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Künstler Hans Staudacher im Kreise seiner Familie gemeinsam mit Bürgermeister Günther Albel und Edith Eva Kapeller Leiterin der städtischen Galerie Freihausgasse. © Oskar Höher

"Ein Leben in Freiheit = Versuch"

Staudacher begeistert in der Freihausgasse

Villach – Großer Andrang und viel Applaus bei der Vernissage zur Ausstellung von Hans Staudacher. Der weltbekannte Künstler feierte kürzlich seinen 95. Geburtstag.

 3 Minuten Lesezeit (396 Wörter) | Änderung am 16.02.2018 - 15:40

Die städtische Galerie Freihausgasse lud zur zur Vernissage von Hans Staudacher unter dem Motto „Ein Leben in Freiheit = Versuch“. Der Künstler von Weltrang feierte kürzlich seinen 95. Geburtstag, entsprechend groß war auch die Gästezahl. Die absolut sehenswerte Ausstellung zeigt einen repräsentativen Teil seines beeindruckenden Schaffens. Kulturreferent Bürgermeister Günther Albel war zuvor zum Geburtstag Staudachers nach Wien gereist, um einerseits die Glückwünsche Villachs persönlich zu überbringen, andererseits um gemeinsam mit dem Künstler und Galerieleiterin Edith Kapeller in dessen Atelier die auszustellenden Werke zu definieren.

Die vielen Vernissagengäste zeigten sich begeistert von der Ausstellung, die bis zum 14. April zu sehen ist. Auch einige Kunstvermittlungstermine sind eingeplant.

Aufgewachsen in Villach

Hans Staudacher wurde 1923 in St. Urban am Ossiacher See geboren, wuchs in Villach auf und übersiedelte 1950/51 nach Wien. Im Jahr 1951 wurde er Mitglied der Wiener Secession. In Wien fand er auch zu seiner in Österreich singulären Malweise, die auf einer poetischen Verbindung von Bild und Schrift beruht. In den 1950er- und 60er Jahren setzte er sich im Rahmen von längeren Aufenthalten in Paris mit dem lyrischen Informel von Hans Hartung und George Mathieu auseinander. Für Aufsehen sorgte seine „Bilderverbrennung“ von der Wiener Secession als Protest gegen die Ignoranz des Publikums.

Im Laufe seines langjährigen Schaffens wurde Hans Staudacher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Kulturpreis der Stadt Villach (2004), der Preis der Stadt Wien für bildende Kunst (1983) und das Goldene Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Wien (2004).

„Weltkünstler aus Kärnten“

„Hans Staudacher sieht sich selbst als ‚Weltkünstler aus Kärnten‘. Das ist etwas anderes als ‚Kärntner Künstler‘. Er gilt im internationalen Kontext als bedeutender österreichischer Vertreter der gestischen Malerei, in seinen Bildern verbindet sich lyrisches Informel mit abstraktem Expressionismus. Man mag zwar diese Begriffe einer bestimmten Zeitspanne zuordnen, aber Staudachers unverkennbare persönliche Handschrift begleitet uns, die wir um einiges jünger sein mögen, in zeitloser Relevanz. Uns ist, als flögen wir über Landschaften, über Energiefelder, in denen es manchmal drunter und drüber geht, zur Orientierung gibt es schriftliche Hinweise, Wegweiser in seelische Gefilde und durch turbulente Zeiten. Staudacher wirft in souveräner Weise alles Dekorative zur Seite und macht den Blick frei für das Archaische, das immer noch allem zu Grunde liegt“, erklärte Kunstexpertin Dr. Irmgard Bohunovsky in ihrer Eröffnungsansprache.

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