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Fußgänger "mitgenommen"

Freispruch vor Landesgericht

Klagenfurt – Ein Verhandlung über einen 21-Jährigen, der im Januar 2017 am Parkdeck eines Klagenfurter Einkaufszentrums einen Passanten auf seiner Motorhaube "mitgenommen" haben soll, endete heute überraschenderweise mit einem Freispruch. Das berichtet der ORF.

 1 Minuten Lesezeit (170 Wörter) | Änderung am 20.11.2017 - 18:48

Im Verhandlungskalender der Landesgerichts Klagenfurt war der Prozess als „Einzelrichterverfahren gegen einen 21-jährigen Angeklagten, dem zur Last gelegt wird, einen auf einem Schutzweg befindlichen Fußgänger angefahren zu haben, um ihn zur Freigabe des Fahrweges zu nötigen“ gelistet.

Widersprüchliche Aussagen führen zu Freispruch

Nur: Vor Gericht hatten die drei Zeugen des Vorfalls widersprüchliche Aussagen von sich gegeben, berichtet der ORF. Der Angeklagte konnte sich vor Gericht erst gar nicht an einen Vorfall erinnern. Bei der Anzeige behauptete das „Opfer“ noch, auf der Motorhaube des PKWs mitgenommen worden zu sein. Vor Gericht wurde daraus aber, dass „nur die Arme auf der Motorhaube aufgestützt“ waren, so der ORF. Auch überquerte das Opfer gar keinen Schutzweg, wie im Verhandlungskalender vermerkt war. Und eine Verletzung hatte das Opfer auch nicht davongetragen, wie ursprünglich behauptet. Auch über die Farbe des Tatfahrzeuges herrschte keine Einigkeit mehr.

Sehr viele Ungereimtheiten also, die schließlich zu einem führten: Der Angeklagte wurde freigesprochen. Er erschien sogar ohne Anwalt vor Gericht.

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