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Leute - Villach
Reportage
Als eine der wenigen Kärntnerinnen hat es Emel Gloss geschafft, ihr Hobby zum Beruf zu  machen
Als eine der wenigen Kärntnerinnen hat es Emel Gloss geschafft, ihr Hobby zum Beruf zu machen © Privat

Knapp 170.000 Instagram-Follower:

„So verdiene ich Geld mit Instagram!“

Velden – Kann man von Instagram leben? Wie läuft das alles ab und wie sieht die Arbeit eines Social Media - Influencer aus? Wir fragten bei einer der erfolgreichsten Social Media Influencer Kärntens nach: Emel Gloss hat uns einen Blick hinter die Kulissen gewährt.

 6 Minuten Lesezeit (811 Wörter) | Änderung am 16.02.2018 - 12:35

Ihrer Meinung nach, kann man das eine oder andere schon verraten, denn „diese Arbeit macht mich glücklich – warum sollte ich meine Erfahrungen daher nicht mit anderen teilen?“, lacht die junge Kärntnerin. Aber beginnen wir weiter vorne…

Vom Hobby zur Selbstständigkeit

„Ich mag Mode, liebe Kosmetik und Schmuck, daher war es einfach ein Hobby, mich mit all dem auf Instagram zu präsentieren“, so Emel Gloss (Künstlername), die ursprünglich aus dem Gailtal kommt: „Ich habe das für mich gemacht und als die Menschen begannen, sich für mich zu interessieren und mit mir zu interagieren war ich schon sehr verblüfft – wie kann es denn wildfremde Menschen interessieren, was ich mache?“ Das war vor fünf Jahren: Aus einem Hobby wurde eine große Leidenschaft und nach viel harter Arbeit ein Beruf. Die Zahl der Follower stieg und stieg und als die erste Firma bei ihr anklopfte, war sie noch erstaunter. „Es ging einfach darum, ihre Produkte zu präsentieren.“ Dann kam der Stein ins Rollen, mittlerweile hat sie knapp 170.000 Instagram-Follower und ist als Influencerin selbstständig, wovon sie gut leben kann. Nebenher macht sie auch noch eine Ausbildung fertig, für ihr Praktikum ist sie Vollzeit im Einsatz.

 

Pakete voller Schmuck und Co.

Die Veldnerin verrät uns wie das alles funktioniert: „Man bekommt von namhaften Unternehmen Angebote zur Kooperation. Die kann man annehmen oder eben nicht. Ich selbst mache nur Werbung für Produkte, die auch vertreten kann – die mir also auch wirklich gefallen!“ Sie macht zum Beispiel überhaupt keinen Sport, „daher könnte ich nie Werbung für Sportlernahrung machen“, lacht Emel. Wenn eine Kooperation gefällt, darf man sich zum Beispiel vom Onlineshop etwas aussuchen, bekommt es geschickt und postet es dann auf Instagram. Solche Werbekooperationen werden auch bezahlt. „Manchmal schicken dir Firmen einfach etwas zu, dann darf ich entscheiden ob ich es poste oder nicht. Wenn mir etwas sehr gefällt, warum nicht – ansonsten frage ich halt, ob ich es wieder zurückschicken darf!“ Drei bis fünf Pakete bekommt sie wöchentlich zugeschickt, klingt verlockend, oder? Geschenke bekommen und Geld verdienen? „Ja es macht wirklich viel Spaß, aber es ist auch harte Arbeit!“ Sie macht die Fotos entweder selbst oder fragt Ihre Freundinnen ob sie kurz ein Foto machen können, sitzt stundenlang am Handy oder Laptop um Anfragen zu beantworten und nimmt sich für die Beziehungspflege zu ihrer Community richtig viel Zeit. Hat das Ganze auch Schattenseiten?

„Manchmal kann es einem richtig weh tun!“

„Mir ist bewusst, dass ich eine große Verantwortung trage – immerhin erreiche ich auch viele sehr junge Menschen“, erzählt sie. Darum denkt sie über die Postings lange und gewissenhaft nach. „Wer in der Öffentlichkeit steht, muss auch mit Kritik rechnen – das lässt sich nicht verhindern. Es wäre nicht ehrlich, wenn ich behaupten würde, alles ließe mich kalt. Manchmal können einen bösartige Nachrichten richtig weh tun.“ Eines ihrer Markenzeichen ist bei den Videobotschaft ihr Kärntner Akzent – für viele ein NoGo, für andere jedoch richtig sympathisch. „Wer mich nicht mag, muss mir ja nicht folgen“, so ihr Fazit.  Die positiven Seiten überwiegen aber, „es ist schön zu sehen, dass mich die meisten akzeptieren wie ich bin, dass ich Menschen inspirieren darf – ich gebe gerne Liebe und ich bekomme sie auch zurück – das ist das Schöne an meinem Beruf!“ Abschließend erklärt sie: „Wenn meine Reichweite für soziale Zwecke nützlich ist und ich damit helfen kann, würde ich mich freuen, wenn ihr mich kontaktiert!“

Daten und Fakten

  • Instagram–> www.instagram.com/emelgloss
  • 169.000 Follower und damit eine der erfolgreichsten Influencer Kärntens
  • 60% Frauenanteil zwischen 18 bis 30 Jahren

Wie schafft man es, ein erfolgreicher Influencer zu werden?

Wir fragten beim Interview gleich nach – was würde sie Nachwuchs-Influencern raten & was hat ihr geholfen?

  • Sei einfach du selbst – du bist in Ordnung sowie du bist. Authentizität macht glaubwürdig und mit deiner persönlichen Note einfach sympathisch.
  • Geduld: Follower kommen nicht von heute auf morgen. Bleib dahinter und gibt nicht auf.
  • Community-Pflege: „Ich sitze oft stundenlang dabei Nachrichten zu beantworten und ich liebe es. Ich mag meine Follower einfach!“
  • Mach das, wo du auch dahinter stehen kannst, verbieg dich nicht und bleib dir treu.
  • Influencer (& BloggerInnen) kennen sich untereinander und helfen dir. „Ich besuche viele Blogger-Events, daraus entstehen echte Freundschaften!“ Große Accounts schließen sich oft für Kooperationen zusammen, das bringt dir und der anderen Influencerin viele neue Follower.
  • Eigentlich eh logisch, aber man kann es nicht oft genug erwähnen: „Schöne Fotos sind alles. Helle satte Farben und Fotos, die nicht zu sehr bearbeitet wirken sind mein Erfolgsrezept!“
  • Gewinnspiele, Gewinnspiele und nochmals Gewinnspiele: Das sorgt für die nötige Action!
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