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Experten von Wasserverband Faaker See, Wasserwerk Villach, Gesundheitsamt und Politik klären mit Bürgermeister Günther Albel die Sachlage © Stadt Villach/Künster

Trinkwasser:

Lackgeruch: „Aktuell keine Gefährdung der Gesundheit!“

Villach – Aufgrund der Vorfälle um den Wasserversorgungsverband Faaker See (Lackgeruch im Trinkwasser) fand heute, Donnerstag den 1. Feber 2018, eine Expertenrunde zum Thema statt. Jetzt kann Entwarnung gegeben werden: Es besteht aktuell keine Gesundheitsgefährdung. Auch bereits konsumiertes Wasser sei in üblichen Mengen nicht gesundheitsschädlich. Trotzdem soll man das Wasser aktuell nicht trinken.

 3 Minuten Lesezeit (367 Wörter) | Änderung am 01.02.2018 - 16:35

Am heutigen Donnerstag lud Bürgermeister Günther Albel zu Experten-Runde. Mit dabei waren Gesundheitsstadtrat Christian Pober, Wasserwerkzuständige Katharina Spanring und die Leiter des Gesunheitsamtes und Wasserwerks sowie ein Vetreter des Wasserversorgungsverbandes Faaker See. „Auch wenn das Problem nichts mit der Stadt Villach zu tun hat, so sind doch Villacher Bürger betroffen. Diese haben ein Recht auf maximale Information“, so Bürgermeister Albel.

Das sind die Fakten:

Die gemeinsame Aufarbeitung der vergangenen Tage durch Experten aus Wasserverband Faaker See, Villacher Wasserwerk und Gesundheitsamt hat folgende Fakten ergeben:

  • Der Wasserversorgungsverband hat unmittelbar, nachdem es erste Meldungen über einen „lackartigen Geruch“ im Trinkwasser gegeben hat, eine Entleerung des betroffenen Hochbehälters und die Spülung mehrerer Leitungen veranlasst. Zudem wurden Wasserproben gezogen.
  • In den untersuchten Proben wurde von der Lebensmitteluntersuchungsanstalt Kärnten Ethylbenzol nachgewiesen. Dieser Stoff wird unter anderem als Lösungsmittel für Farben verwendet. Da in einem Nebenraum des betroffenen Hochbehälters vor kurzem Rostschutzmaßnahmen mit einem Lack durchgeführt wurden, kann ein Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden.
  • Laut Auskunft der Abteilung 5 (Gesundheit und Pflege) der Landesregierung besteht derzeit aufgrund der gesetzten Maßnahmen keine Gefährdung der Gesundheit.
  • Getroffene Maßnahmen: Die betroffene Bevölkerung in rund 150 Haushalten wurde informiert, dass ihr Leitungswasser derzeit als Trinkwasser nicht geeignet ist. Bis zur Klärung der genauen Ursachen und Umstände der Verunreinigung wurden die Vorsichtsmaßnahmen noch ausgeweitet: Das Wasser soll vorübergehend von Kleinkindern und älteren, gesundheitlich eingeschränkten Personen auch nicht zum Duschen und Baden verwendet werden. Für die Bevölkerung steht abgepacktes Trinkwasser zur Verfügung. Wie lange diese Vorsichtsmaßnahmen aufrecht bleiben, kann derzeit nicht gesagt werden.
  • Die genaue Klärung der Verunreinigung erfordert eine toxikologische Expertise. Dies wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
  • Außerhalb der 150 Haushalte in Turdanitsch/Tschinowitsch gibt es keine Betroffenen und keinerlei Einschränkungen beim Wassergebrauch.
  • Da es sich um eine chemische Veruneinigung handelt ist ein abkochen des Wassers wirkungslos

Bürgermeister Albel stellt abschließend fest, dass die Stadt Villach dem betroffenen Wasserversorgungsverband Faaker See rasch und effizient zu Hilfe gekommen ist: „Wir werden den bedauerlichen Vorfall im Wasserverband Faaker See für die Bevölkerung auch weiterhin möglichst transparent bearbeiten.“

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