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Wirtschaft - Klagenfurt
Besuch der Bundesministerin für Wirtschaft.
Besuch der Bundesministerin für Wirtschaft. © Wolfgang Jannach

Digitalisierungsoffensive

Kärntner Druckereien steigen ins Online-Business ein

Klagenfurt – „Wer nicht im Netz ist, ist nicht am Markt – das betriff alle Branchen, auch die Druckereien“, erklärte Wirtschaftslandesrat Christian Benger heute, Donnerstag. Vor allem der Online-Verkauf mache vor den Druckereien nicht Halt. Deswegen steigen die Kärntner Druckereien gemeinsam ins Online-Geschäft ein.

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Die Bestellung von Drucksorten über die großen Webshops nehme immer mehr zu. „Die Kärntner Druckereien verlieren zunehmend Druckaufträge an die Online-Mitbewerber, was auch einen Abfluss von Wertschöpfung aus Kärnten bedeutet“, wies Benger hin.

Auftragsvolumen von rund 15 Millionen Euro

Laut Schätzungen macht das Auftragsvolumen an Online-Anbieter rund zwölf bis 15 Mio. Euro pro Jahr aus. Das lassen sich die heimischen Druckereien nun nicht mehr entgehen und öffnen für sich und ihre Kunden die Welt der Digitalisierung. Mittels Zusammenschluss aller Kärntner Drucker, Druckland Kärnten, Wirtschaftskammer Kärnten und Gewerbereferat des Landes entsteht die neue Online-Angebotsplattform „druckshop“. Ziel ist ein einfaches Portal mit ca. 100 Druckprodukten für Private und Firmenkunden. Die Programmierung erfolgt über ein Kärntner IT-Unternehmen.

Wirtschaftsreferat unterstützt bei Digitalisierung

„Aus der Not entsteht eine neue Win-win-Situation für alle. Diese Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen wir aus dem Wirtschaftsreferat mit 10.000 Euro“, so Benger. Der entsprechende Beschluss dafür fiel am Dienstag in der Regierung. Mögliche Kunden erhalten zeitnahe nach ihrer Bestellung im „druckshop“ von voraussichtlich drei heimischen Druckereien ein Druckangebot. Die heimischen Druckereien haben umgekehrt ihren Kunden eine über 51-prozentige Wertschöpfung in Kärnten zu garantieren. Die Gesamtkosten für die Druckplattform werden mit ca. 35.000 Euro beziffert. Darüber hinaus leisten die teilnehmenden Betriebe, die Fachgruppe Druck sowie die Wirtschaftskammer Kärnten einen Beitrag. Bereits im Laufe des April 2018 soll der gemeinsame Start der Druckplattform erfolgen.

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