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Politik - Klagenfurt
© Bild Germ: Heike Fuchs Bild Pfeiler: Bernhard Horst (Stadtpresse Klagenfurt)

Gibt es eine Nachtbereitschaft?

FPÖ/SPÖ: Streit um Seniorenheim Hülgerthpark

Klagenfurt – FPÖ-Stadtrat Wolfgang Germ kritisiert heute in einer Presseaussendung den seiner Meinung nach bestehenden "Pflegemangel in der städtischen Seniorenstätte Hülgerthpark" scharf. Der Nachtdienst soll im Haus 1 durch eine Glocke ersetzt worden sein. Dadurch könne, so Germ, bei einem medizinischen Notfall nicht reagiert werden. Doch was ist dran? Laut der Antwort des 1. Vizebürgermeister, Jürgen Pfeiler (SPÖ), sieht die Sache etwas anders aus. Nun werden rechtliche Schritte gegen Germ geprüft.

Gibt es noch eine Nachtbereitschaft?

„Der seit 30 Jahren bestehende Nachtbereitschaftdienst soll laut Bewohner eingestellt worden sein“, steht in der FPÖ-Aussendung. „Anscheinend wurde das Personal durch eine Nachtglocke ersetzt“, so Stadtrat Germ weiter. Und weiter: „Mit dem Betätigen dieser Glocke soll ein Signal in das Schwersternzimmer (sic) der Pflegestation – also in ein anderes Haus der Seniorenstätte – gesendet werden. Ist jene Station nicht besetzt, zB auf Grund von Pflegeaufgaben, werden die Bedürfnisse der Bewohner im Haus 1 in der Nacht nicht wahrgenommen.“ Als Ursache sieht Germ Kürzungen im Sozialbereich.

Eine fehlende nächtliche Versorgung der Heimbewohner wäre in der Tat ein Skandal – und ein großer Imageschaden für das Seniorenheim Hülgerthpark. Doch stimmt das auch? Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler (SPÖ) äußert sich zu den Vorwürfen.

SPÖ-Pfeiler: „Im Seniorenheim Hülgerthpark versehen ein Pflegehelfer und eine Diplom-Krankenschwester den Nachtdienst“

„Im Seniorenheim Hülgerthpark der Stadt Klagenfurt versehen ein Pflegehelfer und zusätzlich eine Diplom-Krankenschwester den Nachtdienst. Es werden mehrere Kontrollgänge in der Nacht durchgeführt. Die technische Ausstattung der Rufanlage wurde heuer auf den neuesten Stand gebracht“, erklärt Pfeiler. „Der Nachtdienst für das Wohnheim wurde natürlich nicht durch eine Glocke ersetzt, sondern wird von ausgebildetem Pflegepersonal übernommen. Lediglich das Schwesternzimmer wurde räumlich vom Foyerbereich näher an die Pflegestation verlegt und technisch mit einer neuen Rufanlage ausgerüstet.“

Pfeiler führt zudem an, dass das „Seniorenheim Hülgerthpark einen Personalstand hat, der um ein Drittel höher liegt, als gesetzlich vorgeschrieben.“

Rechtliche Schritte werden geprüft

Pfeiler sieht in der Aussendung Germs eine politische Motivation: „In der Vorweihnachtszeit möchte Stadtrat Germ Ängste bei alten Menschen und ihren Angehörigen schüren, offensichtlich um ein paar Wählerstimmen für die bevorstehende Landtagswahl zu bekommen. Dass die Unwahrheiten seiner Presseaussendung pflegebedürftige Menschen unnötigerweise in Angst versetzt, ist ihm dabei völlig egal. Dass der stadteigene Betrieb des Seniorenheims samt dem guten Ruf der Pflege gefährdet werden könnte, ist ihm ebenfalls egal.“

Sozialreferent Pfeiler lässt nun die Möglichkeit rechtlicher Schritte prüfen, um das „unnötige Schüren von Ängsten abzustellen.“ „Mit dieser auf Hören und Sagen begründeten Aussendung hat ein Mitglied des Stadtsenats einer wichtigen sozialen Einrichtung der Stadt massiven Schaden zugefügt“, erklärt er abschließend.

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