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Leute - Villach & Klagenfurt
In Kärnten wächst der Anteil der alkoholabhängigen Frauen stark an © pixabay

Neues Entzugs-Konzept

Alkohol-Einstiegsalter: 11 Jahre

Kärnten – Mit alarmierenden Zahlen rüttelte gestern LHStv.in Beate Prettner auf: "In Österreich gelten fünf Prozent der Bevölkerung als alkoholkrank. Zwölf Prozent konsumieren Alkohol in einem gesundheitsgefährdenden Ausmaß. Diese Zahlen gelten eins zu eins auch für Kärnten." Warum?

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Die Dunkelziffer soll noch höher sein. Nur knapp zehn Prozent der Alkoholabhängigen wenden sich an Sucht- oder Entzugskliniken, werden also mit qualifizierten Betreuungsangeboten erreicht. Zum einen, weil Alkoholsucht mit einer Stigmatisierung verbunden ist, zum anderen, weil die wochenlangen Therapien sie aus dem Berufs- und Lebensalltag reißen. Die Hauptgruppe alkoholkranker Menschen in Kärnten sind Männer zwischen 40 und 55 Jahren, die gut situiert sind.

Immer mehr Frauen

Allerdings nimmt die Zahl der Frauen zu. Vor 20 Jahren ist auf zehn Männer eine Frau gekommen, heute kommen auf zehn Männer rund vier Frauen. Was die Jugendlichen betrifft, so ist folgendes Phänomen zu beobachten: Die Zahl der jungen Alkoholgefährdeten nimmt zwar leicht ab, jedoch sinkt vor allem in Großstädten das Einstiegsalter markant: Noch vor wenigen Jahren lag das Einstiegsalter bei 14, 15 Jahren, heute bei elf Jahren. Ein Drittel dieser Jungeinsteiger wird später zu schweren Alkoholikern.  Die Hauptursachen, in die Alkoholfalle zu rutschen, sind Stress, Leistungsdruck, Einsamkeit und Altersisolation.

Was könnte helfen?

Mit dem Konzept „Alkohol 2020“ – es wird bereits in Wien in einer Pilotphase sehr erfolgreich umgesetzt – soll nun eine Alternative angeboten werden, die es ermöglicht, neben der Therapie weiter seiner Arbeit nachzugehen. Die Landeszielsteuerungskommission (LZK) ist nach monatelangen Vorbereitungen in ihrer Sitzung am Montag darin übereingekommen, das Konzept „Alkohol 2020“ in Kärnten zu starten.  „Mit diesem Konzept sollte es gelingen, künftig 20 Prozent der Alkoholkranken zu erreichen“, sagt Steiner. Ziel sei es auch, dass Alkoholkranke im gesellschaftlichen Leben integriert bleiben. Laut LHStv.in Prettner würde das Projekt in Wien zeigen, dass rund 70 Prozent der Alkoholabhängigen ambulant zu behandeln sind – „und daneben weiter ihren ‚normalen‘ Alltag mit Familie, Job und Freunden leben können.“ Den Familien würde also eine „Stigmatisierung“ erspart bleiben.

Beitrag über Klagenfurter Razzia

Bei Servus TV gab es vor kurzem einen Beitrag über eine Razzia in einer Klagenfurter Discothek. Den Beitrag könnt ihr hier anschauen.

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