Zum Thema:

11.07.2018 - 10:56Mehr Geld für Sport?17.06.2018 - 11:39„Euregio Senza Confini“ unter Kärntner Vorsitz13.06.2018 - 19:20Ein bisschen New York in Klagenfurt16.04.2018 - 14:39Peter Kaiser als Landes­hauptmann angelobt
Politik - Villach & Klagenfurt
Antrittsbesuch von Verteidigungsminister Mario Kunasek bei Landeshauptmann Peter Kaiser © Büro LH Kaiser

Großkaserne nur eines der Themen

Verteidigungs­minister Kunasek besucht Kärnten

Villach/Klagenfurt – Zu einem Antrittsbesuch empfing Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser heute den neuen Verteidigungsminister Mario Kunasek. Auch die Großkaserne in Villach und die Wiederbesetzung des Hubschrauberstützpunktes am Flughafen Klagenfurt waren Gesprächsthemen.

 4 Minuten Lesezeit (554 Wörter) | Änderung am 09.02.2018 - 15:28

Murenabgang in Afritz und Föhnsturm ‚Yves‘

Als Gastgeschenk gab es vom Landeshauptmann einen Kärntner Reindling. „Um Appetit auf eine Stärkung des Bundesheeres in Kärnten zu machen“, so Kaiser. Der Landeshauptmann nutzte die Gelegenheit, um Verteidigungsminister Kunasek die Bedeutung des Bundesheeres für die Bevölkerung und die enge Verbindung mit ihr sowie dem Land Kärnten zu verdeutlichen. „Vor allem in Katastrophenfällen, wie beim Murenabgang in Afritz oder zuletzt beim Föhnsturm ‚Yves‘ in Südkärnten, wurde die Wichtigkeit eines raschen Bundesheereinsatzes wieder bewusst“, so Kaiser. Daher sei aus Sicht Kärntens für die neue Bundesregierung der unter Kunaseks Vorgänger eingeschlagene Weg der Stärkung der Truppe uneingeschränkt fortzusetzen.

Großkaserne Villach

„Vor allem der dringende und bereits vereinbarte Neubau einer Großkaserne in Villach duldet aufgrund der bereits in die Jahre gekommenen Rohr- und Henselkaserne keinen weiteren Aufschub mehr. Am geplanten Start 2019 muss festgehalten werden“, verdeutlichte der Landeshauptmann. Bezugnehmend auf die sich verändernden Bedrohungsszenarien – Stichwort Cyberangriff – sieht Kaiser im Rahmen der Reform LV 21.1 gerade durch einen Kasernenneubau in Villach die Möglichkeit für ein Leuchtturmprojekt. „Die neue Kaserne könnte gemäß einer Idee des Verteidigungsministers zu einem Vorzeigemodell einer „Sicherheitsinsel“ werden, einer völlig autarken, also energie- und versorgungsunabhängige Kaserne, die im Ernstfall, z.B. bei einem Blackout, die temporäre Unterstützung der Zivilbevölkerung und der Blaulichtorganisationen gewährleisten könnte“, so Kaiser, der auch insgesamt eine Lanze für sämtliche Kärntner Kasernenstandorte brach.

Großkaserne Villach

Die Stadt Villach soll eine Verbindungsstraße zwischen dem Übungsplatz der Pioniere in Langauen und dem Kasernenareal in der Oberen Fellach bauen. Bürgermeister Günther Albel betonte bei der heutigen Besprechung mit Kunasek die Bedeutung des Bundesheeres: „Villach hat sich immer als Garnisonsstadt gesehen. Die Zusammenarbeit mit dem Heer funktioniert hervorragend.“ Daher sei es ihm auch wichtig, festzuhalten, dass Villach seinen Beitrag zum Neubau leisten werde – in Form einer neuen Zufahrt zur ausgebauten Kaserne. „Ersten Schätzungen zufolge wird diese Straße, die von Langauen zur Kaserne führen soll, rund 1,6 Millionen Euro kosten.“ Die Straße sei wichtig, um den zu erwartenden Mehrverkehr nicht durch die Ortschaft Obere Fellach zu leiten.

Mehr Hintegründe zum Neubau gibt es in unserem Artikel: Großkaserne: Baubeginn schon 2019?

Wie der ORF heute berichtet, soll in Kärnten ein neues Bataillon mit 136 Leuten eingerichtet werden. Darüber hinaus befindet sich das Bundesheer auf der Suche nach Nachwuchs. 650 bis 700 Soldaten, Soldatinnen und Bedienstete müssen in den nächsten Jahren wegen einer Pensionierungswelle angeworben werden.

Hubschrauberstützpunkt am Flughafen Klagenfurt

Ebenso dürfe an der erfolgreichen Wiederbesetzung des Hubschrauberstützpunktes am Flughafen Klagenfurt nicht gerüttelt werden. „Die Einsätze in den letzten Katastrophenfällen haben gezeigt, wie unverzichtbar ein stationierter Bundesheerhubschrauber hier ist, um rasch Hilfe leisten zu können“, so Kaiser.

10 Millionen Euro für die Infrastruktur

Verteidigungsminister Kunasek bestätigte, den erfolgreichen Weg seines Vorgängers fortsetzen zu wollen und kündigte für die nächsten Jahre zehn Millionen Euro an Investitionen in die Infrastruktur des Kärntner Bundesheeres an. „Ich bin stolz auf die Leistungen der Kärntner Soldatinnen und Soldaten, die in den Katastropheneinsätzen und im laufenden Assistenzeinsatz an der Grenze täglich für ihr Land da sind“, so Kunasek.

Kommentare laden