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Jubiläum:

125 Jahreshaupt-versammlung der FF Poggersdorf

Poggersdorf – An der 125. Jahreshauptversammlung der FF Poggersdorf nahm gestern, Samstag den 6. Jänner 2018, Feuerwehrreferent LH Peter Kaiser Teil. Er lobte die Arbeit aller Kärntner Blauröcke insbesondere die der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner von Poggersdorf. Es sei hier etwas deutlich spürbar - nämlich Kameradschaft, Zusammenhalt und klare Verantwortlichkeiten.

„Ich bin sehr froh, dass ich die gesamten Berichte anhören konnte, denn das war für mich als Landesfeuerwehrreferent sehr lehrreich zu sehen, wie sich der Alltag in einer der 399 freiwilligen Feuerwehren, die wir neben Berufsfeuerwehren und Betriebsfeuerwehren in Kärnten haben, abspielt“, betonte Kaiser.

Art der Einsätze ändert sich

Als Landesfeuerwehreferent wolle er die Gelegenheit nutzen, um einige Dinge mitzuteilen: „Alles, was ich hier gesehen habe, bedarf einer kärntenweiten bzw. österreichweiten und sogar europäischen Strukturierung“, so Kaiser. Im letzten Jahr seien einige Dinge eingeleitet worden, auch mit allen im Kärntner Landtag vertretenen Parteien, wo man sehe, dass die Richtung stimme. Ganz entscheidend sei es, Bedrohungsszenarien im unmittelbaren Umfeld festzustellen. Hier müsse auch nachjustiert werden, weil sich allein durch Klimaveränderung und vieles andere mehr die Gefahrenquellen ständig verändern würden. „Wer hätte gedacht, dass ein Großteil der Einsätze Hochwassereinsätze sein werden, dass wir kärntenweit mehr als zwei Drittel technische Einsätze haben, dass der Brand erfreulicherweise zurückgeht, aber wenn es brennt chemische Zusammensetzungen und andere Umstände eine viel diffizilere Vorgehensweise erfordern“, sagte der Landeshauptmann. Auch bei Autobahnunfällen seien Feuerwehren unverzichtbar geworden.

Gute Ausbildung ist Voraussetzung

All das seien Herausforderungen, die beste Ausbildung verlangen, denn es würden Menschenleben davon abhängen. Man verlange sehr viel Qualität von allen Blaulicht- und Freiwilligenorganisationen. Diese Qualität halte nicht immer eins zu eins stand mit notwendigen Ausrüstungen und den entsprechenden Honorierungen in der Öffentlichkeit. „Und trotzdem sehe ich gerade auch Feuerwehren als jene Vorbildorganisationen, die manchmal auch mit unzulänglichen und nicht perfekter Ausrüstung ihre Frau, ihren Mann ihren Jugendlichen stellen, weil es eben notwendig ist, für andere alles zu tun, um sie aus einer gefährlichen Situation zu befreien“, so Kaiser. Deswegen würde der Gefahrenausrüstungsplan des Landes Kärnten und aller Feuerwehren überarbeitet werden „Wir überarbeiten auch auf kommunaler Ebene die Gefahrenpläne der Gemeinden und Bedrohungsszenarien und haben es aber auch nach oben hin ausgeweitet“, informierte der Landeshauptmann. In diesem Zusammenhang verwies er auf den Föhnsturm, der vor vier Wochen schlimme Verwüstungen gebracht habe. Hier seien es auch wieder Feuerwehren gewesen, die in vielen Bereichen und neuen Formen von Einsätzen im Verbund viel zusammengebracht hätten. „Und das zeigt, dass wir in diesen Bereichen in Kärnten auf eines stolz sein können: Auf über 24.000 Frauen, Männer und Jugendliche, die diese Feuerwehren repräsentieren“, sagte der Landeshauptmann.

Verbundleitsystem wird installiert

Daher sei beim letzten Feuerwehrtag beschlossen worden, ein Verbundleitsystem, was die Warnsituation betrifft, zu installieren. Damit würden die Landeswarnzentralen erstmals mit Einbindung der Berufsfeuerwehr Klagenfurt, der Hauptfeuerwache Villach und allen Bezirkswarnzentralen integriert werden. „Wir wollen so gemeinsam versuchen, diese hohe Qualität des Sicherheitsnetzes auch in Zukunft zu gewährleisten“, betonte Kaiser. Das sei ein wichtiger und richtiger Schritt, der in die Richtung führen soll, dass auch mit dem Einstieg in den Digitalfunk, optimale Bedingungen vorgefunden werden. „Danke für das was ihr für Kärnten, für Klagenfurt Land und für Poggersdorf tut – ich bin stolz auf euch“, so der Feuerwehrreferent.

LH Peter Kaiser und Kommandant Gottfried Smolej ehren einen Kameraden für 40 Jahre Dienst bei der FF Poggerdorf - © BUERGER

Kommandant Gottfried Smolej verwies auf die vielen weiteren Serviceleistungen und Hilfsdienste der Feuerwehr. „Die FF Poggersdorf ist stets bereit – 365 Tage – jedes Jahr – für Hilfeleistung bei Gefahren, die der Allgemeinheit oder dem Einzelnen bei Brand- und Katastrophenfällen und bei Elementarereignissen drohen.“

Freiwillige Feuerwehr Poggersdorf

Die FF Poggersdorf wurde am 6. Jänner 1893 gegründet und hat derzeit insgesamt 93 Mitglieder davon 17 Jugendmitglieder. Kommandant ist Oberbrandinspektor Gottfried Smolej, sein Stellvertreter ist Brandinspektor Markus Schwagerle. Weitere Informationen zur FF Poggersdorf sind auf der Facebookseite (HIER) zu finden.

Unter den Anwesenden waren auch Landtagspräsident Rudolf Schober, LAbg. Herbert Gaggl und Bgm. Arnold Marbek.

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