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Politik - Villach
Hier soll bald ein Neubau entstehen.
Hier soll bald ein Neubau entstehen. © 5 min

Proteste gegen dritte Baustufe

Atempause für Kanaltalersiedlung

Villach-Lind – Seit längerem gibt es heiße Diskussionen um den Umbau der Kanaltalersiedlung in Villach. SPÖ und FPÖ fordern nun, nach einem Gespräch mit der Initiativgruppe gegen den Bau, eine Denkpause.

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In einem gemeinsamen Antrag an das Land Kärnten und die LWBK wollen die Villacher Fraktionen SPÖ und FPÖ erreichen, dass das Paket „Umstrukturierung und Neubau der Kanaltalersiedlung“ noch einmal gemeinsam mit der Bürgerinitiative Kanaltalersiedlung intensiv diskutiert wird, da es starke Mieterproteste gegen die dritte Baustufe gibt.

Dritte Baustufe verunsichert die Mieter

„Die ersten beiden Bauetappen sind bereits voll im Gang und so soll es auch bleiben, aber die dritte Baustufe, die in einigen Jahren beginnen soll, hat offensichtlich zur Verunsicherung und vielen offenen Fragen geführt“, so Bürgermeister Günther Albel (SPÖ). „Wir nehmen die Bedenken und Proteste der Mieterinnen und Mieter jedoch sehr ernst und wollen bei den zuständigen Stellen des Landes zumindest eine Nachdenkpause erreichen.“

 

Darum geht es:

Seit längerem gibt es schon Proteste gegen die geplanten Wohnblöcke, die die neue Heimat auf den altehrwürdigen Bauten der Kanaltalersiedlung errichtet. Die Initiativ-Gruppe „Kanaltalersiedlung Villach“ hat unter anderem ein Sanierungskonzept vorgestellt, um die Häuser auf zeitgemäße Standards zu bringen und somit den Erhalt der Siedlung zu garantieren. Kosten würden das Ganze nicht mehr als die neuen Wohnblöcke.

 

SPÖ bekommt Unterstützung der FPÖ

Auch die Villacher FPÖ unterstützt diese Vorgangsweise. Mit der Baugenossenschaft „Neue Heimat“ hätte es diesbezüglich bereits konstruktive Gespräche gegeben. „Wir wollen, dass die Mieterinnen und Mieter, die gegen die Neubaupläne der Kanaltalersiedlung Protest erheben, in die Diskussion rund um das Projekt eingebunden werden, nochmals ihre Vorschläge den Verantwortlichen präsentieren können und an gemeinsamen möglichen Lösungen gearbeitet wird“, so die Parteien. Soziales Wohnen ist ein wichtiger Auftrag der Öffentlichen Hand. Beide Parteien betonen, dass mögliche neue Adaptierungen am Projekt der Baustufe 3 nicht zur Verteuerung der Kosten für Mieter führen dürfen und Auflagen für den öffentlichen Wohnbau jedenfalls eingehalten werden müssen.

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