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Leute - Klagenfurt
Da die abgeschobene Familie gut integriert war, fordert Kaiser eine rasche Aufklärung der Umstände und eine eventuelle Rückführung nach Österreich. © fotolia.com Jonathan Stutz

"Nacht- und Nebelaktion":

Kaiser: „Abschiebung erfordert Aufklärung“

Klagenfurt – Mehr als fragwürdig empfindet Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser die Umstände, unter denen eine seit 2014 in Klagenfurt lebende, mittlerweile gut integrierte Familie trotz kürzlich genehmigtem und aufrechtem Duldungsantrag nach Tadschikistan abgeschoben wurde.

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„Ich fordere Innenminister Herbert Kickl auf, für vollste Transparenz zu sorgen. Er muss die Verantwortung dafür übernehmen und erklären, warum diese Familie mit vier Kindern, die laut vielen Berichten von Freunden und Bekannten eine Vorzeigefamilie in Sachen Integration war, in einer Nacht- und Nebel-Aktion innerhalb von zwei Stunden und unter schwerer Bewachung abgeschoben wurde“, so Kaiser, heute, Montag dem 26. März 2018, der auf zahlreiche, seit dem Erscheinen des Medienberichtes an ihn herangetragenen Appelle und Unterstützungserklärungen aus der Kärntner Zivilbevölkerung für die Familie verwies.

Abschiebung rasch aufzuklären

Auch die in Medienberichten kolportierten Vorgänge im Asylverfahren der Familie – warum wurde der Familie schon allein das Stellen eines Antrages auf humanitäres Bleiberecht untersagt, warum erfolgte die Abschiebung, obwohl es einen aufrechten, genehmigten Duldungsantrag mit Gültigkeit bis 15. April gab – seien lückenlos aufzuklären. „Schon allein, weil es Unterschiede zwischen erwiesenermaßen gut integrierten Flüchtlingsfamilien, die sich aktiv und hilfsbereit in unserer Gemeinschaft einbringen, und gewaltbereiten oder gar gewalttätigen Asylwerbern geben muss, ist die Abschiebung der Familie nach Tadschikistan rasch und lückenlos aufzuklären und nötigenfalls rückgängig zu machen“, stellte Kaiser unmissverständlich fest.

Menschlichkeit und Respekt

„Bei allem Verständnis und bei aller Unterstützung für eine restriktive Flüchtlingspolitik. Menschlichkeit und Respekt vor der Würde von Menschen dürfen in Österreich nicht hinter politische Vermarktungs-Strategien zurückgedrängt werden“, appellierte Kaiser an die Bundesregierung und empfiehlt dieser, sich an der von ihm gewählten Maxime Anleihen zu nehmen: „Schutz der eigenen Bevölkerung, Hilfe für jene, die Hilfe benötigen und sich nachweislich integrationsbemüht zeigen“.

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