Nach Föhnsturm: Lage unter Kontrolle in Klagenfurt-Land - 5 Minuten - Nachrichten & Aktuelles

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© LPD/BMI

Aufarbeitung läuft auf Hochtouren

Nach Föhnsturm: Lage unter Kontrolle

Klagenfurt-Land – Um die Regierungsmitglieder über die aktuelle Lage in den von Föhnsturm "Yves" getroffenen Kärntner Bezirken Völkermarkt und Klagenfurt-Land zu informieren sowie das weitere Vorgehen mit allen Organisationen nochmal genau abzustimmen, fand heute eine Sitzung im Amt der Kärntner Landesregierung statt.

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Lage ist unter Kontrolle

Die Bilanz: Die Lage ist wieder unter Kontrolle. Im Straßenbereich gelten die B82 Seeberg Straße, L 131 Trögener Straße und L 103 Waidischer Straße als Schwerpunkte der Arbeiten. Seitens der Netzbetreiber wurde mitgeteilt, dass derzeit noch rund 2.500 Kunden, hauptsächlich südlich der Drau, nicht versorgt sind.

Der Bezirkshauptmann von Klagenfurt-Land, Johannes Leitner, sagte, dass die Sanierungs- und Räumarbeiten voll im Gange seien. Zell Pfarre sei mittlerweile wieder über Waidisch erreichbar. Die Wasserversorgung in Ferlach funktioniere. Im Bezirk habe es vorgestern einen im Einsatz leicht verletzten Polizisten gegeben. Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler sagte, dass seit heute Früh eine Pionierkompanie mit 97 Soldaten im Einsatz stehe. Für den Nachmittag sei die Unterstützung durch einen Black Hawk-Hubschrauber beim Setzen von Strommasten geplant. Soldaten würden zudem für das Freimachen der Stromtrassen bereit stehen. Zusätzlich stünden eine weitere Pionierkompanie mit schwerem Pioniergerät und drei Kompanien als Hilfskräfte in Standby.

Unterstützung für Betroffene

Für die von Unwetterschäden Betroffenen werde man – wie im Falle Afritz –  laut LH Kaiser eine Informationsschiene in Kooperation mit den Gemeinden aufbauen. So solle die Unterstützung über das Kärntner Nothilfswerk entsprechend koordiniert werden. Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner verwies auf die Möglichkeit der Unterstützung über die sogenannte „Hilfe in besonderen Lebenslagen“. Prettner und auch Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig dankten den Einsatzkräften. „Die Bevölkerung weiß, dass sie sich auf die Einsatzkräfte verlassen kann“, so Schaunig.

Weitere Unterstützungsmaßnahmen

Als Agrar- und Forstreferent ging Landesrat Christian Benger auf die möglichen Unterstützungsmaßnahmen bei der Aufarbeitung der Windschäden ein. Diese würden die Instandsetzung der Forststraßen sowie die Förderung der Wiederaufforstung betreffen, Mann und Maschinen von den Agrarbauhöfen stehen bereit, sie haben laut Benger auch das Wissen für die rasche Instantsetzungsmaßnahmen von Straßen und Wegen. „Außerdem können wir den betroffenen Waldbauern Schutzausrüstungen günstig in Form der Ankaufaktion zur Verfügung stellen, denn die Gefahr in den Wäldern ist nach einem Windbruch enorm“, so Benger. Er berichtete auch davon, dass er gestern, Dienstag, gemeinsam mit dem Landesforstdirektor einen Lokalaugenschein im Rosental und im Bezirk Völkermarkt vorgenommen hat. Es gibt demnach nicht einen großflächigen Windwurf, sondern viele, viele Einzelfälle, was die Aufarbeitung umso schwerer macht.

Einsätze

Laut Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin standen 125 Feuerwehren mit 1.775 Kräften in insgesamt 621 Einsätzen. Aktuell würden noch 21 Einsätze mit 210 Kräften aus 19 Wehren laufen. Zwei KAT-Züge der Feuerwehren seine mit 168 Mann und 33 Fahrzeugen im Einsatz gewesen. Robin dankte den Arbeitgebern dieser Feuerwehrleute für ihre Unterstützung. Die KAT-Züge seien sehr rasch abfahrbereit gewesen. Der Kommandant hob die Gefährlichkeit der Einsätze hervor, es gebe zum Glück keinen verletzten Kameraden.

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