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Politik - Klagenfurt
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Einer nach dem anderen:

Scheider: „Von einer Baumschützer- zur Baumschlägerpartei“

Klagenfurt- Stauderplatz – Erneut wurden in der Klagenfurter Innenstadt Bäume gefällt. Insgesamt waren es 23 Stück. Der Grüne-Stadtrat Frank Frey rechtfertigt die Aktion. Thomas Winter-Holzinger (F.A.I.R.) will dies so nicht hinnehmen und fordert nun ein Gutachten ein. Auch Vizebürgermeister Christian Scheider (FPÖ) übt Kritik.

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Argument „Pilzbefall“ nicht glaubwürdig

Seit 2015 werden in Klagenfurt vermehrt Bäume gefällt. Besonders am Stauderplatz ist das Ausmaß stark sichtbar. Auffallend ist, dass immer wieder „Pilzbefall“ als Grund angegeben wird.

„Für mich ist diese Argumentation nicht nachvollziehbar“, so F.A.I.R. Klubobmann Thomas Winter-Holzinger. Seit 2015 werden in Klagenfurt vermehrt Bäume gefällt. Zunächst wurde dies von Grünen Stadtrat Frank Frey mit Einsparungen begründet und jetzt hört man immer wieder das Argument Pilzbefall. Immerhin: An den Stellen werde man im Frühling neue Bäume pflanzen.

Argument von Pilzbefall bei Bäumen wird von F.A.I.R. in Klagenfurt in Frage gestellt - © 5min

F.A.I.R fordert Gutachten

„Bei dieser hohen Anzahl an Bäumen, welche unter Stadtrat Frank Frey angeblich so krank geworden sind, dass sie gefällt werden mussten, wäre dies sicher im Gemeinderat oder in Ausschüssen, unter Beiziehung von externen Beratern, intensiv diskutiert worden“, so Winter-Holzinger weiter. „Mir sind keine derartigen Debatten bekannt, deswegen werden wir in der nächsten Gemeinderatssitzung darauf drängen, dass ein umfassendes externes Gutachten über den Zustand der Klagenfurter Bäume erstellt wird, um unsere Klagenfurter Bäume zu schützen.“

Von Baumschützer- zu Baumschlägerpartei

Auch Vizebürgermeister Christian Scheider (FPÖ) zeigt sich über die Baumschlägerungswelle überrascht. „Seinerzeit haben sich die Grünen beim Ringausbau und beim Bau der City Arkaden an jeden Baum gekettet, um dessen Schlägerung zu verhindern sei der Baum auch noch so alt oder krank gewesen. Damals waren die Grünen in einer Oppositionsrolle und gegen jede Vernichtung von Naturgebieten, obwohl es sich dabei um absolut wichtige und zukunftsorientierte Projekte gehandelt hat. Heute sind sie in Regierungsverantwortung und prompt haben sie alle ihre grünen Themen, für das sie einst gestanden sind, über Bord geworfen. Es wird auf alle Fälle viele Jahre brauchen, bis die Bäume wieder eine dementsprechende Höhe erreichen werden, um ins Ortsbild zu passen!“, sagt Scheider und bedauert die Aktion von Frey.

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