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Pseudomonaden sind in der Regel für gesunde Menschen nicht gefährlich. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten jedoch vorsichtig sein.
Pseudomonaden sind in der Regel für gesunde Menschen nicht gefährlich. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten jedoch vorsichtig sein. © 5min

Universität Klagenfurt

Desinfektion der Wasserleitungen

Klagenfurt – Seit Ende September ist das Wasser an der Klagenfurter Universität mit sogenannten Pseudomonaden belastet. Nun wurden die weiteren Schritte zur Desinfektion bekannt gegeben.

 2 Minuten Lesezeit (274 Wörter) | Änderung am 18.12.2017 - 10:54

Die Desinfektion der befallenen Wasserleitungen erfolgt nun mittels Silberionen, nicht wie ursprünglich geplant mit Chlor. Das Mittel, das dabei Verwendung findet, heißt Micropur. Bei diesem Präparat handelt es sich um einen Molekülkomplex, der bei seiner Auflösung in Wasser langsam in seine Komponenten zerfällt. Hierdurch entstehen Silberionen, die je nach Verbrauch durch den Silberkomplex nachgeliefert werden. Bakterien werden dabei zuverlässig getötet. Die Silberung von Trinkwasser zur Entkeimung ist eine seit Jahrzehnten bewährte Methode.

Desinfektion in zwei Stufen

Begonnen wird mit einer Basisdosierung ab 19. Dezember, während der die Studenten das Wasser wie gewohnt verwenden können. Sobald das Mittel eingesetzt wird, ist grundsätzlich sofort wieder Trinkwasserqualität vorhanden. Während der Semesterferien im Februar wird dann im Zentral- und im Südtrakt eine sogenannte Hochdosierung des Präparats eingesetzt. Diese wird in mehreren Schritten bereichsweise durchgeführt. Dabei wird die Wasserentnahme für 48 Stunden im jeweils betroffenen Bereich gesperrt werden. Die Studenten müssen dann zur Wasserentnahme und zur Toilettennutzung während dieser 48 Stunden jeweils in einen anderen Trakt gehen. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass nach der Beendigung der Hochdosierungsphase die weitere Behandlung mit Silberionen nicht mehr vonnöten sein wird.

Leitungserneuerung und Entfernung von Totleitungen

Im Nordtrakt wurden inzwischen alle Leitungen erneuert, auch die Zuleitungen von der Kaltwasserzentrale. Im Nordtrakt werden Anfang dieser Woche Proben entnommen, um festzustellen, ob das Pseudomonaden-Problem dadurch gelöst worden ist und in diesem Bereich eventuell keine Hochdosierung mehr notwendig ist. Das Ergebnis der Analyse sollte noch vor Weihnachten vorliegen. Im Südtrakt und im Zentraltrakt werden bis zum Beginn der Hochdosierung im Februar alle aufgefundenen Totleitungen entfernt.

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