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Schädlich oder Bedenkenlos?

Antibabypillen: 84 Präparate im Test

Klagenfurt & Villach – Obwohl die Anzahl der Benutzerinnen in den letzten Jahren etwas zurückging, zählt die Antibabypille immer noch zu den beliebtesten und häufigsten Verhütungsmitteln der Österreicherinnen. Ein Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zeigte nun, dass leider nicht alle zugelassenen Präparate auch empfehlenswert sind. Bei vereinzelten Produkten besteht die Gefahr auf ein erhöhtes Risiko für Lungenembolien und Thrombose. 

 3 Minuten Lesezeit (460 Wörter)

Insgesamt wurden 84 Mittel genauer unter die Lupe genommen, deren Hauptanwendung die Empfängnisverhütung ist. Darunter unter anderem auch die Firmtabletten Belara, Lenea und Mayra. Nicht im Test berücksichtigt wurden Medikamente die ebenfalls eine empfängnisverhütende Wirkung haben, aber hauptsächlich in anderen Fällen, zb. bei Akne, verschrieben werden. Eine Liste der getesteten Präparate gibt es hier.

Einphasen- und Mehrphasenpillen

Bei den meisten getesteten Pillen handelt es sich um Kombinationspräparate, die auf den Hormonen Östrogen und Gestagen basieren. In der östrogenfreien Minipille ist nur das Gelbkörperhormon Gestagen enthalten. Grundsätzlich wird in Einphasen- und Mehrphasenpillen unterschieden, je nachdem um welche Inhaltsstoffe und Dosierungen es geht. In Einphasenpillen befinden sich zwei weibliche Sexualhormone, ein Östrogen und ein Gestagen. Die Menge beider Hormone bleibt während der gesamten Einnahmezeit gleich. Diese Präparate eignen sich für nahezu alle Frauen, die auf der Suche nach einem Verhütungsmittel sind.

Bei Mehrstufigen Pillen sind die Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten und werden dem weiblichen Zyklus angepasst. Die einzelnen Tabletten sind farblich gekennzeichnet und sie müssen in der vorgegebenen Reihenfolge eingenommen werden. Die Verhütungssicherheit kann dabei gegenüber einphasigen Päparaten geringer sein.

Wirkung kann beeinträchtigt werden

In den meisten Fällen ist die Pille sehr zuverlässig. Allerdings kann die Wirkung des Medikaments unter bestimmten Bedingungen beeinflusst und somit unwirksam werden. Antibiotika oder Abführmittel können die Wirkung der Pille zum Beispiel vollkommen aufheben. Auch bei Durchfall oder Erbrechen kann es passieren, dass die Wirkstoffe der Pille wieder aus dem Körper ausgeschieden werden, noch bevor sie ins Blut gelangen. Bei derartigen Beschwerden sollte zusätzlich auf ein anderes Verhütungsmittel zurück gegriffen werden.

Lungenembolie und Thromboserisiko

Präparate mit dem Gestagen Levonorgestrel weisen das geringste Risiko einer Thrombose oder Lungenembolie auf. Diese Verhütungsmittel wurden daher mit „geeignet“ bewertet. Kombinationspillen mit den Wirkstoffen Chlormadinonacetat, Dienogest und Normegestrol sind dagegen nur „Mit Einschränkung geeignet“.  Hier ist das Risiko für Thrombosen noch nicht geklärt. Präparate, die Dienogest oder Chlormadinonacetat enthalten, können auch gegen Akne und fettige Haut wirken. Kombinationspräparate die mit den Gestagenen Drospirenon, Desogestrel oder Gestoden entwickelt wurden, sind dagegen „wenig geeignet“. Gegenüber den Pillen mit Levonorgestrel besteht hier ein fast doppelt so hohes Risiko für Thrombosen.

 

Tipps

  • Es sollte regelmäßig überprüft werden, ob die hormonelle Verhütung durch die Antibabypille noch angemessen ist. Wenn sich die Lebenssituation verändert, kann ein Wechsel der Verhütungsmethode von Vorteil sein.
  • Die Pille schützt nur bei korrekter und regelmäßiger Einnahme.
  • Die Wirksamkeit und die Verträglichkeit der Minipille sind bei Jugendlichen unter 18 Jahren noch nicht nachgewiesen. Sie sollten daher zu einer anderen Verhütungsmethode greifen.
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