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Leute - Villach & Klagenfurt
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Oft zu schlecht sichtbar

Heuer bereits 67 tote Fußgänger

Villach / Klagenfurt – In den letzten Wochen häufen sich wieder Berichte von angefahrenen und verletzten Fußgängern. Erst gestern, Mittwoch den 20. Dezember, wurde eine Frau in Villach von einem Auto umgefahren. Dieses Jahr kamen bereits 67 Fußgänger bei Verkehrsunfällen österreichweit ums Leben.

Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle sank im Vergleich zum Jahr 2016 zwar um fünf Prozent, trotzdem ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen, gerade unter den schwächsten Verkehrsteilnehmern – den Fußgängern – hoch.

Im Winter mehr tödliche Unfälle

Die Mehrheit der getöteten Fußgänger, rund 70 Prozent, kam im Ortsgebiet ums Leben. Und gerade jetzt in den Wintermonaten ereignen sich aufgrund der längeren Dunkelheit mehr Unfälle mit Fußgängern. Der frontale Zusammenstoß ist die häufigste Kollisionsart zwischen Fußgänger und Fahrzeug. Als ungeschützte Verkehrsteilnehmer haben Fußgänger dabei natürlich immer die schlechteren Karten, können aber durch ihr eigenes Verhalten zur Sicherheit beitragen, denn laut ÖAMTC ereigneten sich 42 Prozent der tödlichen Fußgängerunfälle aufgrund von Fehlverhalten der Fußgänger selbst.

Fußgängererkennung könnte hilfreich sein

„Automatische Notbremssysteme mit Fußgängerkennung erweisen sich als sehr effiziente Maßnahme, um Kollisionen zu verhindern bzw. die Aufprallgeschwindigkeit deutlich zu reduzieren“, weiß ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Wie im folgenden Video ersichtlich, können automatische Fußgängererkennungssysteme mit automatisch eingeleiteter Vollbremsung im Ernstfall Leben retten:

Der ÖAMTC fordert daher, die Erkennung ungeschützter Verkehrsteilnehmer rasch in jedem Notbremsassistenten zu integrieren und serienmäßig in allen Fahrzeugen anzubieten. „Tests des Clubs haben zudem gezeigt, dass sich einige Systeme bei Dämmerung abschalten. Auch hier ist eine Verbesserung nötig – die Systeme müssen bei Dunkelheit aktiv bleiben“, so der ÖAMTC-Experte.

Fußgänger verhalten sich oft falsch

Sowohl Fahrzeuglenker als auch Fußgänger sollten verstärkt Acht geben. Als Fehlverhalten von Fußgängern gilt zB. das unvermittelte Überqueren der Fahrbahn oder auch das Zufußgehen auf der Autobahn – allein sechs Personen kamen 2017 als Fußgänger auf der Autobahn ums Leben. „Fußgänger müssen sich der Gefahren von Unkonzentriertheit und Ablenkung bewusst sein. Auch hier sind gezielte Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung nötig – vor allem in Bezug auf den Einfluss des Smartphones auf die Verkehrssicherheit“, sagt der ÖAMTC-Experte.

Fußgänger sind zu wenig sichtbar

Ein großes Gefahrenpotenzial beinhaltet auch die schlechte Sichtbarkeit von Fußgängern in Dämmerung und Dunkelheit. Reflektierende Kleidung und richtiges Verhalten wie z.B. das Gehen auf der richtigen Seite der Straße, Stehenbleiben und Schauen am Schutzweg und überhaupt das Konzentrieren auf die Straße, sollte für Fußgänger ein Muss sein. Das folgende Video zeigt eindrucksvoll wie leicht Fußgänger übersehen werden können:

Schutzwege müssen sicherer werden

Wesentlich für einen effizienten Schutz durch einen Zebrastreifen sind gute Sichtbeziehungen zwischen Lenker und Fußgänger, niedrige Annäherungsgeschwindigkeiten der Fahrzeuge sowie eine gute Beleuchtung des Schutzweges. Wie der ÖAMTC durch Tests immer wieder aufgezeigt hat, weist gerade die Beleuchtung der Zebrastreifen zum Teil grobe Schwächen auf. Daher fordert der Club eine Aufwertung bestehender Schutzwege entsprechend der technischen Regelwerke. „Eine Differenzierung einzelner Schutzwege, vor allem innerhalb eines Straßenzuges, ist nicht zielführend. Sinnvoll ist stattdessen eine konsequente Mindestausstattung aller Zebrastreifen“, lautet der Appell des Experten Nosé.

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