttag gegen Gewalt, ein Bedenk-Tag gegen deren Tabuisierung und Verharmlosung. Er ist auch ein Tag der Unterstützung für die vielen Opfer und ein Tag der Solidarität mit allen von Gewalt betroffenen Frauen. Verharmlosung und Herunterspielen von Gewalttaten ist eine massive Unterstützung der Täter. Damit wird dem Opfer abermals Gewalt und Unrecht angetan.“

Ausstellung: Zuckerbrot und Peitsche

  • WANN:           Donnerstag, 23. November, 18 Uhr
  • WO:                 Bambergsaal (ehemaliges Parkhotel, Moritschstraße 2)
  • Anmeldung    T 04242 / 205-3113 oder frauen@villach.at

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, die über das Frauenbüro der Stadt Villach /T: 04242 (205-3131) kostenlos gebucht werden kann. Verantwortlich für Konzept und Textierung ist Frauenbeauftragte Marie-Theres Grillitsch, B.A., MA. Die grafische Umsetzung erfolgte durch Carmen Dullnig.

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