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Leute - Villach & Klagenfurt
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VKI testet:

Wie gut sind unsere Faschingskrapfen?

Villach/Klagenfurt – Faschingszeit ist Krapfenzeit. Passend dazu hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) verschiedene Krapfen unter die Lupe genommen und sie auf Herz und Fülle geprüft. Das Ergebnis ist süß und fettig.

 4 Minuten Lesezeit (482 Wörter)

Krapfen sind das ganze Jahr über beliebt, jedoch zur Faschingszeit sind sie natürlich ein absolutes Muss und werden von Groß und Klein in jeglicher Form und Variante genossen. Der Verein für Konsumenteninformation hat rechtzeitig zur Krapfen-Hochsaison das beliebte Gebäck unter die Lupe genommen.

13 Faschingskrapfen getestet

13 Faschingskrapfen in der beliebtesten Variante, mit Marillenmarmeladefüllung, wurden untersucht. Mit dabei waren Proben aus Supermärkten, Diskontern und Bäckerei-Filialen, darunter auch eine Vollwertbäckerei. Die Preisspannen waren dabei exorbitant. Der Stückpreis des günstigsten Krapfens lag bei 0,28 Euro, der teuerste kostete 1,60 Euro. Sämtliche Proben wurden im Labor auf den Zucker- und Fettgehalt untersucht, eine Verkostung wurde durchgeführt und die Kennzeichnung wurde überprüft. Weiters wurde die Marmeladen-Füllmenge gemessen und die Herkunft der Zutaten bei den Herstellern erfragt.

Verkostung durchwegs positiv

Ein positives Ergebnis ergab die Verkostung, dabei wurden Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz der Krapfen bewertet. An den meisten Produkten gab es nichts auszusetzen. Lediglich zwei Proben kamen nicht ganz so gut an: Der Krapfen von Mann, schmeckte den Verkostern zu stark nach Rum, und der Krapfen von Schwarz war ihnen zu fettig. In der Verkostung am besten abgeschnitten hat der Krapfen von Hofer (Gutes vom Bäcker), der mit einem Preis von 0,32 Euro auch einer der preiswertesten im Test war.

Eine fettige Überraschung

Nicht ganz so positiv war das Ergebnis der Laboruntersuchung. Der Vergleich von deklarierten Nährwertangaben mit den im Labor ermittelten Werten zeigte, dass die Backwaren tendenziell deftiger waren als angegeben. Im Falle der Probe von Interspar wurde der deklarierte Wert immerhin um 147 Prozent überschritten. Auch bei den Zuckerwerten klafften die Werte teilweise beträchtlich auseinander. Die Mindestmenge für die Marmeladenfüllung wurde jedoch von keinem Hersteller unterschritten.

Herkunft der Zutaten zwiespältig

In Bezug auf Herstellung und die Herkunft der verwendeten Zutaten ergab sich ein zwiespältiges Bild. Laut Herstellerangaben wurden überwiegend österreichische Rohwaren verwendet und die Krapfen wurden auch hier erzeugt. Nur bei Anker stammten die Zutaten großteils aus Deutschland oder anderen EU-Ländern. Die Krapfen im Test wurden in Deutschland hergestellt und tiefgekühlt an die österreichischen Filialen geliefert, wo sie dann aufgetaut wurden. Davon erfahren Kunden aber nichts, weil die Krapfen nicht als aufgetaut deklariert sind. Auch Ströck verkauft bei großer Nachfrage aufgetaute Krapfen, ohne sie als solche zu kennzeichnen. „Im Gegensatz zur Bäckereibranche, ist es in Supermärkten nicht unüblich, dass Krapfen aufgetaut werden“, erklärt Nina Siegenthaler, Projektleiterin im VKI. „Das ist dann jedoch im Normalfall auch auf der Verpackung angegeben. Zwar gibt es auch dort Ausnahmen, wie beispielsweise den Hersteller der Krapfen von Billa Mehlspeis Paradies, aber die meisten Hersteller bzw. Anbieter stehen erfreulicherweise dazu, aufgetaute Ware zu verkaufen oder bieten sie eben frisch an.“

Weitere Informationen

Mehr Informationen zum Verein für Konsumenteninformation sind auf der Webseite (HIER) zu finden. Der vollständige Krapfentest ist HIER zu nachzulesen.

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