Zum Thema:

Leute - Villach & Klagenfurt
SYMBOLFOTO © KK

Schutz von Gewaltopfern

Zwei Millionen Euro für Frauenhäuser

Villach/Klagenfurt – In der kommenden Regierungssitzung des Landtags wird der Budgetbedarf für 2018 vorgelegt. Insgesamt bieten die vier Frauenhäuser in Kärnten Platz für 80 Personen. Kostenpunkt dafür: Zwei Millionen Euro.

„Gerade am heutigen Frauentag ist es wichtig, auch für die Situation jener Frauen zu sensibilisieren, die Opfer von Gewalt werden. Fakt ist leider, dass wir nach wie vor in einer Gesellschaft leben, in der viel mehr Frauen als man meinen möchte, Gewalt in der Familie ausgesetzt sind“, bedauert Frauen- und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Donnerstag den 8. März. Nur ein Bruchteil dieser Frauen würde allerdings die Kraft finden, sich und ihr Schicksal zu outen und Hilfe zu suchen. Die Referentin appelliert daher an alle Betroffenen, sich bewusst zu machen, dass es tatsächlich Hilfe und Unterstützung gibt.

Seit 2007 Mindestsicherungsgesetz

Seit 2007 sieht das Kärntner Mindestsicherungsgesetz die Bereitstellung von Frauenhäusern vor. Aktuell finanziert das Land vier solcher Einrichtungen – Klagenfurt, Spittal, Villach, Wolfsberg – mit in Summe 80 Plätzen (Klagenfurt 30, Spittal/Drau 14, Villach 18 und Wolfsberg 18 Plätze). „In diesen Frauenhäusern finden Frauen, aber auch deren minderjährige Kinder, die der Gewalt von Angehörigen ausgesetzt sind, nicht nur eine vorübergehende Wohnmöglichkeit und damit Sicherheit, sondern auch Betreuung und Beratung“, erklärt Prettner. Ziel sei es, die Gewalterfahrungen zu bearbeiten und zu verarbeiten und den Frauen eine neue Lebensperspektive zu eröffnen. „Die Betreuung passiert fachlich umfassend“, so Prettner. Die Frauenhäuser sind rund um die Uhr mit Fachkräften besetzt. 79 Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigte kümmern sich um die Hilfesuchenden.

Frauenhäuser wurden evaluiert

In den vergangenen Monaten hat die Fachabteilung alle Frauenhäuser unter dem Aspekt der Wirkungsorientierung einer Evaluierung unterzogen. Das erfreuliche Ergebnis: Dem gesetzlich festgeschriebenen Wirkungsziel wird – nicht zuletzt durch die regionale Versorgung in den Bezirksstädten (Öffnungszeit „Rund um die Uhr“, telefonische Erreichbarkeit sowie sehr gute öffentliche Verkehrsanbindung) vollinhaltlich entsprochen. In der Regierungssitzung nächste Woche wird die Referentin den Budgetbedarf für 2018 vorlegen: Das Budget wird knapp zwei Millionen Euro betragen.

Kommentare laden

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen