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Hintergrund
© Landesfeuerwehrverband/Höher

Leitstellenverbund als neuer Qualitätssprung

Landesfeuerwehrtag im Zeichen der Qualität

Klagenfurt – "Qualität ist unser Anspruch", so lautete das Motto des Landesfeuerwehrtages heute in Klagenfurt. Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesfeuerwehrkommandant Ing. Rudolf Robin informierten dabei über wichtige anstehende Entscheidungen für das Kärntner Feuerwehrwesen. Die Landesfeuerwehrschule wurde als Staatspreis-Finalist im Bereich Unternehmensqualität ausgezeichnet.

 5 Minuten Lesezeit (699 Wörter) | Änderung am 25.11.2017 - 13:53

Bereits vorab, im Rahmen einer Pressekonferenz, stellten Kaiser und Robin das Konzept des Leitstellenverbundes für Kärnten vor. Dieser sieht nach der bevorzugten Variante von insgesamt vier Möglichkeiten vor, dass die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) Kärnten als Basis fungiert, weiters soll die Hauptfeuerwache Villach LAWZ-Redundanzstandort und die Berufsfeuerwehr Klagenfurt ebenso eingebunden werden. Ebenfalls mitintegriert werden alle Bezirks- Alarm- und Warnzentralen.

Lob für „Villach on fire“

Hervorgehoben wurde das große internationale Lob für die Durchführung der Feuerwehrolympiade in Villach („Villach on fire“). Erfreulich sei auch die hohe Bereitschaft zur Weiterbildung an der Feuerwehrschule. Über 5.300 Feuerwehrleute hatten Kurse absolviert. Die LAWZ wird umgebaut und technisch erneuert. Auch die Landesfeuerwehrschule wird baulich modernisiert und viele Innenbereiche neu gestaltet. 

„Ich bin sehr stolz auf Kärntens Feuerwehren, diese Organisation gibt abseits von allen Statistiken vor allem ein Schutz- und Sicherheitsgefühl, das nicht selbstverständlich ist“, dankte Kaiser den Feuerwehrleuten und Verantwortlichen sowie allen Einsatzorganisationen. 

Kaiser: „Ich bin sehr stolz auf Kärntens Feuerwehren, diese Organisation gibt abseits von allen Statistiken vor allem ein Schutz- und Sicherheitsgefühl, das nicht selbstverständlich ist“ - © Landesfeuerwehrverband/Höher

Qualitätssprung für die Erhöhung der Sicherheit

„Nach erfolgter positiver Prüfung durch den Landesrechnungshof soll dieses Konzept erneut der Landesregierung als Entscheidungsgrundlage vorgelegt und von ihr beschlossen werden“, sagte Kaiser. „Dieser Leitstellenverbund ist ein Qualitätssprung für die Erhöhung der Sicherheit der Bevölkerung“, so der Landeshauptmann. Dieser Verbund punkte mit hoher operativer und funktionaler Leistungsfähigkeit, langfristiger Perspektive und angemessener Kostenstruktur.

200.000 Gesamteinsatzstunden

LFK Robin machte ebenfalls die Vorteile des Leitstellenverbundes für das ganze Land deutlich. Er hob die unverzichtbare Bedeutung der Kooperation hervor, um Einsätze und Projekte gut zu bewältigen, und dankte dem Land und dem Landeshauptmann sowie allen Partnern. Zum Thema Gefahrenausrüstungsplanes wies Robin darauf hin, dass Gemeinden evaluiert wurden: Es zeigte sich dabei, dass 80 Prozent der untersuchten Gemeinden Feuerwehren haben, die mit Geräten bzw. Fahrzeugen passend ausgestattet seien. Er wies auch darauf hin, dass heuer bereits 5600 Brandeinsätze sowie 11.500 technische Einsätze mit insgesamt 200.000 Gesamteinsatzstunden zu bewältigen waren. Außerdem wurden in der Landesfeuerwehrschule 192 Lehrveranstaltungen von 4900 Kursteilnehmern besucht. Der Landesfeuerkommandant dankte dabei allen Feuerwehrfrauen und -männern für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz für die Gemeinschaft, jeden Tag und jederzeit!

Fakten

Heuer waren 5600 Brandeinsätze sowie 11.500 technische Einsätze mit insgesamt 200.000 Gesamteinsatzstunden zu bewältigen.

Landesfeuerwehrtag 2017 - © Landesfeuerwehrverband/Höher

Finalist beim Staatspreis

Apropos Landesfeuerwehrschule: Die Landesfeuerwehrschule wurde am Landesfeuerwehrtag als Finalist beim Staatspreis ausgezeichnet. Die Urkunden wurden von Landeshauptmann Kaiser gemeinsam mit Infineon-Vorstand Dr. Sabine Herlitschka, die das Impulsreferat zum Thema Qualität und Innovation hielt, und Johann Sauermann (Quality Austria) an LFK Rudolf Robin und den Leiter der Feuerwehrschule, Klaus Tschabuschnig, übergeben. Sauermann betonte dabei, dass die Landesfeuerwehrschule im Rahmen der Überprüfung ausgezeichnet bewertet wurde und eine exzellente Organisation sei. „Die Schule hat fast 500 Punkte bei der strengen Bewertung nach einem umfassenden Assessment erreicht, das ist sogar europaweit ein ausgezeichneter Wert!“

Lob und Anerkennung gab es dafür auch von Infineon-Chefin Dr. Herlitschka: „Es ist wichtig, sich Wettbewerben zu stellen. Obwohl der Blick von außen auch manchmal unangenehm sein kann, hilft es enorm, sich weiterzuentwickeln und die Qualität weiter zu optimieren!“ Stolz über diese Auszeichnung zeigte sich auch LFK Robin: „Die Auszeichnung ist ein Beweis für die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unterstreicht ganz deutlich unseren Qualitätsanspruch!“

Ehrungen

Außerdem wurden im Rahmen des Landesfeuerwehrtages gleich mehrere verdiente Kameraden durch den Landesfeuerwehrkommandanten geehrt und ausgezeichnet:

  • Oberbrandrat Ing. Egon Kaiser, MSc. wurde zum „Oberbrandrat“ ehrenhalber ernannt. Er erhielt darüber hinaus das Steckkreuz in Gold des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes.
  • Oberbrandrat Reg.Rat Hermann Debriacher wurde zum „Oberbrandrat“ ehrenhalber ernannt, zumal er bereits Träger höchster nationaler Auszeichnungen ist.
  • Ehrenvizepräsident des ÖBFV Josef Meschik: Ernennung zum „Ehrenlandesfeuerwehrkommandanten von Kärnten“. Er wurde mit dem Großstern des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes geehrt und darüber hinaus zum „Landesbranddirektor“ ehrenhalber ernannt.
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