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Wirtschaft - Villach
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Frierss ruft Salami zurück:

Verdacht auf EHEC Bakterien in Kärntner Bergsalami

Villach – Die Villacher Frierss GmbH ruft vorsorglich einen Teil der sich im Umlauf befindlichen Kärntner Bergsalami zurück. Es besteht der Verdacht, dass diese mit EHEC Bakterien kontaminiert ist.

Die Frierss GmbH ruft vorsorglich Kärntner Bergsalami 1kg bzw. 500g Schrägschnitt der Chargennummer L39543 zurück. Bei dem Produkt der genannten Charge besteht der Verdacht auf Vtec/Stec Bakterien. Alle anderen Chargen und Produkte sind davon nicht betroffen und uneingeschränkt für den Verzehr geeignet.

Salami kann zurückgebracht werden

Konsumenten, die Kärntner Bergsalami mit der entsprechenden Chargennummer gekauft haben, können diese über den Handel zurückgeben. Der Kaufpreis wird selbstverständlich auch ohne Kaufbeleg rückerstattet. Frierss kommt seiner Eigenverantwortung gemäß den lebensmittelrechtlichen Bestimmungen nach und hat daher einen Rückruf des Produkts veranlasst. Diese Warnung besagt nicht, dass die Gefährdung durch unser Unternehmen verursacht wurde. Frierss entschuldigt sich bei seinen Kunden für etwaige Unannehmlichkeiten.

Was sind VTEC/STEC Bakterien?

Bestimmte E. coli Bakterien produzieren ein Zellgift, das Shiga-Toxin oder auch Vero-Toxin genannt wird. Deshalb werden dafür auch die Bezeichnungen verotoxin-bildende (VTEC) und shigatoxin-bildende E. coli (STEC) als Synonyme verwendet. Als enterohämorrhagische Escherichia coli, kurz EHEC, werden diejenigen VTEC/STEC-Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli bezeichnet, die in der Lage sind, aufgrund zusätzlicher krankmachender Faktoren beim Menschen sehr schwere Entzündungsreaktionen hervorzurufen.

Häufigste Ursache
Häufigste Ursache für VTEC-Infektionen sind der Verzehr von bestimmten unbehandelten tierischen Lebensmitteln, wie

  • ungenügend erhitztem Rinderfaschierten und
  • nicht pasteurisierter Milch.

Aber auch andere kontaminierte Lebensmittel wurden bei Ausbrüchen als Ursache gefunden, wie

  • Joghurt,
  • Salami,
  • Käse,
  • rohes Gemüse oder
  • nicht pasteurisierter Apfelsaft

Weitere Infektionsursachen sind unsachgemäße Schlachtung, direkter Kontakt mit Tieren (Streichelzoo), über die Umwelt (z.B. mit Kuhmist gedüngte Wiesen) oder direkte Übertragung von Mensch zu Mensch.

Krankheitsbild

Die Zeit zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch dauert in der Regel 1 bis 3 Tage, kann aber auch bis zu 8 Tage dauern. Viele VTEC-Infektionen verlaufen ohne Krankheitszeichen und bleiben daher oft unerkannt. Die Erkrankung beginnt in der Regel mit wässrigen Durchfällen, die im Verlauf der Erkrankung zunehmend wässrig-blutig werden. Begleitsymptome sind Übelkeit, zunehmende Bauchschmerzen, selten Fieber und Erbrechen. Säuglinge, Kleinkinder, alte Menschen und abwehrgeschwächte Personen erkranken erfahrungsgemäß häufiger schwer. Bei schwerem Verlauf können die Giftstoffe zu Blutarmut, Gefäß- und Nierenschäden bis zum Nierenversagen führen (HUS = hämolytisch-urämisches Syndrom). Die Sterblichkeit bei HUS ist besonders im Kindesalter hoch. (Quelle: Gesundheitsministerium)

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