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23-Jähriger verurteilt

IS-Prozess: Zwei Jahre Haft

Klagenfurt/Syrien – Ein 23-jährigen Angeklagter musste sich heute vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten, weil er im Verdacht stand, von Österreich aus an die türkisch-syrische Grenzregion gereist zu sein, um sich in Syrien für terroristische Angriffe ausbilden zu lassen.

 1 Minuten Lesezeit (186 Wörter) | Änderung am 12.12.2017 - 16:34

Laut ORF-Informationen wurde der 23-jährige Bosnier, der in Kärnten leben soll, zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die Anklage warf ihm vor, er hätte sich in Syrien vom sogenannten „Islamischen Staat“ zum Kämpfer ausbilden lassen wollen. Der Mann musste sich zudem wegen eines von ihm betriebenen Youtube-Kanals verantworten. Durch das Hochladen von IS-verherrlichenden Videos soll er laut Anklage terroristisches Gedankengut verbreitet haben.

Angeklagter bekennt sich „nicht schuldig“

Beim Prozess galten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Laut ORF bekannte sich der Angeklagte zu Prozessbeginn „nicht schuldig“, er wollte sich an der „türkisch-syrische Grenze (…) lediglich Kulturstätten anschauen“. „An der Grenze wollte er sich ‚einen Kick‘ geben und zuhause in der Heimat damit angeben“, so der ORF weiter. Der Mann wurde aber an der Grenze festgenommen und nach Bosnien abgeschoben. In Klagenfurt lud er schließlich die Videos auf seinen Youtube-Kanal. Auch hier wollte sich der Angeklagte lediglich „informieren“, wie sein Anwalt angab.

Das Urteil lautete heute schließlich zwei Jahre Haft. Der Angeklagte legte Nichtigkeistbeschwerde ein, das Urteil ist nicht rechtskräftig, so der ORF. Der Strafrahmen beträgt von einem bis zehn Jahre Haft.

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