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Leute - Villach & Klagenfurt
Eines von zwölf Kindern lebt in einem Land, in dem seine Zukunftsaussichten schlechter sind, als die seiner Eltern waren. © Pixabay.com

Kinder erheben ihre Stimme

Tag der Kinderrechte 2017

Villach-Klagenfurt – Am 20. November 1989 wurde das Übereinkommen über die Rechte des Kindes von der UN-Generalversammlung angenommen. Seitdem wird an diesem Datum der internationale Tag der Kinderrechte begangen.

Bei der Umsetzung der Kinderrechte bleibt jedoch noch viel zu tun – weltweit, aber auch in Österreich. In über 130 Ländern erheben heute Kinder ihre Stimme und machen auf die Herausforderungen ihrer Generation aufmerksam.

Worum geht es?

„Meiner Meinung nach geht es bei den Kinderrechten im Wesentlichen darum, dass Kinder täglich ihr Essen bekommen, angemessene Kleidung und Bildung erhalten und liebevoll von Eltern begleitet werden. Keiner soll im Ausland festgehalten werden, nicht grausam bestraft werden, jeder soll seine Eltern kennen und somit die Grundlage für eine gute Entwicklung bekommen.“ – Amadea K., 12 Jahre

UNICEF feiert den Geburtstag der Kinderrechtskonvention

Kinder und Jugendliche übernehmen heute weltweit sichtbare Rollen in Medien, Politik, Unternehmen, Sport und Unterhaltung, um auf die dringlichsten Herausforderungen ihrer Generation aufmerksam zu machen. Auch Kinder in Österreich beteiligen sich an den UNICEF Aktionen. In den sozialen Medien drücken Kinder und Jugendliche ihre Meinung zu den Rechten und der Situation von Kindern in Österreich und weltweit aus.

„Jede/r hat andere Bedürfnisse und einer mehr als der andere. Aber die Rechte sind für alle gleich, da sie gleiche Voraussetzungen bieten“, so Johanna K., 12 Jahre aus der NMS Bad Großpertholz. So wie sie beschäftigen sich über 500 SchülerInnen in Österreich heute im Unterricht mit Kinderrechten.

Kinderrechte in Österreich

Mittlerweile 27 Jahre ist das Übereinkommen, auch Kinderrechtskonvention oder kurz KRK genannt, also alt. Sie spricht Kindern politische Bürgerrechte, sowie kulturelle, wirtschaftliche und soziale Rechte zu und wurde mit der prominenten Ausnahme der USA von allen Mitgliedsstaaten der UNO ratifiziert. In Österreich war dies 1992 der Fall. Im Laufe der Zeit wurde die KRK um drei sogenannte Fakultativprotokolle erweitert, von denen Österreich die ersten beiden angenommen hat. Das erste behandelt die Rechte von Kindern in Konflikten und das zweite ihren Schutz vor Kinderhandel und sexueller Ausbeutung. Das dritte, das eine Individualbeschwerde an den UN-Kinderrechtsausschuss ermöglichen würde, wurde hierzulande noch nicht ratifiziert.

Doch das ist nicht der einzige Punkt, in dem in Österreich aus kinderrechtlicher Sicht nachgebessert werden sollte. Im Jahr 2011 wurde zwar das Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern (BVG Kinderrechte) verabschiedet, jedoch wurden nur einige der Rechte der KRK in das BVG übernommen. Zudem fehlt in Österreich eine spezialisierte, unabhängige Kinderrechte-Monitoring-Stelle.

Was in Österreich getan werden muss

Zurzeit wird über eine neue Bundesregierung verhandelt. Unabhängig davon, wie sie genau zusammengesetzt sein wird, fordert UNICEF Österreich jede zukünftige Bundesregierung anlässlich des 20. Novembers schon jetzt auf:

  • das 3. Fakultativprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention zu ratifizieren
  • das BVG Kinderrechte um alle Rechte, die in der UN-Kinderrechtskonvention verankert sind, zu erweitern
  • eine unabhängige Kinderrechte-Monitoring-Stelle einzurichten

Wie es um die Zukunft der Kinder weltweit steht

„Der Weltkindertag ist ein Tag, der Spaß machen soll, aber mit einer ernsten Botschaft. Ein Tag für Kinder von Kindern, um dazu beizutragen Kinderleben zu retten, für ihre Rechte zu kämpfen und ihnen zu helfen ihr Potential zu erreichen“, bringt der stellvertretende UNICEF Direktor Justin Forsyth die Beweggründe der weltweiten Aktionen auf den Punkt.

Eines von zwölf Kindern lebt laut der aktuellsten UNICEF-Analyse in einem Land, in dem seine Zukunftsaussichten schlechter sind, als die seiner Eltern waren. 180 Millionen Kinder leben derzeit in Ländern, wo sie mit höherer Wahrscheinlichkeit als noch vor 20 Jahren in extremer Armut leben, nicht in die Schule gehen, oder aufgrund von Gewalt sterben werden. Am meisten betroffen sind Kinder in der Zentralafrikanischen Republik, Südsudan, Syrien und Jemen, wo in mehr als einem dieser drei untersuchten Bereiche Verschlechterungen eingetreten sind. Im Südsudan haben sich sogar alle drei Bereiche verschlimmert.

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