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Politik - Villach
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Kärnten schrumpft:

NEOS: Gehen die Frauen, dann stirbt das Land

Villach Land – Laut einer Presseaussendung der NEOS verzeichnet Kärnten einen Rückgang im Bevölkerungswachstum. Vor allem junge Frauen verlassen das Land.

 2 Minuten Lesezeit (316 Wörter) | Änderung am 16.02.2018 - 16:45

Soeben erreichte uns eine Presseaussendung der NEOS. Darin betont NEOS Spitzenkandidat Unterdorfer-Morgenstern: „Kärnten ist das einzige Bundesland, das schrumpft – bald hat uns Salzburg überholt“ Laut der NEOS verlassen täglich verlassen acht KärntnerInnen unser Bundesland. Einzig die urbaneren Gemeinden Klagenfurt, Klagenfurt Land und Villach können ein Bevölkerungswachstum vorweisen, so die NEOS. Der liberalen Partei zufolge ist die Landflucht vor allem in den Bezirken Wolfsberg, St. Veit/Glan, Hermagor und Spittal an der Drau besonders dramatisch. Hier werden laut Statistik Austria bis 2050 bis zu einem Fünftel der BewohnerInnen die Regionen verlassen. „Und diese Landflucht beginnt zumeist bei jungen Frauen“, betont Unterdorfer-Morgenstern.

Warum gerade junge Frauen?

Ausbildungsmöglichkeiten, Arbeitsplätze und ausreichend Kinderbetreuungsplätze sind die Hauptgründe, warum es Frauen aus ländlichen Gebieten in die Ballungsräume zieht, oder sie Kärnten verlassen, erklärt die NEOS in der Presseaussendung. „Das ist für ländliche Gemeinden katastrophal, denn: Gehen die Frauen, dann stirbt das Land“, stellt NEOS-Frauensprecherin Nationalratsabgeordnete Claudia Gamon fest. Die NEOS haben daher ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das auch in ländlichen Gebieten die besten Rahmenbedingungen für Frauen schafft.

Was plant die NEOS?

Laut der Aussendung ist eine wesentliche Maßnahme der NEOS, auch Männer stärker in die Kindererziehung miteinzubeziehen und die gesellschaftliche Akzeptanz von Väterkarenz zu erhöhen. Dies soll mit der Einführung eines individuellen und gleichberechtigten Karenzanspruchs ermöglicht werden. Auch der Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten soll verbessert werden, so die NEOS. „Bereits ab dem ersten Geburtstag soll es einen Rechtsanspruch auf qualitätsvolle Kinder-betreuungsplätze geben“ formuliert Abgeordnete Claudia Gamon in der Presseaussendung der Partei. Auch eine Senkung der Teilzeitquote möchte NEOS anstreben. „Steuerinstrumente, wie der Alleinverdienerabsetzbetrag, begünstigen, dass Frauen nur in geringfügigem Ausmaß arbeiten. Sie müssen wir durch Anreize ersetzen, arbeiten zu gehen und auf mehr Stunden aufzustocken,“ betont NEOS-Kandidat Unterdorfer-Morgenstern abschließend in der Aussendung.

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