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EC-KAC

7:1-Erfolg in Ungarn

Fehérvár/Klagenfurt – Dominant auftretende Rotjacken feierten am Dienstagabend bei den zuletzt fünf Mal in Serie siegreichen Ungarn einen klaren 7:1-Auswärtssieg.

 6 Minuten Lesezeit (764 Wörter) | Änderung am 22.11.2017 - 08:57

Erstes Drittel

Vom ersten Shift an, bei dem sich die Angriffsformation mit Julian Talbot, Jon Rheault und Marco Richter lange in der Offensivzone festsetzen konnte, hatten die Klagenfurter in dieser Auswärtspartie das sprichwörtliche Heft in der Hand. Die erste dicke Möglichkeit fand Manuel Ganahl vor, dessen Schlenzer aus halblinker Position von Goalie Mac Carruth noch mit der Schulter an die Querlatte gelenkt werden konnte (3.). Nachdem Rheault und Talbot nach einem weiteren guten Wechsel der Führungstreffer noch verwehrt blieb (5.), nutzte Jamie Lundmark das erste KAC-Überzahlspiel zum 1:0 – aus kurzer Distanz drückte er einen Abpraller über die Linie (9.). Das Tor des Kanadiers war ein historisches: Der 137. Treffer Lundmarks in einem Ligaspiel machte ihn zum besten Import-Torjäger in der 108-jährigen Vereinsgeschichte der Rotjacken!

Doch Fehérvár AV19 schlug gleich in seinem ersten eigenen Powerplay zurück: Nachdem David Madlener gegen Topscorer János Hári noch stark mit den Beinschonern parieren konnte, sorgte der Finne Arttu Luttinen aus kurzer Distanz für den Ausgleich (14.). Der spielstarke und sehr angriffslustig auftretende EC-KAC war um eine rasche Antwort bemüht, doch vorerst wollte ihm kein weiterer Treffer gelingen: Eine Deflection von Marco Richter nach feinem Rückhandpass von Talbot flog knapp am Tor vorbei (16.), Torhüter Carruth bekam bei einem Backhand-Versuch von Thomas Koch gerade noch rechtzeitig seinen Schoner aufs Eis und konnte blockieren (18.).

Zweites Drittel

Auch in Abschnitt zwei gehörte die erste gute Möglichkeit den Klagenfurtern, bei einem Steilpass von Kevin Kapstad versprang der für eine Direktabnahme vorgesehene Puck aber unmittelbar vor Jamie Lundmark (22.). Zu Gunsten der Rotjacken zu kippen begann die Partie dann ausgerechnet während zweier Unterzahlspiele gegen Drittelmitte, der EC-KAC verteidigte sich dabei so geschickt, dass er die Ambitionen der Ungarn eindrucksvoll bremste. Nach Wiedererlangen der vollen Mannstärke bestürmte Rot-Weiß das Tor Fehérvárs nun nahezu durchgehend: Der Tip-In-Versuch Marco Bruckers nach Zuspiel von Philipp Kreuzer ging knapp daneben (31.), im „Eins-gegen-Eins“ mit Goalie Carruth zog Marco Richter den Kürzeren (32.).

So bedurfte es eines zweiten Powerplays, damit der EC-KAC auch zu seinem zweiten Treffer kam: David Fischer zog von der blauen Linie per Schlagschuss ab, Stefan Geier fälschte am Torraum unhaltbar ab (36.). Nur elf Sekunden später folgte das nächste Tor: Jon Rheault spritzte in einen Pass, den der gegnerische Goalie von hinter der verlängerten Torlinie aus spielte, und schoss den Puck in die Maschen, noch ehe der Schlussmann wieder in seine Position gelangt war (36.). Die Klagenfurter überstanden in der Folge eine weitere Unterzahlsituation sehr gut, von der Strafbank zurück aufs Eis kommend sorgte der überragende Johannes Bischofberger für das vierte KAC-Tor: Nach einem Pass von Patrick Harand über die Bande drückte der Topscorer der Rotjacken am rechten Flügel aufs Tempo, drang in die Angriffszone ein und setzte den Puck per strammem Wristshot zur 4:1-Führung in die kurze Kreuzecke (39.).

Drittes Drittel

Die stak aufspielenden Gäste wollten sich auch im Schlussdrittel nicht auf dem komfortabel wirkenden Vorsprung ausruhen – im Gegenteil: Nachdem hinten Goalie Madlener in der Grätsche stark gegen Csanád Erdély geklärt hatte (42.), schlug Rot-Weiß vorne ein weiteres Mal zu. Verteidiger Steven Strong setzte sich Linksaußen an der Bande durch, schob sich mit der Scheibe nach innen ins Zentrum und sendete trocken zum fünften Volltreffer ein (44.). Kurz danach folgte das dritte KAC-Powerplay des Abends, es sollte das einzige ohne Auswirkung auf der Anzeigetafel bleiben. Aber nur zwei Sekunden nachdem Fehérvár wieder vollzählig agierte, hämmerte Johannes Bischofberger einen Schlagschuss vom linken Faceoff-Punkt aus ins Tor (46.). Dieses wurde mittlerweile schon von Miklós Rajna gehütet, der stark in die Partie gestartete Mac Carruth hatte in Minute 44 und nach fünf Gegentreffern (gleich viele wie im Verlauf der letzten fünf Partien, Anm.) aufgegeben.

Die Ungarn versuchten im weiteren Verlauf des Schussdrittels, das Ergebnis noch zu verbessern, David Madlener blieb aber sowohl gegen Bence Stipsicz aus spitzem Winkel (47.) als auch gegen János Hári aus kurzer Distanz (51.) erfolgreich. Doch auch die Rotjacken fanden noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten vor: Manuel Ganahl scheiterte in Penalty-Manier knapp an Rajna (51.), Thomas Hundertpfund bekam in aussichtsreicher Position einen Rebound nicht unter Kontrolle (54.). So war es schließlich Julian Talbot, der den deutlichen Endstand fixierte: Vom aus der linken Ecke der Angriffszone kommenden Jon Rheault fein bedient, übernahm der Mittelstürmer den Puck per Onetimer und zimmerte ihn hoch in die kurze Ecke (56.). Der fünfte Auswärtserfolg in Serie war damit ebenso Realität wie der höchste KAC-Sieg seit dem 8:1 in Graz im Januar 2016.

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