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Leute - Klagenfurt
© pixabay

Erhebt euch und tanzt!

One Billion Rising in Klagenfurt

Klagenfurt – Mit der Aktion „One Billion Rising“ wird am 14. Februar weltweit öffentlich ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt. In Klagenfurt findet die Aktion morgen vor dem Rathaus statt.

Über den Hashtag #metoo, der im Oktober 2017 startete, kam international die Diskussion über sexualisierte Gewalt, oft auch über Jahrzehnte zurück liegende Ereignisse, die Frauen-, ja sogar Mädchenleben veränderten, ins Rollen.

Am Valentinstag vor dem Rathaus

One Billion Rising (eine Milliarde erhebt sich) ist eine etwas andere Antwort auf die vielen Formen der Gewalt gegen Frauen. Die weltweit größte Massenprotestkundgebung findet ausgerechnet am Valentinstag statt. Die „Milliarde“ bezieht sich auf eine UN-Statistik aus dem Jahr 2012, nach der weltweit jede dritte Frau Opfer von Gewalt wird. Der Tanz wird zum Lied „Break the chain“ („Sprenge die Ketten“ in der deutschen Version) und nach fester Choreographie getanzt, das Rahmenprogramm variiert lokal. Auch in Österreich gibt es zahlreiche Workshop-Gelegenheiten, um den Tanz zu erlernen. Aber auch ohne die Tanzschritte zu beherrschen, freuen sich die Risings auf viele TeilnehmerInnen.

One Billion Rising

Klagenfurt: 12.30 bis 13.30 Uhr vor dem Rathaus

Jede dritte Frau von sexueller Belästigung betroffen

Gemäß der Studie der europäischen Grundrechtsagentur FRA ist jede 5. Frau in Österreich ab dem 15. Lebensjahr von körperlicher und/oder psychischer Gewalt, jede 3. Frau von sexueller Belästigung und jede 7. Frau von Stalking betroffen. Oft wird die Gewalt von Männern ausgeübt, aber nicht von Unbekannten, wie sich vermuten ließe. 90 Prozent aller Gewalttaten werden nach Schätzungen der Polizei in der Familie und im sozialen Nahraum ausgeübt: (Ex-)Ehepartner, (Ex-)Lebensgefährten, männliche Verwandte und Bekannte. Wie die #metoo-Kampagne aufzeigte, besteht immer noch riesiger Handlungsbedarf beim Thema Gewalt gegen Frauen. „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist niemals ok. Und darüber ist zu sprechen, gerne auch zu tanzen. So oft und so lange, bis es sie nicht mehr gibt. Auch Männern können und sollen hier ihre Solidarität bekunden und mittanzen“, so Generalsekretär Thomas Weninger.

Hilfe für Gewaltopfer

  • bundesweite Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800/222 555
  • www.haltdergewalt.at bietet jeden Montag zwischen 19 und 22 Uhr Onlineberatung an
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