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Wirtschaft - Villach
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Wahre Leidenschaft beim Thema Sehen:

Er hat seinen Beruf zum Hobby gemacht

Villach – Der Villacher Spitzenoptiker Alfred Plessin hat heuer viel zu feiern. 50 Jahre schon übt er das Handwerk des Augenoptikers aus, 40 Jahre lang gibt es das Unternehmen Plessin und die Draufgabe dürfte wohl die Eröffnung seines neuen „Brillenmuseums“ in der Villacher Innenstadt sein. Sein Lebensmotto: „Mach deinen Beruf zum Hobby und du brauchst dein ganzes Leben nicht mehr zu arbeiten!“

 4 Minuten Lesezeit (509 Wörter) | Änderung am 25.03.2018 - 10:28

Persönlicher Lebenstraum

Dass eine Brille mehr ist als eine Sehhilfe, beweist Alfred Plessin nicht nur mit der Leidenschaft und Perfektion zum Berufsbild des Augenoptikers, er hat auch in der Freizeit das umgesetzt, von dem Viele reden: „Mach deinen Beruf zum Hobby!“ Nun hat er sich seinen persönlichen Lebenstraum erfüllt und im Zuge seiner Sammelleidenschaft rund um das Thema Sehen etwas in Österreich wohl einzigartiges auf die Beine gestellt: Ein Brillenmuseum. Hier zeigt er unter dem Titel „Zeitreise“ die Entstehungsgeschichte der Brille mit Exponaten von der historischen Nietbrille bis hin zur futuristischen Oakley-Brille.

Der „Zwicker“ als Anfang

Über dem topmodernen und neugestalteten Hauptgeschäft in der Freihausgasse befindet sich das Museum, welches Sehhilfen und Brillen aus längst vergangenen Tagen zum Vorschein bringt. Mehrere hundert Brillen und Sehhilfen aus den vergangenen Jahrhunderten befinden sich mittlerweile im Besitz von Plessin. „Ich war noch Lehrling, als mir eine ältere Dame einen so genannten Zwicker gezeigt hat. Damals dürfte ich scheinbar so begeistert auf die Dame gewirkt haben, dass sie mir diesen schenkte. Dies war der Ausgangspunkt meiner Leidenschaft, denn dann folgte ein Teil dem anderen“, verrät der Spitzenoptiker.

Alfred Plessin hat eine besondere Leidenschaft für das Thema „Sehen“. - © KK

Besondere Raritäten

Unter den Raritäten die Plessin in den letzten 50 Jahren angesammelt hat, findet sich etwa eine 260 Jahre alte Brille mit unglaublichen 20 Dioptrien, handgefertigt aus Metall mit Ringen die aus dem Panzer einer Schildkröte hergestellt wurden. „Heute natürlich undenkbar so eine Brille herzustellen“, schmunzelt Plessin. Im Zuge seiner Besuche in still gelegten Brillenfabriken sowie bei Sammlern in Europa und Asien konnte er Zahlreiches über die Geschichte der Brille erfahren. „Den Anfang machten Halbedelsteine, die rund geschliffen wurden. Man bemerkte, dass diese Halbedelsteine eine vergrößernde Wirkung erzielen. Die Bezeichnung dafür war Beryll, damit auch die Herkunft des heutigen Wortes Brille“, erzählt der leidenschaftliche Sammler.

Vom Lesestein bis zur Moderne

„Der Lesestein wurde direkt auf die Schrift gelegt um sie zu vergrößeren. Dies wurde vor allem in Klöstern genutzt, da dort die Mönche des Lesens kundig waren“, verrät Plessin. Später dann wurden diese Linsen flacher geschliffen, mit einem Stiel versehen und somit zum „Einstielglas“. Dann kam schon die Nietbrille, wobei hierfür zwei Stielbrillen mit einer Niete verbunden wurden und dann vor die Augen gehalten wurden. Die Sammlung von weiteren Exponaten der Moderne übernahm Sohn René. „Das Museum wird aber auch als Schulungszentrum für die eigenen Mitarbeiter genutzt“, schildert René Plessin, der die Leidenschaft seines Vaters teilt.

Eigenes Buch

Für wahre Brillenfans hat Alfred Plessin aber auch ein Buch gestaltet. „Dieses hat jedoch weder den Anspruch, eine vollständige Historie der Brille abzubilden noch ist es ein wissenschaftliches Werk, es soll dem Lesenden oder Betrachtenden ganz einfach Freude bereiten, vielleicht sogar Erstaunen auslösen!“ Unser Tipp: Gegen Voranmeldung bietet Plessin sogar Führungen durch das Museum an. Schaut am besten im Geschäft in der Freihausgasse vorbei.

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