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Politik - Villach & Klagenfurt
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Digitaler Schulterschluss

Neues Gütesiegel für Kärntner Softwarehersteller und Gemeinden

Klagenfurt/Villach – Kärntens Software-Entwickler gehören zu den innovativsten Köpfen in Österreich und darüber hinaus, wie zahlreiche Auszeichnungen und Erfolgsgeschichten belegen. Sie können die heimischen Kommunen bestens auf dem Weg in die Digitalisierung begleiten.

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„Die Gemeinden wissen, welche Lösungen sie brauchen, heimische Betriebe können die entsprechenden Produkte herstellen und von Landesseite gibt es dafür die notwendige Unterstützung“, erklärt Technologie- und Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig am heutigen Sonntag, den 3. Dezember. Gemeinsam mit Landesrat Christian Benger präsentiert sie in der kommenden Regierungssitzung ein neues Gütesiegel und eine entsprechende Vereinbarung zwischen Wirtschaftskammer Kärnten und Gemeindeinformatik-Zentrum.

Kärnten braucht eine Digitalisierungs-Revolution

„Kärnten braucht eine Digitalisierungs-Revolution. Die Digitalisierung ist entscheidend für den Wirtschaftsstandort und sie sichert den Wirtschaftskreislauf in den Tälern und Regionen“, hält Benger fest. Das Gütesiegel erlangen können jene Gemeinden, die auf eine Kommunalsoftware mit offenen Schnittstellen umsteigen. Eine solche Software („New System“) steht bereits zur Verfügung, sie wurde nach einer europaweiten Ausschreibung eigens für die Kärntner Kommunen entwickelt. „Die offenen Schnittstellen ermöglichen es nun heimischen Software-Anbietern, ihre für die Gemeinden maßgeschneiderten Programme an das Basis-System anzudocken“, erklärt Schaunig. In zahlreichen Kommunen – darunter auch die Städte Klagenfurt und Villach – läuft das „New System“ bereits, auch erste Anwendungen wurden bereits entwickelt, dazu gehören etwa eine Software für Friedhofsverwaltung oder Kindergartenwesen, eine Müll-App, Gieß-Systeme oder ein Video-Dolmetsch.

Richtlinien für Kompatibilität


Nun können Kärntner Softwarehersteller, die solche Anwendungen programmieren, ebenfalls das neue Gütesiegel erlangen. Die Richtlinien stellen sicher, dass sich die Anwendungen ans „New System“ andocken und für die kommunalen Belange bestens geeignet sind. „Die Kärntner Software-Hersteller sind ausgezeichnet aufgestellt und können den Gemeinden liefern, was sie brauchen. Das schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, betont Benger. Kärnten werde damit „zum österreichweiten Vorreiter“.

„New System“ bringt Verbesserungen

Mit der Umstellung auf das „New System“ werden mehrere Ziele verfolgt: Verwaltungsvereinfachung und mehr Effizienz auf der einen Seite und modernes Service und Transparenz für die Bürger auf der anderen Seite. Mit dem Umstieg auf die neue, einheitliche Kommunalsoftware und die gemeinsame Nutzung von Apps „Made in Kärnten“ können die Gemeinden mittelfristig bis zu 70 Prozent ihrer IT-Kosten einsparen.

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