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Politik - Klagenfurt
Politische Vertreter und Experten präsentierten den Masterplan: Dr. Kurt, Fallast, DI Alexander Sadila, DI Volker Bidmon, LR Rolf Holub, LR Gerhard Köfer, Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz, Vizebürgermeister Christian Scheider und Labg. Herbert Gaggl (v.l.n.r.). © StadtPresse/Spatzek

Vorstellung Masterplan

Wird Klagenfurt zur Fahrradstadt?

Klagenfurt – Das Radfahren soll in Klagenfurt künftig noch attraktiver werden. Ein Maßnahmenkatalog, den Stadt und Land gemeinsam erarbeitet haben, wurde am Montag vorgestellt.

 4 Minuten Lesezeit (530 Wörter) | Änderung am 29.01.2018 - 14:31

Radfahren, gerade in urbanen Räume, hat viele Vorteile. Es wirkt sich positiv auf die Gesundheit, Umwelt und die lokale Wirtschaft aus. Daher liegt die Vision, des am Montag von Land Kärnten und Stadt Klagenfurt präsentieren „Masterplan Radfahren Klagenfurt“ auf der Hand: Radfahren soll Verkehrsmittel für alle Klagenfurter sein!

Infrastruktur und Bewusstsein verbessern

„Das wollen wir durch verschiedene Maßnahmen wie die Schaffung einer attraktiven Radfahrinfrastruktur, Bewusstseinsbildung bezüglich gesundheitlicher und wirtschaftlicher Vorteile des Radfahrens und der Umsetzung verkehrsberuhigender Maßnahmen in der Innenstadt erreichen“, erklären die Projektverantwortlichen DI Volker Bidmon und Dr. Kurt Fallast (Büro Planum). Wert gelegt wird besonders auf die Einbindung der Umlandgemeinden. Hier haben alle beteiligten politischen Vertreter bereits eine Charta für das Radfahren unterzeichnet.

Die nächsten Schritte

„Mit dem Masterplan können wir Radfahren für alle Klagenfurter als Verkehrsmittel der Wahl positionieren. In Zukunft wird es in der Stadt auch einen eigenen Radbeauftragten geben, bei dem alle Agenden zusammenlaufen“, kündigt Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz an. Als nächster Schritt erfolgt der Beschluss des Masterplans im Stadtsenat. Danach sind Bürgerinformationen (beispielsweise ein Radblog oder Bürgerbefragungen), die Festlegung eines Budgetrahmens und eine Prioritätenliste für die Umsetzung geplant. Einige Maßnahmen wie Bodenmarkierungen, Fahrradstreifen und Fahrradboxen hat die Stadt schon während der Entwicklungsphase des Masterplans verwirklicht, wie Dr. Kurt Fallast lobend feststellte.

So soll es nun weitergehen. Verkehrsreferent Vizebürgermeister Christian Scheider dazu: „Der Masterplan ist die optimale Vorgabe, jetzt geht es an die schnelle Umsetzung. Überall dort, wo neue Frequenz entsteht, soll automatisch der Radfahrverkehr gefördert werden, beispielsweise beim Wohnprojekt Harbach 2020.“ Bereits umgesetzt sind Bodenmarkierungen und Fahrradstreifen in der Bahnhofstraße, dem Rudolfsbahngürtel, der Adlergasse oder der Pernhartgasse.

Neue Fahrradstreifen werden angebracht

Schon verordnet wurden weitere Fahrradstreifen in der Florian-Gröger-Straße und Maximilianstraße. Sobald es die Witterung zulässt, werden sie angebracht. Zudem sollen heuer neue Druckknopf-Ampelanlagen in der Villacher Straße bei der S-Bahnstation und in der Waidmannsdorfer Straße bei der Ponderosa die Sicherheit erhöhen. Bei der Präsentation hat Verkehrsreferent Landesrat Gerhard Köfer angekündigt, 200.000 Euro jährlich als Sockelbetrag für die Umsetzung gemeinsamer Projekte aus dem Masterplan zur Verfügung zu stellen. Als Budget für das Radwegenetz stehen in Klagenfurt jetzt 500.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. „Mit dem Masterplan Radfahren Klagenfurt verfolgen wir eine eindeutige Vision und das klare Ziel, Kärnten zum Radfahrland Nummer eins zu etablieren. Dies gelingt nur durch die sukzessive Erweiterung und Verbesserung der Radwege. Besonders wertvoll in diesem Zusammenhang ist die Zusammenarbeit des Straßenbaureferates mit der Stadt Klagenfurt und dem Ex-Radprofi Paco Wrolich, die sich alle leidenschaftlich in die gesamte Thematik einbringen“, so Köfer.

Radverkehr soll verdoppelt werden

Umweltreferent Landesrat Rolf Holub sieht den Masterplan als Basis, „den Radfahrverkehr in Klagenfurt bzw. Kärnten verdoppeln zu können.“ Klagenfurt hat derzeit einen Radverkehrsanteil von rund 12 Prozent. Die größenmäßig vergleichbaren Städte Bozen oder das niederländische Zwolle liegen dank starken Engagements für den Radverkehr bei etwa 30 Prozent und dienen als Vorbild. Alle Beteiligten bekannten sich dazu, den Masterplan einmal jährlich mit Experten zu evaluieren und so laufend weiterzuentwickeln.

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