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Leute - Klagenfurt
"Paul" ein persönliches Anliegen © flickpress

Friedrich Flick Förderungsstiftung finanziert

Frühchensimulator für Klinikum Klagenfurt

Klagenfurt – Die medizinische Versorgung von frühgeborenen Babys stellt Ärzte-Teams immer vor ganz besondere Herausforderungen: sie ist hochkomplex, zeitkritisch und höchst anspruchsvoll. Entscheidend dabei ist deshalb: Ein großes Maß an praktischer Erfahrung in Notfall-Situationen.

Um die Versorgungsqualität von kritisch kranken Früh- und Neugeborenen zu verbessern, wurde das Klinikum Klagenfurt nun mit „Paul“ ausgestattet: „Paul“ ist der fortschrittlichste, weltweit kleinste lebensechte Patientensimulator, der einem Frühgeborenen in der 27. Schwangerschaftswoche nachempfunden ist und realistische Trainings in der Frühgeborenen-Medizin garantiert.

Friedrich Flick Föderstiftung sichert Finanzierung

Möglich wird dieser Meilenstein durch die Friedrich Flick Förderungsstiftung, welche die Finanzierung im hohen fünfstelligen Bereich sichert. Ingrid Flick, Kuratoriumsvorsitzende der Friedrich Flick Förderungsstiftung, überzeugte sich am Klinikum Klagenfurt nun persönlich von den hochrealistischen Trainingsmöglichkeiten, die „Paul“ eröffnet.

Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen

In jeder medizinischen Notfall-Situation kommt es darauf an, dass alle Abläufe präzise aufeinander abgestimmt sind und jeder Handgriff exakt sitzt. Dies gilt besonders auch in der Frühgeborenen-Medizin, denn innerhalb kürzester Zeit müssen lebenswichtige Maßnahmen ergriffen werden, die Einfluss auf das Überleben und weitere Leben des Kindes haben. Einen Meilenstein in der Vorbereitung stellt „Paul“ dar, der es erstmals ermöglicht, Notfälle unter hoch realistischen Bedingungen zu trainieren.

Wird mit „Paul“ ein Notfall simuliert, geht es für Ärzte, Schwestern und Pfleger völlig lebensecht zu: Die Trainer können zum Beispiel bei „Paul“ die Sauerstoffsättigung sinken lassen oder den Ausfall eines Teiles der Lunge herbeiführen, wodurch sich seine Atmung verändert und er blau anläuft. Pauls normale Hautfärbung und die simulierten Vitalfunktionen kehren, abhängig davon wie das Team agiert, in den grünen Bereich zurück. Mehrere Kameras sind auf die Notfall-Situation gerichtet, damit können die Vorgänge aus einem Nebenraum genau beobachtet, beeinflusst und analysiert werden.

Ingrid Flick besuchte Klinikum

Ingrid Flick überzeugte sich in ihrer Funktion als Kuratoriumsvorsitzende der Friedrich Flick Förderungsstiftung persönlich von den Einsatzmöglichkeiten, die „Paul“ für das Team der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Klinikum Klagenfurt bietet und nahm als Zuschauerin vor Ort an einem der Trainings teil. „Der Auftrag der Friedrich Flick Förderungsstiftung ist die Förderung der Allgemeinheit, und was entspricht diesem Ziel mehr, als eine Zuwendung, die mit den Frühgeborenen den Allerkleinsten von uns zugutekommt. Heute hier vor Ort zu sehen, wie die Spitzenleistungen der Behandlungsteams zum Wohle der kleinen Patienten und ihrer Familien durch Notfall-Trainings weiter verbessert werden, beeindruckt mich außerordentlich“, erklärt Ingrid Flick zu ihrem Engagement.

Primar Kaulfersch freut sich über „Paul“

„Für unser gesamtes Team freue ich mich darüber, dass wir mit „Paul“ im Bereich der lebensechten Simulations-Trainings in der Frühgeborenen-Medizin nun ganz am neuesten Stand der technologischen Entwicklung sind. Damit sind permanente realitätsnahe Trainingsmöglichkeiten gegeben, die unser Team auf jeden medizinischen Notfall optimal vorbereiten“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Kaulfersch, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Klinikum Klagenfurt. Der medizinische Direktor des Klinikums Klagenfurt, Univ.-Doz. Dr. Ferdinand Rudolf Waldenberger, ergänzt: „Ich bin stolz darauf, dass unser Haus nun über diese weltweit erfolgreiche Entwicklung des österreichischen Start-up Unternehmens SIM Characters verfügt. Dafür möchte ich der Friedrich Flick Förderungsstiftung seitens des Klinikums Klagenfurt den allergrößten Dank aussprechen.“

Ingrid Flick ist „Paul“ ein persönliches Anliegen

„Die medizinische Forschung und Entwicklung bringt enorm viele positive Effekte, doch gleichzeitig ist der medizinische Sektor, wenn es um die Anschaffung von Klinik-Ausstattung oder Hochtechnologie-Produkten geht, immer wieder auch auf externe Unterstützung angewiesen. Der Frühgeborenen-Simulator „Paul“ ist ein solches Beispiel, denn die Anschaffung hätte ohne Förderung wohl nicht so rasch umgesetzt werden können.

Deshalb – und nicht zuletzt auch als Mutter von zwei gesunden Kindern – ist mir das Projekt „Paul“ ein Anliegen“, erklärt Ingrid Flick. Die finanzielle Unterstützung der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Klinikum Klagenfurt sieht Ingrid Flick außerdem auch sehr im Sinne von Friedrich Flick, der die Förderungsstiftung vor über 50 Jahren in Deutschland ins Leben gerufen hat und deren Tätigkeit später von ihrem Mann, Karl Friedrich Flick, auch auf Österreich erweitert wurde. Diesen Anspruch führt nun Ingrid Flick für die Familie weiter fort, indem sie besonderes Augenmerk auf die Unterstützung von Projekten und Initiativen setzt, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

Informationen zur Frühchenstation

Weitere Informationen zum Klinikum Klagenfurt gibt es HIER und zum Frühgeborenen-Simulator „Paul“ HIER.

Über die Friedrich Flick Förderstiftung

Die Friedrich Flick Förderungsstiftung wurde vor über 50 Jahren von Dr. Friedrich Flick eingerichtet, um dem Anspruch der Familie hinsichtlich gemeinnützigen Engagements und Verantwortung für die Förderung der Allgemeinheit gerecht zu werden. Eine maßgebliche Zustiftung erfolgte in den 1990er Jahren durch dessen Sohn, Dr. Friedrich Karl Flick, der auch bis 2005 als Kuratoriumsvorsitzender der Friedrich Flick Förderungsstiftung fungierte. Mit dem Jahr 2006 übernahm dessen Frau Ingrid Flick den Vorsitz des Kuratoriums.

Der Fokus der vor allem in Deutschland wie auch in Österreich tätigen Stiftung liegt in der Förderung der Wissenschaft, insbesondere der Wirtschaftswissenschaft, der Technik und der Forschung sowie in der Begabtenförderung. Darüber hinaus können auch Institutionen und Initiativen aus den Bereichen Bildung und Soziales, sowie der Kunst und Kultur gefördert werden. Weitere Informationen auf der Webseite HIER

 

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