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Politik - Villach
© LPD/fritzpress

Tag der Einsatzkräfte

Ohne Freiwilligkeit würde nichts funktionieren

Velden – Heute, Samstag, fand bereits zum vierten Mal der "Tag der Einsatzkräfte" statt. Im Casineum Velden wurde den Mitgliedern aller Organisationen Dank, Anerkennung und Wertschätzung von Landeshauptmann Peter Kaiser und seinen Regierungskollegen, den Landesräten Gernot Darmann, Christian Benger und Rolf Holub, ausgesprochen. Mit dabei waren auch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, die Landtagspräsidenten Reinhart Rohr und Rudolf Schober sowie Landesamtsdirektor Dieter Platzer.

 6 Minuten Lesezeit (762 Wörter) | Änderung am 03.02.2018 - 17:36

Sobotka lobte die Idee des Landes Kärnten, diesen „Tag der Einsatzkräfte“ durchzuführen und Danke zu sagen für die Einsatzbereitschaft 365 Tage im Jahr. „Es ist ein Teil der Lebensqualität des Landes, ein Teil dessen, was Kärnten ausmacht“, so Sobotka.

Fixer Bestandteil

Der „Tag der Einsatzkräfte“ sei schon längst ein fixer Bestandteil der Arbeit im Land Kärnten, da es wichtig sei offiziell in Vertretung der Bürgerinnen und Bürger Danke zu sagen, so der Landeshauptmann. „Sie stellen egal wo in allen Bereichen ihre Frau oder ihren Mann und unser Dank soll daher nicht nur in Worten, sondern auch in gesetzlichen oder Begleitmaßnahmen gipfeln“, betonte Kaiser. Erfahrungen sollten in Schulungen, Vorbereitungsmaßnahmen und Katastrophenplänen einfließen. So habe beispielsweise der Fönsturm Yves gezeigt, dass die Kooperation sehr gut funktioniere, aber dass auch zivile Bereiche wie Straßenmeistereien involviert würden. Aus diesen Erfahrungen habe man Schlüsse ziehen können, so würden die Warnsysteme weiter vervollständigt und Übungen absolviert, damit das Ineinandergreifen noch besser funktioniere.

Angriffe auf Exekutivbeamte

„Auch die Prävention soll Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit erleichtern, so sollen Erste-Hilfe-Kurse für die breite Masse intensiviert werden“, kündigte Kaiser an. Außerdem soll in der Elementarpädagogik das Verantwortungsbewusstsein und das Interesse schon bei Kindern geweckt werden. „Wir wollen im Land Kärnten alles dafür tun, dass Sie es in Ihren schwierigen verantwortungsvollen Tätigkeiten eine Spur leichter haben“, betonte Kaiser.

Sehr deutlich machte der Landeshauptmann, dass er Null-Verständnis für „Handy-Voyeurismus“ habe: „Ich appelliere an die Selbstbeherrschung eines jeden, um jenen, die Leben retten, nicht im Weg zu stehen.“ Aufs schärfste verurteilte der Landeshauptmann auch tätliche Angriffe auf Exekutivbeamte: „Das sind keine Kavaliersdelikte.“

Großer Dienst an Kärnten

Der Landeshauptmann verwies auf das kommende Ende der Legislaturperiode und nutze die Gelegenheit, um für die vergangenen fünf Jahre Danke zu sagen. „Was Sie täglich leisten, das gibt Kärnten eine besondere Qualität, an Lebensqualität und Sicherheit. Ohne Sie wäre das Land sehr viel ärmer“, sagte Kaiser und dankte allen 13 Kärntner Hilfs- und Einsatzorganisationen und zusätzlich dem Sicherheitsdienst sowie der Straßen-und Brückenabteilung des Landes. „Sie sind Beispiel für den notwendigen Zusammenhalt in der Gesellschaft und leisten großen Dienst an Kärnten und seinen Menschen – bitte machen Sie weiter so. Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches 2018.“



„In Kärnten werde nicht lange überlegt, sondern sofort geholfen“ lobte LR Darmann die Einsatzbereitschaft in unserem Bundesland. Als Verkehrssicherheitsreferent bedankte er sich für die Unterstützung vieler Initiativen wie beispielsweise die Schulwegsicherung.

Ohne Freiwilligkeit würde nichts funktionieren

„Ohne diese Freiwilligkeit würde nichts funktionieren und daher haben wir alles zu tun, um diese ehrenamtlichen Tätigkeiten wertzuschätzen und zu fördern“, sagte LR Benger. Bei der Bewältigung des Fönsturms Yves sei Übermenschliches geleistet worden. „Sie sind die wahren Heldinnen und Helden des Alltags“, so Benger. Für Menschen, die bereit sind, in schwierigsten Situationen ihr Leben aufs Spiel zu setzen und für uns etwas zu tun, müssten die notwendigen Rahmenbedingungen zur Verfügung stehen, sagte Benger und verwies in diesem Zusammenhang auf den Digitalfunk oder den Abbau von Bürokratie.

LR Holub meinte, dass die Katastropheneinsatzpläne mit EU-Geld an die aktuellen Katastrophen angepasst werden sollten.

„Jeder kennt jeden – das zeichnet Kärnten aus.“

Sehr amüsant und pointenreich führte ORF-Moderator Marco Ventre durch die Veranstaltung. Er holte Vertreterinnen und Vertreter von dreizehn Organisationen, der Kelag und dazu den Sicherheitsdienst sowie die Straßen- und Brückenbauabteilung des Landes zu Kurzinterviews auf die Bühne. Sie stellten sich und ihre Arbeit näher vor: Bergrettungsdienst, Bundesheer, Feuerwehrverband, Gruben- und Höhlenrettung, Johanniter-Unfall Hilfe, Landespolizeidirektion mit Flugpolizei, Rettungshundebrigade, Rotes Kreuz, Samariterbund-Rettung sowie -Rettungshundestaffel, Wasserrettung und Zivilschutzverband. Alle boten beeindruckende Leistungsberichte über ihre Einsätze um Menschen zu helfen bzw. Hab und Gut zu retten. So berichteten beispielsweise Revierinspektor Gerhard Eggeler (Polizeiinspektion St. Jakob im Rosental) und Gruppeninspektor Ernst Graber (Polizeiinspektion Faak am See) wie sie einen Menschen vor dem Freitod bewahrt haben. Und der Sicherheitsbeauftragte des Landes, Markus Hudobnik, lobte die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte: „Jeder kennt jeden – das zeichnet Kärnten aus.“

Unter den vielen Gästen waren auch Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, Ferdinand Vouk, Bürgermeister von Velden und Christian Poglitsch, Bundesrat und Bürgermeister der Marktgemeinde Finkenstein. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Band „Little Stars“, das Jung Blasorchester vom Musikverein Grafenstein.

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