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Politik - Villach & Klagenfurt
FPÖ findet, dass die Werbung an "Nordkorea-Propaganda" erinnert!? © 5min.at

Nordkorea-Propaganda Vergleich, Schneemänner und vieles mehr...

Nervt euch der Wahlkampf schon, oder geht´s noch?

Kärnten – Noch wenige Wochen bis zur Wahl. Wann wissen wir, dass der Wahlkampf in die heiße Phase kommt? Wenn wir solche Pressemitteilungen mit Titeln wie "SPÖ nimmt Propaganda-Anleihe in Nordkorea" bekommen. Moment, Nordkorea - der Staat, bei dem man sofort an ein diktatorisches Regime denkt? Wir wollen wissen: Was geht euch auf den Nerv?

 6 Minuten Lesezeit (764 Wörter)

FPÖ-Landesgeschäftsführer Anton Schweiger nimmt in einer heutigen Aussendung Bezug auf ein fast sechs Meter hohes, wie er sagt „Konterfei von Peter Kaiser“, das seit gestern in der St. Veiter Straße steht. In der Aussendung heißt es weiter: „Diese überdimensionierte Abbildung eines sozialistischen Politikers erinnert stark an die Propaganda von Nordkoreas Großen Führer Kim Jong Un. [sic!] Dort, wo die politischen Leistungen eher klein sind, ist die Werbeinszenierung umso größer“, so Schweiger. Seitens der SPÖ heißt es auf Anfrage von 5 Minuten, dass auf solche „Versuche“ grundsätzlich nicht reagiert wird.

Was nervt dich so richtig & was ist spannend?

Na klar, vor den Wahlen geht es immer hoch her und schmutzige Wäsche wird gewaschen. Die Frage, die sich auftut: Geht ein Vergleich mit Nordkoreas Diktator zu weit oder ist im Wahlkampf einfach alles erlaubt? Was gefällt dir am heurigen Wahlkampf und was nervt? Werbung mit Inseraten, Plakate, Radiospots, kreatives Marketing und viele Social Media-Maßnahmen – Werbung wohin man schaut.

Wer wie Werbung macht…

Für viel Diskussion sorgte die lange Schlange der SPÖ Kärnten im Klagenfurter Frühverkehr. So mancher kritisiert die Aktion, sogar von einer „Gefährdung im Straßenverkehr“ war die Rede.

Auch nicht zu übersehen: Die vielen SPÖ-Schneemänner in Kärnten. Farbentechnisch machte der Schneemann von Bürgermeister Andreas Scherwitzl (Magdalensberg) auch einiges mit, der wurde über Nacht nämlich blau eingefärbt.

Okay ist ja nur ein Schneemann, aber er meint weiter: „Weniger lustig finde ich Blockaden öffentlicher Straßen mit entwendeten und dabei beschädigten Zaungitter, herausgerissene Schneestangen, die, um Schäden zu provozieren auf die öffentliche Straße gelegt werden, Schäden am KFZ meines Nachbarn, herausgerissene Straßenleitpflöcke, die Zerstörung des Schneemannes meiner Nachbarn, auf Privatgrund sei nur am Rande bemerkt.“ So etwas hätte beim Autofahren, wenn man die Blockaden zu spät sieht, auch gefährlich ausgehen können. Bei der ÖVP Kärnten war gestern, am Aschermittwoch hoher Besuch in Kärnten. Bundeskanzler Sebastian Kurz schaute vorbei und unterstützte die Kärntner Volkspartei rund um Christian Benger. Thematisch setzt er auf Reformkommission, Jugend und den ländlichen Raum.

Die FPÖ spart heuer nicht mit Kritik - © KK

Die FPÖ investiert, wie man es schon aus der Vergangenheit kennt, in Printinserate, Plakatwerbung und Medien-Schlagzeilen. Themen wie Asylpolitik, Polizeiwache am Bahnhof, Bundesheer, Wörthersee Stadion, Flughafen, soziales System und vieles mehr. Kaum ein Bereich, der nicht Erwähnung findet – der Fingerzeig auf die SPÖ und die anderen Fraktionen ist bei der FPÖ allgegenwärtig. Mit Kritik wird nicht gespart – aber das kennt man alles schon. Es darf gespannt darauf gewartet werden, wann die FPÖ mit außergewöhnlichen Marketingmaßnahmen durchstarten wird. Die bisherigen Aktionen hauen einen nicht gerade vom Sessel, ob sie sich trotzdem den Landeshauptmannsessel zurück erobern? Momentan haut man lieber auf die politischen Mitbewerber, wie der heutige „Nordkorea-Vergleich“ zeigt.

Spitzenkandidat Gerhard Köfer vom Team Kärnten geht da lieber private Wege. Nichts zu verheimlichen, wenn es um sein Privatleben geht? Er setzt damit auf Authentizität und will zeigen: „Ich bin ja wie jeder andere.“ Sympathisch irgendwie. Dieses Video zeigt ihn ganz privat. Was ihn derzeit beschäftigt: Einsparungen bei der Parteienförderung und den Politikergehältern soll auch eine wesentliche Koalitionsbedingung für das Team Kärnten darstellen.

Rund um Grünen Kärnten Spitzenkandidat Rolf Holub: Der Start in den Wahlkampf war holprig. Der Cholera-Sager brachte ihm einiges an Kritik ein. Er setzt auf Innovation, Fortschritt und überall zu sehen: Das „Löwenticket“. F.A.I.R. ist vor Ort bei den Menschen unterwegs und setzt stark auf persönliche Kontakte. Spitzenkandidatin Marion Mitsche ließ aufhören, in dem sie die Parteienförderung rigoros kürzen und das Geld lieber in soziale Institutionen stecken möchte. Überall Werbung, Marketing & Social Media – wir wollen deine Meinung wissen – nervt es langsam oder spannender Wahlkampf? Stimm auf unserer Facebook-Seite ab!

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