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Von Eltern für Eltern:

Neues Klagenfurter Eltern-Kind Café

Klagenfurt – Martina Kohlberger und Natascha Pössenbacher wollen ein Eltern-Kind Café in Klagenfurt eröffnen. Der erste Genehmigungsmarathon für das Eltern-Kind Café ist geschafft. Nun sind die zwei Powerfrauen auf der Suche nach einem geeigneten Platz um sich einzumieten.

 11 Minuten Lesezeit (1349 Wörter) | Änderung am 25.01.2018 - 20:14

Innerhalb von einem Monat hat die auf Facebook eröffnete Gruppe „Eltern-Kind Café Klagenfurt“ bereits über 500 Mitglieder. Das Interesse an einem Ort, wo Eltern sich mit ihren Kindern treffen können, scheint groß zu sein. Martina Kohlberger und Natascha Pössenbacher treffen mit ihrer Idee, ein Eltern-Kind Café in Klagenfurt zu eröffnen, anscheinend genau ins Schwarze. Wir haben uns mit den beiden Damen unterhalten und ein paar Details erfragt:

5 Minuten Klagenfurt: Bevor wir uns über eure tolle Idee unterhalten würden wir gerne wissen wer ihr seid und was es so über euch zu erzählen gibt.

Natascha Pössenbacher

Ich bin 31 Jahre alt, verheiratet und komme aus Klagenfurt. Ich war bis jetzt immer im Verkauf tätig, gelernt in einem Farben Fachhandel und vor Jahren habe ich dann in einem Bekleidungsgeschäft angefangen zu arbeiten. Im Juli 2016 bin ich Mutter geworden und war seitdem in Karenz. Mein früherer Arbeitgeber sperrte aber mit Ende 2017 seine Filiale zu und dadurch wurde ich dann arbeitslos. Mein Wunsch war es schon immer selbstständig zu sein. Durch meine Erfahrungen beim Planen Veranstaltungen, Geburtstagen etc. bin ich im Bereich Organisation sehr geübt. Seit September 2017 bin ich als Kleinunternehmerin im Bereich Kunsthandwerk, um meine kreativen Arbeiten ausüben zu können. Eins meiner größten Hobbys ist das Reisen um das Neue und Vielfältige dieser Welt zu sehen. Es gibt so Vieles in anderen Städten zu entdecken, was es bei uns in dieser Form noch gar nicht gibt. Also, wieso diese Ideen nicht auch hier umsetzen?


Martina Kohlberger

Ich bin 28 Jahre alt, verheiratet und komme aus Klagenfurt. Der Kinderwunsch ist schon lange da, wollte aber bisher noch nicht klappen. Ich bin gelernte Gartencenterkauffrau und habe eine an Lehre als Hotel- und Gastgewerbefachkraft. Seit meiner Lehre im Verkauf bin ich in der Gastronomie tätig und habe somit Jahre lange Erfahrung. Mein größter Wunsch war und ist es mein Hobby zum Beruf zu machen und der Weg in die Selbstständigkeit ist seit Jahren ein Traum von mir. Kinder bedeuten mir sehr viel, da sie in der Lage sind dir unvoreingenommen immer ein klares Feedback zu geben und ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Die Familie und Freunde stehen bei mir an oberster Stelle und ich bin Ihnen sehr dankbar, dass sie mich auf meinen Weg unterstützen und begleiten. Ich würde mich als einen sehr gefühlvollen und herzlichen Menschen bezeichnen, der immer ein offenes Ohr für seine Mitmenschen hat. Zu meinen Hobby´s zählen die Kreativität, die Musik, das Reisen, das Tauchen und vieles Neues zu entdecken.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen ein Eltern-Kind Café auf die Beine zu stellen? Immerhin ist das schon ein großes Projekt.

Natascha: Ich wollte mich schon sehr lange selbstständig machen, aber eben mit einer sinnvollen Idee mit der ich auch mein Familienleben unter Dach und Fach bekomme. Letztes Jahr im Herbst kam mir und Martina dann quasi aus der Not heraus diese Idee. Kleine Anekdote: Es war ein regnerischer Tag, ich wusste nicht was man noch alles in Klagenfurt machen kann und somit googelten wir wo es in der Umgebung was Spannendes für Kinder gäbe. Außer dem Lollipop in Villach (da durfte meine Kleine nicht rein) und dem Wahaha im Rosental gab es weit und breit nichts. Meiner Kleinen und auch meinem Neffen (3 Jahre) gefiel dieser Indoorspielplatz im Rosental sehr. Aber jedes Mal fast 40min Anfahrt ist nichts für den Alltag. Wieso also nicht unser Können und Know How kombinieren. So kamen wir auf die Idee. Und wir sind vom ersten Tag an davon überzeugt dies auch umsetzen zu können!

Martina: Da von der Stadt Klagenfurt bisher leider in diese Richtung nichts umgesetzt wurde, versuchen wir nun selbst etwas Tolles auf die Beine zu stellen. Bei uns soll es vor allem persönlich sein! Von Müttern für Mütter bzw. Eltern, denn Väter sind natürlich herzlich willkommen! Jeder kann mitreden und Anregungen, Wünsche und Ideen sind immer willkommen. Ich selbst wollte mich ja schon letztes Jahr zur Kleinkind-Erzieherin ausbilden lassen, was leider aufgrund der beschränkten Anzahl der Ausbildungsplätze nicht geklappt hat. Ich habe mich aber für den nächsten Kurs auch beworben. Und sollte ich einen Platz bekommen, können wir danach auch unser Angebot im Eltern-Kind Café erweitern.

Habt ihr von Beginn an geplant ein Eltern-Kind-Café zu betreiben oder ist diese Idee erst später entstanden? Die Facebookgruppe hieß ja vorher „Mami-Talk Klagenfurt“.

Natascha: Wir wollten es ursprünglich klein halten, denn falls wir an den Bewilligungen der Stadt scheitern, wüssten davon nicht so viele. Unser Marketing Berater machte uns aber Mut und sagte, dass wir in die Offensive gehen sollen. Also alles auf eine Karte setzen, denn auch so haben wir bessere Chancen auf Investoren oder weitere Kooperationen mit unterschiedlichen Firmen.
Das haben wir nun auch gemacht und wir sind überwältigt wie viel Zuspruch es hier gibt.

Was wäre denn euer Traum „Eltern-Kind Café“? Wie stellt ihr euch das optimal vor?

Martina: Hier liegt der Fokus absolut auf den Kindern. Wir wollen zu einem fairen und leistbaren Preis einen tollen Ort schaffen wo Kinder, Kinder sein können. Am besten wäre ein barrierefreier offener Standort mit vielen kostenlosen Parkmöglichkeiten. Unser Traum wäre natürlich ein großer, offener Raum! Ein Spielturm, mit Bällebad, Lese- und Spielecken und eine Entdeckerzone. Ein Kursraum für Veranstaltungen und Seminare und ein toller Cafébereich in dem sich die Eltern wohlfühlen. Alles im Natur Stil, mit Holz, Steinen und vielen Pflanzen die für ein gutes Wohlfühlklima sorgen sollen. Wenn es uns der Platz ermöglicht, möchten wir auch tolle Regale aufstellen, indem Mütter ihre selbst genähten und gebastelten Sachen präsentieren und verkaufen können.

Welche Ideen habt ihr von euren vielen Facebook-Mitgliedern bekommen und möchtet diese auch umsetzen?

Natascha: Wir haben einige sehr hilfreiche Ideen bekommen, wie Flohmarkt oder Tauschbörsen. Seminare & Vorträge uvm. Wir haben auch alle notiert. Ob wir alle umsetzten „dürfen“ ist noch offen. Wir versuchen es aber auf alle Fälle. Wir haben selber auch 1000e Ideen die wir alle umsetzen möchten. Angefangen von Geburtstagsfesten, Fasching und Halloween, oder auch dass der Nikolo und das Christkind vorbeikommen oder auch Tanzveranstaltungen für die größeren Kinder. Auch Ausflüge für Eltern mit ihren Kindern, zum Bauernhof, zum Rodeln etc. Manche haben vielleicht kein Auto und für die ist es zu umständlich mit Kindern mal raus zu kommen. Da versuchen wir Abhilfe zu schaffen. Auch sind Kurse und Abende für Eltern und Großeltern geplant. Wir wollen für die gesamte Familie etwas bieten.

Wo steht das Projekt derzeit?

Natascha: Die erste Hürde ist bereits geschafft. Nun stehen wir noch in den Mietverhandlungen unseres Traumobjekts. Der nächste Schritt wäre dann die Betriebsanlagengenehmigung fürs Café und den Indoorspielplatz. Und der größte Schritt wäre das Finanzieren durch Crowdfunding! Denn wenn uns all dies gelingen sollte steht einer leistbaren Unterhaltung für Jedermann nichts im Wege!

So bald der behördliche Teil abgeschlossen ist, wollt ihr euch persönlich bei den Facebook-Gruppenmitgliedern bei einem Kaffee vorstellen. Wann findet das statt?

Martina: Noch gibt es kein genaues Datum für diesen Treff. Geplant ist das aber in den ersten beiden Wochen im Feber. Wir müssen erst eine geeignete Lokalität finden. So bald das Datum steht, wird es in der „Eltern-Kind Café“ Gruppe auf Facebook veröffentlicht.

 

Weitere Informationen

Wer sich über den aktuellen Stand des Projekts informieren möchte, etwas beitragen oder die zwei Damen in anderer Art und Weise unterstützen möchte findet in der Facebookgruppe (HIER) die Möglichkeit dazu.

Derzeitiges Feedback ist durchgehend positiv

Interessiert hat uns natürlich auch, wie das Projekt von der Bevölkerung aufgenommen wird. Dazu haben Natascha und Martina gleich einen Post in ihrer Facebookgruppe gestartet und massenhaft Zuspruch bekommen. Lest selbst:

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